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Dienstag, 20. März 2012

Steinbruch Steinbergen Messingberg Laterit

ein interessanter thread zur Thematik:

Laterit (Untertageverlagerung)

findet sich hier:

explorate Forum

Meine Kommentare im genannten forum:

Laterit wird immer in Zusammenhang mit dem Unternehmen "Schaumburger Steinbrüche Steinbergen" SSS zitiert. Ende 2005 stellte ich mein Buch Vier Prinzen fertig. In jener Zeit kam es zu einem heftigen Bergrutsch. Interessant war, dass genau in jener Zeit, als ich recherchierte, die SSS umfirmierte in Norddeutsche Naturstein GmbH. Vielleicht war SSS angesichts der Recherchen kein geeigneter Name. Im April 2006 kam mein Buch heraus. Laterit wurde immer mit SSS in Verbindung gebracht. Nun bringt niemand Laterit mit der NNG in Verbindung.

Krassmann hat anscheindend 1996 grosse Hohlräume erwähnt und diese in einem Atemzug mit Laterit in Verbindung gebracht.

Bitte in meinem Buch nochmals Seite 159 ansehen. Ich habe den Eindruck, dass das Unternehmen SSS, jetzt NNG ganz genau weiss, dass im Messingberg grosse Stollenanlagen existieren. Es handelte sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Untertageverlagerungen in denen hunderte von Zwangsarbeiter ermordet wurden. Die 37 entdeckten Leichen waren nur die Spitze des Eisberges. Schmidt, der Steinbruchbetreiber sagte in seinem Verhör: "Ich wurde in meinem Betrieb von einem Flüchtling darauf angesprochen, ob ich wüsste, wie viel hundert Tote auf meinem Grundstück begraben seien". (S. 158 der Vier Prinzen). Starben diese hunderten bei der Herstellung der grossen Hohlräume (Laterit) ? Habe gelesen, dass die Decknamen einem Schema folgten: U-Verlagerungen wurden mit Decknamen bezeichnet, dafür wurde folgendes Schema verwendet:

Gruppe 1 - U-Verlagerungen im Bergbau:
Für Schachtanlagen wurden als Tarnnamen Tiernamen (Dachs, Eber, Labrador, Löwe, Maultier, Ratte...) verwendet.

Für Stollenanlagen wurden Fischnamen und Reptiliennamen (Schlammpeitzger, Forelle, Hecht, Lachs, Salamander...) als Decknamen gebraucht.

Gruppe 2 - U-Verlagerungen in Tunneln:
Eisenbahn und Strassentunnel wurden mit Vogelnamen (Rebhuhn, Falke, Meise I, Goldammer, Dompfaff, Spatz Kauz, Buchfink...) bezeichnet.

Gruppe 3 - U-Verlagerungen in Festungswerken:
Als Tarnnamen wurden Bezeichnungen aus dem Pflanzenreich (Walnuss, Schachtelhalm, Ginster...) genommen.

Gruppe 4 - U-Verlagerungen in natürliche Höhlen:
Hier wurden numismatische Bezeichnungen verwandt (Krone, Taler, Heller....)

Gruppe 5 - Für U-Verlagerungen zu erstellende Neubauten:
Für Neubauten von Stollenanlagen wurden Namen aus der Gesteinskunde (Zeolith, Eisenkies, Malachit, Laterit) verwendet.

Gruppe 6 - Sonderbaumaßnahmen von U-Verlagerungen (Führerhauptquartier, U-Bootbunker etc.):
Hier wurden Vornamen (Diana, Nanni, Richard, Rita, Valentin) vergeben

Bei Laterit ging es demnach um den Neubau einer Stollenanlage. Frage: wurde der Neubau in Angriff genommen oder blieb es bei einem unrealisierten Projekt ?

SSS schweigt. Der Eigentümer des Messingberges auch. Er heisst. Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe.

ein interessanter link hier:

Die Höhlen im Messingberg bei Bückeburg

In dem forum explorate wurde ich gefragt, woher ich die Liste der Toten bekommen hätte.

Die Liste der Toten erhielt ich voim Standesamt Rinteln. Es waren Tote des Arbeitserziehungslagers Lahde. Steinbruch Steinbergen war eine Aussenstelle des Straflagers Lahde, sozusagen das Straflager des Straflagers.

Stefan Meyer, Direktor des Museums in Rinteln verfasste 1999 eine Broschüre mit dem Titel:  Das NS-Straflager im Steinbruch Steinbergen 1943 - 1945
erschienen in Bückeburg im  Verlag Schaumburger Landschaft.

Ich habe den Text gelesen und muss im Nachhinein sagen, dass viele brisante Aspekte (zum Beispiel die Frage wer Eigentümer des Steinbruchs war) nicht erläutert werden. Eigentümer war Familie Schaumburg Lippe.

Ich schrieb damals Herrn Heiner Bartling an (ehemaliger Innenminister Niedersachsens und damals Bürgermeister des Ortsteils Steinbergen) und bat vergeblich um Informationen. Habe den Eindruck, dass in der Politik, Verwaltung, bei Lokalhistorikern, in Staatsarchiven, bei den Schaumburg Lippes gemauert wird.

Also bleibt nach wie vor die Frage:

Warum wird nicht festgestellt, ob die grossen Hohlräume von Menschen- oder von Gotteshand geschaffen wurden ? Die Frage ist doch einfach zu beantworten. Mit Ja oder nein.

Fachleute sind gefordert

Tipp:
diesen Text nach dem Stichwort Laterit durchsuchen

Vier Prinzen

Die Vier Prinzen wurden auch in der SZ besprochen:

"GESCHÄFT AUF GEGENSEITIGKEIT" (von Ralf Husemann) in Süddeutsche Zeitung vom 5.3.2007, Rubrik: Das Politische Buch

Schaumburg-Lippe und die Nazis

Dies ist kein Buch, sondern ein Steinbruch. Wer sich aber durch das Geröll der endlos langen Dokumente, Briefe, Listen und Fragen des Autors ("War ich nun auf der richtigen Spur?") durchgearbeitet hat, der kann sogar einigen Erkenntniswert gewinnen. Alexander vom Hofe, ein Großneffe von Adolf von Schaumburg-Lippe, des letzten fürstlichen Herrschers dieses noch bis 1946 bestehenden norddeutschen Mini-Staates, hat sich seine Familie vorgenommen - und die hat es wahrlich in sich. Der Großonkel kam 1936 unter bis heute ungeklärten Umständen mit seiner Frau in Mexiko bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Drei Brüder des Fürsten arrangierten sich mit den Nazis (Friedrich Christian brachte es gar zum Adjutanten von Goebbels). Doch der vierte (Heinrich), der Großvater des Autors, hatte nicht nur mit den Nazis nichts am Hut, er gehörte auch noch einer (alsbald verbotenen) Freimaurer-Loge an.

Im Zentrum dieses Buches steht Prinz Wolrad, der nach dem mysteriösen Tod seines Bruders alles tat, um als neues "Oberhaupt" der Fürstenfamilie dessen Gesamtbesitz an sich zu reißen. Der Autor versucht nun nachzuweisen, dass die anderen Brüder (und damit auch sein Großvater Heinrich) um ihr Erbe betrogen wurden. Dem Rechtsanwalt Alexander von Hofe geht es aber um Grundsätzlicheres. Er sieht die Kumpanei der Familie mit den Nazis als Geschäft auf Gegenseitigkeit. Das Haus Schaumburg-Lippe behielt im Wesentlichen seine riesigen Besitztümer, auf denen dafür zum Teil kriegswichtige Produktionsstätten und Zwangsarbeiterlager eingerichtet wurden. 37 in einem Steinbruch ermordete Zwangsarbeiter sind namentlich* bekannt, die tatsächliche Anzahl der Getöteten liegt vermutlich noch weit darüber. Eher niedere Chargen mussten sich später dafür rechtfertigen, gegen den blaublütigen Besitzer wurde aber nichts unternommen. Ein interessanter Nebenaspekt ist die Frage, ob der Verkauf des Bonner Palais Schaumburg, des späteren Dienstsitzes des Bundeskanzlers an die Wehrmacht rechtlich einwandfrei war. Ein anderes Thema sind die staatlichen Archive, die den Autor bei seinen Recherchen immer wieder abzuwimmeln versuchten. Das Thema ist offensichtlich noch brisant." Zitatende.

Einige Gefangene die im Steinbruch in Steinbergen (Aussenlager des Straflagers Lahde) verstarben:
Henrikus Maria Vierling, Holländer, geboren 19.5.20, gestorben 28.12.1943,Wohnort Steinbergen 144. (5)
Theodor Peters, Brite, geboren 26.5.23, gestorben 11.12.1943, Wohnort Steinbergen 144 (5)
Andrey Baran, Pole, geboren 19.3.19, gestorben 27.3.1945, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Konstantin Misiejuk, Weissrusse, geboren 15.3.1924, gestorben 11.2.1945, Wohnort Steinbergen 144 (3)
Michael Anisudkin, "Ostabeiter", geboren 12.1.1920, gestorben 31.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Grigori Kindra, "Ostabeiter", geboren 10.5.1924, gestorben 30.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Felix Blaszczyk, Pole, geboren 25.6.1923, gestorben 20.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Jaroslaw Chab, Protektoratsangehöriger, geboren 14.1.1899, gestorben 10.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Stanislaw Koslowski, Pole, geboren 25.10.1911, gestorben 18.11.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Fedor Korow, "Ostarbeiter", geboren 27.12.1915, gestorben 8.11.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Henryk Bukowski, Pole, geboren 18.1.1921, gestorben 18.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Johann Pawloswski, Pole, geboren 21.10.1921, gestorben 14.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Josef Jama, Pole, geboren 10.6.1917, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Francisek Kaczmarek, Pole, geboren 11.9.1911, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Zdislaw Tokarski, Pole, geboren 26.11.1923, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Dimitrj Stupak, "Ostarbeiter", geboren 8.9.1926, gestorben 7.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Felix Franos, Pole, geboren 24.3.1922, gestorben 6.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
David Tschichwaija, Pole, geboren 13.12.1920, gestorben 5.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Zivota Pavlovic, Serbe, geboren 29.5.1922, gestorben ------, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Alexander Kondratschow, "Ostarbeiter", geboren 18.8.1922, gestorben 20.9.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Jan Woitowicz, Pole, geboren 10.5.1922, gestorben 5.9.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
A. Jastremski, West Ukraine, geboren 4.3.1912, gestorben 23.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Victor Boltwinow, Pole, geboren 12.8.1926, gestorben 10.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (5)
Josef Wachowiak, Pole, geboren 7.7.1908, gestorben 9.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (7)
Anatoli Poleschtschuk, “Ostarbeiter”, geboren 15.11.1900, gestorben 15.7.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Casimir Przybilski, Pole, geboren 11.8.1916, gestorben 28.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Iwan Hallenja, “Ostarbeiter”, geboren 1911, gestorben 24.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (8)
Adek Rojek, Pole, geboren 8.4.1921, gestorben 9.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Wladislaw Gurski, Pole, geboren 1.5.1914, gestorben 5.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Wassili Gebenink, “Ostarbeiter”, geboren 12.8.1928, gestorben 1.3.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Alexander Kazura, “Ostarbeiter”, geboren 20.8.1911, gestorben 1.3.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Anton Olszewski, Pole, geboren 4.12.1915, gestorben 26.2.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Czeslaw Kasprzyk, Pole, geboren 16.5.1923, gestorben 15.2.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Ewgeni Puschin, “Ostarbeiter”, geboren 1.5.1923, gestorben 28.10.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Peja Stanilaw, Pole, geboren 4.1.1920, gestorben 4.9.1943, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Stanislaus Granczyk, Pole, geboren 16.7.1905, gestorben 2.9.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Alexander Wereskikow, “Ostarbeiter”, geboren 6.7.1903, gestorben 13.8.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)

Todesursachen:
Auf der Flucht erschossen (1)
Erschossen wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt (2)
Selbstmord (3)
verstorben wegen allgemeiner Schwäche (4)
Todesursache unbekannt (5) Kurios dass dies ausgerechnet bei einem Holländer und einem Briten steht
Erschossen wegen Fluchtversuch (6)
Erschossen wegen tätlichem Angriff (7)
gestorben an Herzschwäche (8)

Hinter der Adresse Steinbergen 144 verbergen sich die Nebenräume des Schlosses Arensburg (eine "fürstliche" Unterkunft des "Fürsten" Wolrad). Der Steinbruch war und ist nach Angabe Wolrads und dessen Nachfolger Eigentum des "Oberhauptes des Hauses Schaumburg Lippe".

siehe auch:

VPpU

Kontakt: 
Alexander vom Hofe
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28006 Madrid
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Freitag, 16. März 2012

Das parallele Unrechtssystem (Paralleljustiz)

Rein vorsorglich nehme ich die in Artikel 10 EMRK garantierte Freiheit der Meinungsäusserung, das Recht auf freie Meinungsäusserung (vgl  Art. 6 EUV i.V. mit Art. 11 I der Charta der Grundrechte der Europäischen Union; Art. 5 I 1 GG), und das das Recht auf freie Berichterstattung (vgl Art. 6 EUV i.V. mit Art. 11 II der Charta der Grundrechte der Europäischen Union; Art. 5 I 2 GG) in Anspruch.

Wer es immer noch nicht begriffen hatte weiss es spätestens jetzt. Der Titel des Buches Vier Prinzen  zu Schaumburg-Lippe und das parallele Unrechtssystem entfaltet hier und jetzt seine vollkommenste Gültigkeit.

Mit wenigen Pinselstrichen lässt sich die F...... des Unrechtssystems skizzieren

Szene 1:

in den schwarzen dreissiger Jahren wird das Vermögen des letzten regierenden Fürsten zu Schaumburg Lippe "wegmanipuliert". Seine Urkunden und Testamente werden versteckt.

Szene 2:  Wolrad, Adolfs nationalsozialistischer Bruder, usurpiert nach dessen Tod, Adolfs Position und gibt sich als Fürst aus, eignet sich das riesige Vermögen an

Szene 3: als in den neunziger Jahren der Schwindel aufzufliegen droht, werden sämtliche staatlichen Archive blockiert.

Szene 4: Im Jahr 2012 stellt Herr MdL Stefan Wenzel eine einfache Frage an die Landesregierung. Warum gibt die Landesregierung die letztwilligen Verfügungen Adolfs Fürst zu Schaumburg Lippe nicht an das Nachlassgericht ab ?

Szene 5: Die Landesregierung erklärt dem Herrn MdL Wenzel wahrheitswidrig zwei Mal: eine gerichtliche Entscheidung gestatte die Nichtabgabe an das Nachlassgericht trotz § 2259 BGB. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: es gibt keine Entscheidung die die Nichtabgabe an ein Nachlassgericht gestattet. Die von Herrn Mac Allister ernannte Chefin in der Staatskanzlei, Frau Dr.Hawighorst hat Herrn MdL Wenzel und damit die deutsche Öffentlichkeit, im Namen des Ministerpräsidenten, zweimal belogen.

Szene 6: Am 2 Mai 2012 schrieb die Staatsanwaltschaft Hannover:
"Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten von Mitgliedern der Niedersächsischen Landesregierung, durch die die Anfrage der Abgeordneten Stefan Wenzel, Ursula Helmhold und Helge Limburg beantwortet wurde, habe ich weder Ihren Ausführungen noch der Antwort der Landesregierung entnehmen können.

Der Tatbestand der Urkundenunterdrückung ist bereits deshalb nicht erfüllt, weil bereits aus Ihrem eigenen Vortrag nicht erkennbar ist, dass der Landesregierung ein Dokument vorliegt, welches sie einem Gericht nicht abliefert, obwohl sie hierzu verpflichtet wäre. Bei den von Ihnen benannten Unterlagen, hinsichtlich derer Sie bereits einen Rechtsstreit mit dem Land Niedersachsen bzw. dem Nds. Hauptstaatsarchiv geführt haben, handelt es sich ausweislich des Urteils des OVG Lünbeurg vom 17.9.02 nach Paragraf 1 Absatz 4 NArchG um privates Schriftgut. Eine-bislang nur von Ihnen behauptete- Ablieferungspflicht läge insoweit nicht beim Land Niedersachsen oder seinen Institutionen. Ausreichende Anhaltspunkte dafür, dass überhaupt ein Dokument vorliegt, hinsichtlich dessen eine Ablieferungspflicht besteht, kann ich Ihren Angaben ebenfalls nicht entnehmen.

Der Tatbestand einer uneidlichen Falschaussage ist bereits deshalb nicht erfüllt, weil das Plenum des Landtags keine zuständige Stelle zur Abnahme einer eidlichen Vernehmung ist und die Landesrgierung und ihre Mitglieder dort auch nicht als Zeugen oder Sachverständige aussageb. im übrigen liegen keine falschen Angaben vor."

Auf Nachfrage erklärte die Staatsanwältin: "Die vom Land Niedersachsen verwahrten Findbücher wurden von mir nicht eingesehen".


Wikipedia definiert Lüge wie folgt: Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (Lügner) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der oder die Empfänger sie trotzdem glauben.








Es heisst, dass die Verwaltung an Recht und Gesetz gebunden ist. Es heisst, dass niemand Testamente unterdrücken darf, es heisst, dass Abgeordnete nicht belogen werden dürfen. Das ist das parallele Unrechtssystem. Es existiert.

Woher nimmt sich eine Exekutive das Recht, in private erbrechtliche Aspekte einzugreifen, die den Staat rein gar nichts angehen ? § 2259 BGB ist Privatrecht. Woher nimmt sich Herr Mac Allister das Recht, zu erklären, dass Testamente NICHT an ein Gericht abzugeben sind ? Woher nimmt  sich die Staatskanzlei das Recht die Öffentlichkeit zu belügen ?

siehe auch:

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Latest News zum neuen Buch: Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe, Kammler und von Behr






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Montag, 5. März 2012

Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe Ehrenbürger der Ludwig-Maximilan Universität


aus dem Archiv der Ludwig-Maximilians-Universität München
Sen-II-48








Interessant sind die Autographen, weil Sie eine Vielfalt an Residenzen nachweisen





Eine Drucksache der LMU ging im August 1936 zurück, Adolf lebte nicht mehr. Er starb am 26 März 1936. Auf dem Umschlag zu lesen: "tödlich verunglückt"


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Freitag, 2. März 2012

Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe











(Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe 1894-1952)



Aus seinem Tagebuch,

Eintragung 8 Mai 1945:

"Aber am Schluss muss und wird die Wahrheit siegen.- Sie hat schon gesiegt!- Eben war Kaptain XXX bei mir und erzählte, dass man in Steinbergen sechsunddreissig frisch verscharrte Leichen gefunden hat. Erschossen und vorher die Fingerkuppen abgeklemmt auch ein 12 jähriges Kind und 1 Engländer darunter. Es handelt sich um Arbeiter in W`s Steinbruch an der Arensburg. Ausländer. Es fehlte nicht viel und W. wäre auch verhaftet, da niemand für dies furchtbare Verbrechen verantwortlich sein will. Seine Stellung scheint mir stark erschüttert."

Eintragung 10 Mai 1945:


“Bei Plettenberg fällt mir ein, dass ich von seinem Tode (ich glaube im März) nicht berichtet habe. Er hatte bekanntlich nicht nur die Leitung unserer Verwaltung sondern auch die preussische in Berlin. Die Gestapo hatte schon öfters in Berlin nach ihm gefragt, aber er war zufälliger Weise immer gerade in Bückeburg. Schliesslich nahmen sie ihn doch fest und er kam ins Gefängnis in der Prinz Albrecht Strasse. Man soll ihn anständig behandelt haben. Grund der Verhaftung konnte ich nicht erfahren bisher. Nach einer Vernehmung schlug er den Wärter der ihn in seine Zelle bringen sollte nieder und sprang aus dem 2. Stock aus dem Fenster. Er scheint sofort tot gewesen su sein. Ich nehme an, dass er etwas hat aussagen sollen womit er andere belastet hätte und dass er deswegen den Freitod vorzog. Seine Frau, eine geborenen von Malzahn war vorbildlich in ihrer Haltung. Die armen Kinder! Wie schwer muss dem Mann…. der Entschluss gefallen sein. Er kannte natürlich die meisten Beteiligten* vom 20 Juli dem Tag des Attentats auf Hitler, v i e l l e i c h t hängt es damit zusammen.”

*Eine Person war der am 15 August 1944 hingerichtete Polizeipräsident von Berlin Wolf-Heinrich.
Graf von Helldorf)

Eintragung 16 Mai 1945:

"Die grösste Gefahr bedeutete für mich mein jüngster Bruder, der mich alleine 2 x anzeigte, resp. die Partei vor mir warnte. Man kann sich vorstellen, wie dies meine Position erschwerte. Es war schwer die Zeit lebend zu überstehen, ausser unter Gottes gnädigem Schutz, sonst wäre es nie aus eigener Kraft gelungen. Der Segen von Lugano lag auf mir und den Meinigen—-Bo Yin Ra´s Segen. Das ist das grosse Geheimnis dieses wunderbaren Geschehens. Nach menschlichem Ermessen war mir keine Chance gegeben".

Wer sich für seine Gedanken interessiert kann unter Vier Prinzen  unter dem Stichwort "Tagebuch" suchen und diverse Eintragungen aus seinem Tagebuch nachlesen.
Eintragung 23 Mai 1945:


“Im Harrl arbeiteten Leute aus dem Lager Eilsen in der Forst. Einem zerbrach ein Axtstil. Der Wachmann schlug ihn mit dem Stil scheinbar tot und gab den Auftrag ihn zu vergraben. Da sich herausstellte dass er sich noch etwas bewegte liess man den Kopf frei. Nach 2 Tagen befreite sich der Mann aus eigener Kraft.- Eine Frau aus dem Lager durfte nicht im selben Raum mit ihrem kranken Kind schlafen. Als sie Nachts doch hinüberging, wurde sie aufs schwerste misshandelt, dabei bekam sie eine Frühgeburt und wurde 7 Stunden später wieder zur Arbeit angestellt.- Auf der Flucht erschossen! Ausgrabung ergab Schuss durch die Stirn von vorn.- Durch Hochspannung getötet! Ausgrabung ergab 7 gebrochene Rippen. Dies nur einige Fälle aus nächster Umgebung. Und hier wusste man von nichts. Man kann wirklich unter solchen Umständen verstehen, dass die Truppen die fast täglich solche Funde machen, keine Bedenken tragen Wohnungen mit Möbeln zu beschlagnahmen, so bitter dies auch für die Betroffenen sein mag. Es hat mich aufs tiefste erschüttert, dass hier geradezu eine Hochburg für derartige Bestialitäten gewesen ist, ohne dass ein Konzentrationslager hier lag. Man denke nur an die 36 verscharrten Ausländer in Steinbergen. Wie ist es nur möglich dass das deutsche Volk soviele bestialische Elemente hervorbrachte ?
Sicherlich hängt es mit der Entgottung eines Menschen zusammen. Aber auch zum Teil mit der anerzogenen Überheblichkeit die ja zwangsläufig dann auch in das gleiche Fahrwasser einmündet. Man sollte es sich eigentlich zur Lebensaufgabe setzen auch die geringste Regung in dieser Richtung auszurotten, denn erst dann kann die geistige Grundlage für einen Wiederaufstieg gegeben sein, der Anspruch auf Bestand hat.”

Eintragung 30.Mai 1945:


"Gestern war per Auto der älteste Braunschweiger hier in Bückeburg. Engländer sind ihm gegenüber (S. 255) sehr correct. Er führt ja den Titel eines Prinzen von Grossbritannien. Harling verspricht sich eine Besserung der Situation für W. wenn der Marschall erst in Eilsen ist. Das würde stimmen, wenn der Marschall nicht vorher über das was hier geschah, gewusst hätte. Aber so ? Fast ausschlaggebend für die Hofkammer,wen sie vorschicken".







siehe auch:










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