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Sonntag, 22. Mai 2011

Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe und Peenemünde

In meinem Buch Vier Prinzen schilderte ich in Kapitel 18, dass Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe grosses Interessse daran hatte, die Wubag Maschinenfabrik und Isolierrohrwerk AG in Bückeburg zu erwerben. Dieses Unternehmen war am 1.10.1941 Wehrwirtschaftsbetrieb geworden und belieferte Focke Wulf. Im Februar 1944 erwarb er die Aktien. Vorher löste er die bestehenden Kredite ab die die Bank der Deutschen Luftfahrt AG an die Wubag vergeben hatte und liess sich die Sicherheiten abtreten. Traurige Berühmtheit erlangte die Wubag unter dem Firmennamen Gemag. Dort wurden 300 Zwangsarbeiterinnen misshandelt.
Aus der Akte Akte R 8121 Band 384 die ich vom Bundesarchiv auf cd soeben erhalten habe ergibt sich, dass die Wubag/Gemag nicht nur Focke Wulf sondern auch Messerschmidt, Maybach und Henckel belieferte.

Was ich aber nicht wusste: Sie belieferte auch den Heimat-Artillerie Park, Karlshagen / Pommern (Heeresanstalt Peenemünde, Abteilung LC2, Hauptmann Römer). Zuständig für die Entwicklung der ferngelenkten Flugkörper war im Technischen Amt die Abt. LC 2.










Das erklärt auch das Interesse Wolrads am Erwerb des Unternehmens.

Damit wird deutlich, dass das von mir in Kapitel 18 der Vier Prinzen beschriebene System der historischen Wahrheit entspricht. Und dieses System konnte nur funktionieren, weil zuvor auf juristischer und faktischer Ebene, Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe und die Anwendbarkeit des BGB ausgeschaltet worden sind.

Kontext: S. 169

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100




Kontakt: 

Alexander vom Hofe

Rechtsanwalt

Jose Ortega y Gasset 40-7D

28006 Madrid

alexander.vomhofe@2020consultoria.com


1 Kommentar:

  1. Vier Prinzen für mehr Transparenz" hat nichts mit mir zu tun. Wir sind mit dem Autor nicht verwandt und nicht verschwägert.

    Vielen Dank für den Mut. Ich habe sehr viel über meine Wurzeln und meinen Geburtsort erfahren.

    Wenn Papa W. von Thomas Schwertfeger seinen Sohn und mich mittags mit seinem VW-Käfer in den 50er Jahren vom Schulheimweg auflas, nahm er uns entweder zum Spielen in die Plettenbergstraße mit (wir hatten später den Garten hinter Schwertfegers Haus) oder er setzte mich an der Parkstraße 1 ab. Ein Haus weiter wohnte Freund Peter K. (Papa managte eine Bückeburger Bank). In 1 wohnte auch der Bückeburger Polizeichef Niebuhr oder etwa der Pilot Köhler. Parkstraße 1 hatte einen wunderschönen Dachboden. Und auf diesem Dachboden fand ich eines der schönsten mit Edelsteinen besetzten Schwerter. Das nahm ich zum Ritter- und Indianerspielen in Fürstens Großpark zwei Häuser weiter an mich. Ich versteckte es zunächst in dem Haus gegenüber (Eckhaus Georgstraße/Parkstraße neben dem kleinen Haus der Familie Kittler mit Gero und Wibke). Dort wurde ich vom Mieter im obersten Stockwerk erwischt, der dafür sorgte, das Schwert jemandem irgendwie zurückzugegeben. Will heißen: Ohne jedes Aufsehen und alles ging gut aus. In den herrschaftlichen Häusern der Georgstraße und der frühen Parkstraße mit seinen Seitenstraßen war allerdings mehr verteilt, wie andere abenteuerliche Streifzüge ergaben - etwa bevor ein Haus der Nutzung der Schaumburger Märchensänger übergeben wurde. Nicht alles wird in Archiven zu finden sein. In den 80er Jahren bekam ich das Angebot, die Parkstraße 1 zu kaufen; dummerweise lag mein Madrid bereits im Schwäbischen und Papiere und Schätze waren weggeräumt.

    Mein damaliger und heutiger Name hat so wenig mit meiner genetischen Herkunft zu tun wie A. v. Hofe mutmaßlich Spanier ist. Eigentlich fast schade, dass Schaumburg-Lippe vor und nach den Nationalsozialisten nicht zur Vorlage der Geschichtsschreibung a la "ein kleines Dorf in Gallien" diente. Naja, die aktuellen Herrschaften betreiben mit alten Ressourcen heute wenigstens ein Marketing, das offenbar der Gesellschaft besser dient. So der ferne Eindruck.

    Freundliche Grüße von Gallier zu Gallier. info@fdm-ev.de

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