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Samstag, 19. Juli 2014

Parallelen zwischen Schaumburg-Lippe und den Welfen (Opportunisten)


am 18. August zeigte das Erste Deutsche Fernsehen einen Film genannt  "Adel ohne Skrupel - Die dunklen Geschäfte der Welfen". 












Die "Oberhäupter" der hochadeligen Familien bei denen ein Grossteil des Vermögens NICHT als Fideikommiss fortbestand (Waldeck, Oldenburg, Schaumburg-Lippe und Hannover) würden Alleineigentum nur dann bekommen, ohne mit Geschwistern teilen zu müssen, wenn sie besonders regimetreu waren.

Das Fideikommissauflösungsrecht, welches das BGB ausschaltet, wurde von der SS ausgearbeitet.

Die grossen Vermögenskörper sollten im Krieg nutzbringend und ungestört (frei von Ansprüchen Dritter) eingesetzt werden.

Forstbetriebe lieferten Holz für Flugzeugproduktion

Ackerflächen ernährten Soldaten

Bergstollen boten Unterschlupf für Untertageverlagerungen

Wolrad Schaumburg-Lippe liess im Steinbruch Steinbergen das Aussenlager des Straflagers Lahde Zwangsarbeiter beschäftigen. Nutzniesser war er, hunderte starben. Wahrscheinlich befand sich im Messingberg die Untertageverlagerung Laterit. Vielleicht wurde dort nach seltenen Erden gesucht, die in der Nuklearforschung Verwendung finden könnten.

300 Zwangsarbeiterinnen arbeiteten in der Gemag welche an Peenemünde lieferte-

Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe, Adjutant von Goebbels der von seinem Bruder Wolrad Abfindungen verlangte arisierte zu seinen Gunsten die Hackeschen Höfe in Berlin. Wolrads Verwalter sagten den Brüdern: Bedient Euch am Berliner Häusermarkt.

Sowohl bei den Welfen wie bei den Schaumburgern herrschten ähnliche rechtliche Eigentumsstruturen und Bekundungen der Treue zum System, mit ähnlichen wirtschaftlichen Beweggründen. Bei Josias von Waldeck war es nicht anders. Er war Waffen General der SS und liess Buchenwald errichten. Er tat es nicht aus Überzeugung, sondern aus wirtschaftlichem Kalkül:


Frau Anke Schmeling schrieb in
 
Josias Erbprinz zu Waldeck und Pyrmont. Der politische Weg eines hohen SS-Führers,

Schriftenreihe Nationalsozialismus in Nordhessen, Heft 16, Gesamthochschul-

Bibliothek, Kassel 1993 




„Am 2.12.1938 wurde der fürstliche Besitz als Erbhof anerkannt. Dem Erbprinzen


boten diese Regelungen eine Reihe wirtschaftlicher Vorteile, da die Umwandlung zum Erbhof die einzige Möglichkeit darstellte, den Besitz ungeteilt an eine Person zu binden. Gleichzeitig wurde er von allen Pflichtteilansprüchen von seiten seiner Geschwister, besonders seiner zwei Brüder entbunden, da ein Erbhof laut gesetzlicher Festlegung nur Alleineigentum sein konnte, das ungeschmälert an den Anerben überzugehen hatte. Da rüberhinaus entfiel bei der Umschreibung des Besitzes und der darauf folgenden Umwandlung in einen Reichserbhof die sonst üblicherweise zu zahlende Erbschaftssteuer“   Die SS Verbundenheit erklärt sich  damit, dass die SS an der Fideikommissauflösungsgesetzgebung massgebend beteiligt wae. Die NS Treue konnte aus erster Hand bekundet werden und Lobbyabeit beim Gesetzgebungsvorgang geleistet werden. Antisemitismus ist das nicht, es spielt keine Rolle wem etwas weggenommen wird. Es bot sich die Gelegenheit, den jüdischen Eigentümern etwas zu nehmen, weil deren Widerstandsfähigkeit ausgelöscht war. Ich würde es bei den Hannoveranern, Waldeckern und Schaumburg-Lippern Opprtunismus nennen.


Diese Gedankengänge können ausführlich in den Büchern "Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe und das parallele Unrechtssystem" und "Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe, Kammler und von Behr" nachgelesen werden:






Nuevos Ministerios Madrid


Mittwoch, 16. Juli 2014

Denunziation Mumm von Schwarzenstein

Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe, Adjutant von Goebbels wurde nach dem Krieg vernommen.

Heute wurde ich freundlicherweise von

Buchautor und Journalist Mario Morgner

auf das Protokoll aus den Online-Archivalien des Instituts für Zeitgeschichte München hingewiesen.

Vernehmungsprotokoll
Die Brüder Herbert und Bernd Mumm von Schwarzenstein waren regimekritisch eingestellt.
Am 20 April 1945 wurde Herbert erschossen. Zuvor wurde er wegen des Paragrafen 175 angezeigt.
Bernd von Mumm von Schwarzenstein wurde von der Ehefrau von Friedrich Christian bei der Gestapo angezeigt. 
Die Akte zum Vorgang der Anzeige bei der Gestapa Berlin des letzen regierenden fürsten Adolf zu Schaumburg-Lippe des AA zeichnete 1934 auch Herbert Mumm von Schwarzenstein beim AA ab.
Auszug aus dem Vernehmungsprotokoll:
Frage: Herr von Neurath behauptet, dass Ihre Familie in Berlin Leute angezeigt hat.
Antwort: Das stimmt nicht. Wir wollten mit der Gestapo nichts zu tun haben. Ich finde das sehr hässlich, wenn so etwas behauptet wird. Ich verstehe das nicht; wir hatten keinen Streit mit Neurath.
Frage: Ich wusste vorher nichts von der Mumm Sache.
Antwort; Das ist die einzige Sache die existiert.

Montag, 14. Juli 2014

Weiss Israel nichts über Kammlers Schicksal ?

Ein wenig Polemik sei erlaubt:

Gestern wunderte ich mich über 500 Zugriffe.
In den Statistiken prüfte ich die Herkunft der Zugriffszahlen.
Von 500 stammten 400 aus Israel und ich frage mich:
Weiss Israel nichts über Kammlers Schicksal ?
Kaum zu glauben.
Fand eine Stellungnahme des Archivs des Simon Wiesenthal Zentrums im internet (Forum Jonastal).

Hier der Inhalt:

"Im Nachlass von Simon Wiesenthal befindet sich ein Akt zu Dr. Hans Kammler, ehemaliger SS-Obergruppenführer und Leiter der Amtsgruppe C (Bauwesen) des SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamtes. Darin gibt es jedoch keine Informationen zu begangenen Verbrechen. Der Akt besteht lediglich aus 33 Seiten Korrespondenz mit Justiz- und Dokumentationszentren sowie mit Privatpersonen bezüglich Zweifel am Tod von Kammler 1945. Dr. Kammler wurde auf Antrag seiner Ehefrau vom Amtsgericht Berlin-Charlottenburg vom 7. September 1948 für tot erklärt. Er soll laut Erklärung seines Fahrers und seines Ordonnanzoffiziers am 9. Mai 1945 in der Tschechoslowakei Selbstmord begangen haben. Diese offizielle Todeserklärung wurde von verschiedneen Seiten angezweifelt, es konnten aber nie gesicherte andere Fakten festgestellt werden.

Was Ihre Anfrage zum Jonastal betrifft, so findet dies nur Erwähnung als Espenfeld-Jonastal, eines der Außenlager von Buchenwald; dabei wird auch auf das Buch, "Der Buchenwald Report", verwiesen.

Dokumentationszentrum / Simon Wiesenthal Archiv"

Vier Prinzen bringen über 500 Seiten auf die Waage.

Material passt nicht in einen grossen Kleiderschrank.



Wieviel Buchstaben entfallen auf einen Toten aus Dora Mittelbau wenn die Dokumentation 33 Blatt umfasst ? Nicht ein Buchstabe.

Informationsdichte Israels und der USA sind vergleichbar, Interessenlage vielleicht auch.

Eine Berichterstattung zur Kontroverse um Kammlers Tod kann hier nachgelesen werden

israelnationalnews

depublizierter Film aus ZDF History

depublizierter Film

Freitag, 11. Juli 2014

Weiterer Artikel mit Zitaten aus den Vier Prinzen

Wurde freundlicherweise auf folgenden Beitrag  hingewiesen.

http://www.rainer-karlsch.de/#!aktuelles/c223s

Auch dieser Artikel zitiert aus den Vier Prinzen.

Ausserdem bin ich gebeten worden, eine Stellungnahme zu den Ausführungen abzugeben.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich in der Lage sein werde, zu Kristian Knaacks Beitrag ("Ein Lügendickicht von Kammlers SS-Getreuen") etwas beitragen zu können.

Wenn ja werde ich in einem up-date hier etwas posten. Wenn nein, dann ist es besser, zu schweigen und abzuwarten bis die US Amerikaner die Schatulle mit den Staatsgeheimnissen öffnen.

So stelle ich mir die Schatulle vor:



Let´s wait and see

Freitag, 4. Juli 2014

Zurück zum Schwerpunkt der Vier Prinzen, mit Volldampf wird Vermögen des letzten regierenden Fürsten gestohlen

Hier ein sehr klares Beispiel einer Vermögensentziehung

Der selbsternannte Fürst, der sich seines Namens nicht klar ist, deklariert, was dem letzten regierenden Fürsten gehörte.

Wie in Steyrling bei einem 10.000 hektar grossen Forstgut, so bei einer Dampfmühle

Wolrad Prinz zu Schaumburg-Lippe, Nutzniesser des NS Systems sagt was wem gehört, vor allen Dingen ihm
Dabei setzt es er sich gegen gerichtliche Feststellungen durch. Das gelingt 1936 weil das NS System Rechtsbruch fördert,

Siehe hier


Donnerstag, 3. Juli 2014

Buch Vier Prinzen Kammler und von Behr im Artikel von Rainer Karlsch "ein inszenierter Selbstmord" zitiert


In der von Prof. Dr. Wolfgang Benz u.a. herausgegebenen 
ZEITSCHRIFT FÜR GESCHICHTSWISSENSCHAFT
62. Jahrgang 2014, Heft 6
kann der 
ARTIKEL von
RAINER KARLSCH: Ein inszenierter Selbstmord
Überlebte Hitlers „letzter Hoffnungsträger“, SS-Obergruppenführer Hans Kammler, den Krieg?, S. 485–505
nachgelesen werden.

Mehrfach und gleich zu Beginn wird das Buch Vier Prinzen zu Schaumburg-Lppe, Kammler und von Behr zitiert (S. 486 Fussnote 9 und Seite 487 Fussnoten 10 und 11).

Zitat: Der Biograf der Prinzessin äussert Zweifel an ihrer Schilderung: "Hatte sie die Absicht, ein bestimmtes Bild oder eine Legende in Umlauf zu bringen, so war sie sehr wohl in der Lage "kreativ" zu werden".

verworfene Collage 


Buch erhältlich bei:





Mittwoch, 2. Juli 2014

Bis dass der Tod sie scheidet, Adolfs und Ellens Tod

Adolf und Ellen starben gleichzeitig. Der Tod schied sie. Doch anders als sonst bei Ehegatten. Es gab weder Witwe noch Witwer,

Und vielleicht taucht doch ein Testament auf.

Vielleicht ein Erbvertrag.

War ein Erbvertrag Tatmotiv für ein Attentat auf das Flugzeug ?

Wo ist der Erbvertrag ?

Interessant ist § 2290 BGB

Aufhebung durch Vertrag

(1) Ein Erbvertrag sowie eine einzelne vertragsmäßige Verfügung kann durch Vertrag von den Personen aufgehoben werden, die den Erbvertrag geschlossen haben.

Nun sind aber beide kinderlosen Ehegatten gleichzeitig verstorben.

Das vereinfacht die Angelegenheit etwas....

 

Verdacht erhärtet sich: Kammlers Tod 1945 inszeniert ?

Ingeborg Alix zu Schaumburg-Lippe beschrieb am 29 April 1951 in einem an Jutta Kammler gerichteten Brief, wie Hans Kammler während des Prager Aufstandes in Prag am 8. Mai 1945 ums Leben gekommen war.

Sonderbar  dass die extrem genaue Beschreibung von Einzelheiten sechs Jahre nach Kammlers Tod verfasst und der Witwe (erstmals) übersendet worden war.

In einem der letzten Beiträge hier in diesem blog wurde darauf hingewiesen, dass eine mögliche Erklärung für den Brief gefunden werden könnte, wenn es zum Zeitpunkt des Briefes einen gewichtigen Grund für ein derartiges Schriftstück gäbe,

Im Brief erklärt Ingeborg Alix, dass sie erst jetzt schreiben könne, weil sie Frau Kammler zuvor nicht hätte kontaktieren können. Der Brief ist so gefasst, als sei es ein menschliches Bedürfnis von ngeborg Alix, der Witwe zu erklären, wie ihr Mann starb.

Das könnte stimmen.

Doch wenn man folgendes Detail kennt sieht die Sache  anders aus.

Heute erfuhr ich, dass der Minister für politische Befreiung (Hessisches Staatsministerium) Abwicklungsamt unter dem Aktenzeichen C/II Tagebuch Nr. 3119/51, Zentralspruchkammer, in Sachen Rentenanspruch der Witwe Kammler ein Verfahren führte. Es betraf Hans Kammler, geb. 26.8.1901, verstorben Az. SKK III  727/49. Der mir vorliegende Auszug aus der Akte ist datiert vom 5 Mai 1951, eine Woche nach Ingeborgs Brief.

Ich gehe davon aus, dass das Schreiben Ingeborgs in Zusammenhang mit diesem Verfahren zu sehen ist, weniger mit einer mesnchlichen Geste zwischen seelenverwandten Damen.

Sonntag, 29. Juni 2014

Kammlers Ende; Briefe von Ingeborg Alix zu Schaumburg-Lippe

An der Urheberschaft der Briefe von Ingeborg Alix zu Kammerls Tod habe ich keine Zweifel. Ich kenne ihre Handschrift und habe darüber hinaus eine weitere Schriftprobe aus einer Akte des Bundesarchivs (Akte NS 19/3102) fol 1-4).




Die Unterschrift des Briefes  vom 31.3.1955 in dem Kammlers Tod beschrieben wird

Imheborg Alix Prinzessin zu Schaumburg-Lippe
Herzogin von Oldenburg


Wie steht es mit der Glaubwürdigkeit des Inhaltes der Briefe ?

Es stimmt befremdlich, wenn aus dem Adressatenkreis eines perönlich formulierten Schreibens eine absolute Unkenntnis über die Verfasserin des Briefes kundgetan wird. Nachfolgende Notiz (Urheber unbekannt) lässt Zweifel darüber aufkommen, ob die persönliche Beziehung "echt" ist.


Nun zum Inhalt der Briefe, die den Tod Kammlers beschreiben. Ich stelle die banale Frage: Wieso schrieb Ingeborg Alix Familienangehörigen Kammlers die sie offensichtlich nicht einmal vom Hörensagen kannten. Und wieso beschrieb sie 6 und 10 Jahre nach dem angeblichen Tod Kammlers dessen Tod ?

Wollte sie sich in eine Protagonistenrolle bringen, wollte sie sich selbst darstellen ? Es sieht nicht so aus, weil sie in ihren Bänden (Bunte Bilder und bewegte Zeiten) über Himmler, Heydrich, Goebbels, Göring in positivem Ton schrieb und erklärte mit allen regulär herzlichen Umgang gehabt zu haben.  Über Kammler verlor sie nie ein Wort.

Es sieht so, als habe es Bedarf für eine schriftliche Beschreibung von Kammlers Tod gegeben. 

Man müsste prüfen, ob 1951 Kammlers Tod in Frage gestellt worden war. 

Sollte es so gewesen sein, so gäbe es eine chronologisch passende Erklärungsmöglichkeit für den Brief.

Der Brief der Kammlers Tod beschrieb wäre dann ein Indiz für die mögliche Unrichtigkeit der Aussage, dass Kammler 1945 in Prag starb.

Vier Prinzen Bücher erhältlich bei:



Mittwoch, 11. Juni 2014

Kammlers Tod in Prag ein fake dank Ingeborg Schaumburg-Lippe ?

Wie bereits hier am 17 April mitgeteilt kündigt Zdf History an, über Materialien und Quellen zu verfügen, die belegen sollen, dass Hans Kammler im Rahmen des paperclip Programms in die USA verbracht wurde, wo er 1947 Selbstmord verübte.

Bestätigt sich dies, so ist der detailgetreue Brief von Ingeborg Alix zu Schaumburg-Lippe eine grandiose Lüge. Er belegt auch, dass der Brief ein Fluchthilfeinstrument war. Zugleich belegt er den Grad der Verbundenheit.

Der Brief kann im Buch Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe, Kammler und von Behr nachgelesen werden.

link zur FU Berlin

ZDF HISTORY    (Minute 6:23, keine Quellenangabe, obwohl die Quellenangabe wichtig ist. Sie ist den Autoren des Films bekannt. Sieht nach Kalkül aus. Quelle kann in genanntem Buch nachgelesen werden). Sieht so aus als sei die Quelle politisch unkorrekt. Auf wen wird hier Rücksicht genommen ?

Wenn die Beschreibungen im Brief von Ingeborg Alix stimmen sollten, so handelte es sich bei dem Gebäude in dem sie mit Hans Kammler und dem Befehlshaber der Waffen SS Graf von Pückler-Burghauss in Prag kurzzeitig weilte um das heutige Gebäude der Jurafakultät in Prag. Dort befand sich der Sitz des Befehlshabers der Waffen SS. Anschrift damals: SS-Standortkommandantur, Juristische Fakultät der Karls-Universität, Nürnberger Strasse, in der Nähe der Mendel Brücke

Siehe auch

Prag in May 1945

An der Wand befindet sich diese Gedächtnistafel


Pamětní deska Obětem 2. světové války


Autor: Vladimír Štrupl, 16.05.2005
Umístění: Praha 1, náměstí Curieových 901/7, napravo od vchodu do Právnické fakulty UK
Nápis:
ZA VĚRNOST PŘÍSAZE, ZA VĚRNOST K PRAPORU HNUTÍ,
ZA VĚRNOST VLASTI AŽ K SMRTI, NA NEHYNOUCÍ PAMĚŤ PŘÍŠTÍM GENERACÍM.
ZA OZBROJENOU AKTIVNÍ ČINNOST V NÁRODNÍM BOJI ZA OSVOBOZENÍ BYLI V ZAJETÍ DNE 5.V.1945 NA TOMTO MOSTĚ A V OKOLÍ POPRAVENI A DO VLTAVY SVRŽENI PŘÍSLUŠNÍCI BÝV. VOJ. ILL. HNUTÍ „VĚRNÝ PES“ JINONICE-RADLICE:
POR. V ZÁL. DR. ING. JIŘÍ KADELA,
DOBROVOL. KVĚTOSLAV BUKOLSKÝ,
PPL. DĚL. OTOKAR HÁVA,
DOBROVOL. ANTONÍN KAŠPÁREK,
DOBROVOL. JOSEF ŠAFRA, S
AMOSTATNĚ BOJUJÍCÍ DOBROVOLNÍCI:
JAN BENDA, JUC. BEDŘICH HAMPACHER, JOS. KŘEMEN, JAROSLAV NOVOTNÝ A DALŠÍ SKUPINA NEZNÁMÝCH BOJOVNÍKŮ.
ČEST JEJICH PAMÁTCE.

Centrální evidence válečných hrobů: je evidován, CZE-0001-20512
Pomník přidal: Vladimír Štrupl



Jura Fakultät Prag  rechts neben Eingang die Gedächtnistafel
In einem Brief vom 29. April 1951, verfasst in Rastede, Oldenburg, schilderte Ingeborg Alix die Geschehnisse in den Tagen vom 30. April bis zum 8. Mai 1945 in Prag. Kammler war zum 9. Mai 1945 durch Beschluss des Amtsgerichtes Berlin-Charlottenburg vom 7. September 1948 bereits für tot erklärt worden.

Kammler hat eine durchaus überragende zeitgeschichtliche Bedeutung. Die Frage, ob er in Prag am 9. Mai 1945 ums Leben kam oder nicht, gehört zu den größten Geheimnissen, vergleichbar mit den ungeklärten Fragen, ob Bormann die Flucht gelang oder ob das Bernsteinzimmer verbrannte.

2006 berichtete ich meinem ersten Buch über Kammlers Untertageverlagerungen. Das Buch ist auf den Dokumentenserver der FU Berlin frei einsehbar. Ich nehme Wissenschaftsfreiheit in Anspruch. Ich gewähre jedem, der ein Interesse daran hat, die Möglichkeit, kostenlos auf meine Recherchen aus dem Jahr 2006 zuzugreifen. 

Ich möchte mit diesem zweiten Buch jedem die Gelegenheit geben, Auszüge aus jenem Brief lesen zu können, den Ingeborg Alix ca. 7 Jahre nach Kriegsende an Frau Jutta Kammler schrieb. Private Aspekte bleiben außen vor. Nach Abwägung der Interessenslage komme ich zum Ergebnis, dass das absolute „Geheimhaltungsinteresse“  zurückzutreten hat. Ich gebe den Wortlaut des Briefes in Auszügen wieder:

„Nun will ich aber nicht länger warten, denn es drückte mich sehr, daß ich das Versprechen, das ich Ihrem lieben Mann gab, immer noch nicht einlösen konnte.

Frau Kammler, ich war bis fast zur letzten Minute mit Ihrem Mann zusammen und ich bin dankbar dafür, denn er stand in jenen furchtbaren Tagen als aufrechte, tapfere und treue Persönlichkeit mitten im Chaos.-

Lassen Sie mich die Begebenheiten vor 6 Jahren rekonstruieren, so gut es geht und noch einmal soll alles wieder Leben gewinnen, was damals die Stunden mit Grauen aber auch mit Grösse erfüllte –damals in Prag.-

Ich selbst war dorthin verschlagen worden und erhielt den Auftrag, für die Herausführung der Frauen und Kinder zu sorgen. Prag lag in seinem schönsten Frühlingsschmuck, als Ihr Mann energiegeladen, wie ein Sturmzeichen, erschien. Es muss am 30. April gewesen sein. Noch war alles friedlich, obwohl die Haltung der Bevölkerung unfreundlich wurde. Dabei lebten sie wie im tiefsten Frieden. Ich erinnere mich noch des schreienden Unterschiedes, als ich aus einem Kessel kommend nach tagelangem Umherirren und in entsprechendem Aufzug in diese elegante Stadt kam, in der die Menschen -Uniformierte u. Civilisten- gebügelt und geschniegelt durch die Strassen gingen !

Als Ihr Mann erschien, brachte er die erste zuverlässige Schilderung der Zustände in Bayern. Seine drastischen Erzählungen über die herrschenden Zustände dort, die Haltung der höheren Chargen werde ich nie in meinem Leben vergessen, aber ich möchte sie hier nicht wiederholen. Sie werden sie voraussichtlich kennen, denn, wenn ich mich nicht irre, hatte Ihr Mann noch dafür gesorgt, daß Sie mit den Kindern an einen ruhigen Ort gekommen sind.

Abends sassen wir beim Grafen Pückler, dem B.D.W. (Anmerkung Verfassers: es müsste eigentlich B.D.W. SS heißen, der Beauftragte der Waffen-SS. Ist die Bezeichnung absichtlich falsch?), wo ich auch wohnte-seine Familie war schon fort, die Gräfin ist eine Cousine von mir, und waren auch zusammen, als die Nachricht vom Tode des Führers durchkam. Es war ursprünglich der Wille Ihres Mannes nach Berlin zu gehen. „Da gehört man jetzt hin !“ sagte er in seinem kurzen Ton. Aber er kam nicht mehr durch.- Als die Katastrophe dort ihren Höhepunkt erreichte, begann es in Prag zu brodeln.

Am 4. Mai morgens um 9 Uhr durchquerte ich die Galerie des enormen Treppenhaus unseres Dienstgebäudes, daß am Ufer der Moldau gegenüber der Hradschins lag. Gerade trat Ihr Mann durch die großen Glastüren, die den Vorplatz von einer Art Halle im untersten Stock trennte. Man konnte aus allen Etagen hinuntersehen. Der Bau war aus Beton und sehr hellhörig. Mein Büro lag auf derselben Höhe, wie die Diensträume des B.D.W. Ihr Mann kam mit federnden Schritten die Treppenstufen heraufgegangen, sein Gesicht drückte Zorn und Verachtung aus, seine dunklen Augen sprühten Empörung! Mit schallender Stimme rief er mir zu : „ Prinzessin ! Die Schweine haben auf Er schleuderte diese Worte in den Raum, daß es hallte! Mit dem Schuss des „blauen Polizisten“ von seinem Verkehrsturm aus brach der Aufstand los! Ihr Mann besprach mit Graf Pückler die Lage. Die ganze Stadt verwandelte sich innerhalb kürzester Frist in Kriegsgebiet. Frauen und Kinder strömten Schutz suchend in das Gebäude, das wir bis zum 8. Mai nicht wieder verliessen. Es wimmeltevon Soldaten – meist H.J.-Division. Ein Lazarett nahm die Verwundeten auf, im Keller wurde ein Massenlager für Civilisten, meist Frauen und Kinder, eingerichtet für das ich verantwortlich war. Es entstand nun eine etwas schwierige Situation dadurch, daß Pückler der Befehlshaber war, Ihr Mann aber Dienstrangältester. Hinzukam, daß er, sehr viel temperamentvoller als wie der ruhige Graf Pückler, nicht immer seine Auffassung  teilte, ersterer aber natürlich mit den dortigen sehr komplizierten dienstlichen Verhältnissen vertraut war, Ihr Mann bezog einen Raum oberhalb der Pücklerschen Diensträume und beide – Pückler, sowie auch Ihr Mann zogen mich als neutrale Person hin und wieder in ihr Vertrauen. So kam es, daß ich die Möglichkeit hatte, zwischen den beiden « Löwen » zu vermitteln und manches Missverständnis, das sich im Durcheinander jener sich überstürzender Ereignisse zwangsläufig ergeben musste, richtig stellen konnte. Ich erwähne dies nur deshalb, weil ich durch diese sich aus der Situation ergebenden Gespräche Ihren Mann gründlich kennenlernte. Herr Purucker war bei ihm mit zwei Adjutanten von denen ich nur noch den Namen Gmeiners erinnere, während der sehr junge Wehrmachtsleutnant aus meiner Erinnerung entschwand. Beide machten eine vorzüglichen Eindruck ! – ich wüsste sehr gerne , wo sie abgeblieben sind.- Am 7. Mai abends flaute das Kampfgetümmel langsam ab. Im Eingang des Gebäudes stand ein Sturmgeschütz, an allen Seiten schossen ML´s aus den Fenstern und wehrten den Sturm auf das Gebäude ab, die Häuser ringsum brannten, auf den Strassen lagen die Toten. Die Düsenjäger bombardierten die Plätze vor den Dienststellen frei und schossen mit Bordwaffen. Viele unserer Räume wiesen Schussspuren auf. Es schossen auf uns die Tschechen, die Partisanen, die losgelassenen KZ´lern von den Dächern, von den Strassen, aus den Fenstern. Frauen und Kinder wurden durch die Strassen getrieben, unsere Verwundeten ermordet oder aus den Fenstern auf die Strasse geworfen, wo sie mit zerbrochenen Gliedern liegen blieben. Dazu nahte der Russe, schoss auf die Deutschen und die Amerikaner rückten von Pilsen an-, aber dort verhielten sie ! Am 7 abends hatte ich mih auf ein Sofa gelegt, um ein Paar Stunden zu schlafen, denn am kommenden Morgen sollten wir abrücken. Die Tschechen hatten freien Abzug gewährt nach langen von Graf Pückler se hr geführten Verhandlungen ! – Der Raum, in dem sich Ihr Mann und Purucker einquartiert hatten mit den beiden Adjutanten, lag neben dem kl. Zimmer. Alle beide gehörten zum Casino. Ihr Mann bat durchgehen zu dürfen, dann blieb er aber vor mir stehen, lehnte sich auf einen Stutzflügel der am „Fussende“ meiner Schlafstätte stand und erzählte mir, wie der Abmarsch erfolgen sollte. Dann sagte er, während seine Augen in die Ferne gingen « die Amerikaner sind hinter mir her . Sie haben mir Angebote gemacht! Niemals werde ich dem Feind dienen ! Ich stamme aus einer Offiziersfamilie und der Leitspruch unseres Geschlechtes heisst : Lever tot als sklav ! Das gilt auch für mich und danach werde ich handeln. Lebendig bekommen sie mich nicht ! Sagen Sie das meiner Frau und grüssen Sie sie -falls Sie durchkommen sollten, sie ist tapfer und wird mich verstehen.“

Damals gab ich Ihrem Mann, den ich in jenen Tagen aus ganzem Herzen achten lernte, das Versprechen, daß ich erst heute einzulösen vermag und daß ich voll innerer Unruhe bis zu diesem Tage mit mir herumgetragen habe!  

Ihr Mann wollte, daß ich mit in seinen Wagen führe. Da ich aber selber einen Wagen hatte, fuhr ich in diesem. Ich sollte mich direkt an seinen Wagen anhängen. Inzwischen aber rückten die Russen heran und die Abfahrt ging sehr schnelle vor sich. Mein Wagen blieb stehen ! Als er wieder anfuhr, war Ihr Mann verschwunden, ich fuhr weiter hinten in der endlosen Kolonne. Der Motor veragte nochmals und ich wurde von einem Volkswagen, in dem ein Obersturmführer aus Arolsen in aller Eile übernommen. Dieser Stopp rettete mir das Leben, sonst wäre ich aus nächster Nähe von einem russischen Panzer beschossen worden, dessen Opfer wir aufnahmen. Nach dreimaligem Versuch aus Prag zu entkommen, gelang es endlich. Südlich Prag gerieten wir in die Masse der zurückgehenden Schörnerarmee, die alle Strassen verstopfte. Bei einem allgemeinen Halt sah ich Ihren Mann zwei Wagen entfernt hinter uns beim Übergang einer kleineren Brücke das letzte Mal. Er sass in seinem Wagen, die ernsten Augen, völlig abwesend und voll grenzenloser Trauer, gehörten –so schien es mir- nich mer in diese Welt. Mich packte grösste Sorge um ihn. Ich wollte zu ihm gehen; da ich aber einen Schwerverwundeten im Arm hielt, war es nicht möglich. Ich versuchte Verbindung mit ihm aufzunehmen, aber er hörte und sah nichts. Alles steht mir so deutlich vor Augen, als sei es gestern gewesen. Dann wendeten die Wagen, um anderswo durchzukommen, jedoch mussten wir wieder zurück. Ihres Mannes Wagen war wohl dort geblieben zusammen mit dem des Grafen Pückler, denn nach etwa 20 Minuten kam dieser, als wir unfern jener Stelle abermals hielten, mit Purucker und den Adjutanten langsam die Strasse heraufgegangen. Ihr Mann fehlte. Mir fiel der Gesichtsausdruck aller irgendwie auf, der sehr verschlossen war.

Später - als ich den nächsten Abend Pückler als Kommandant des amerikanischen Lagers- wiedertraf in der Gefangenschaft, sagt er mir, daß kurz vorher der Tod Ihren lieben Mann ereilt hatte. Im Walde, neben der breiten Strasse, sie zur Moldau führt, ist sein Grab.

Drei Tage später erwähnte Graf Pückler mir gegenüber nochmals den erfolgten Tod Ihres Mannes und ich war dabei, als ihm von anderer Seite der Heimgang Ihres Mannes sehr verspätete gemeldet wurde, und ich erinnere deutlich, daß er sagte “Die merken auch alles !” denn er schüttelte dabei den Kopf. Auch am Vorabend seines Todes erwähnte Graf Pückler nochmals das Ende Ihres Mannes und wünschte sich einen so schnellen und kampflosen Tod. Ich erwähne dies deshalb so ausführlich, weil die Gerüchte immer wieder auftauchen, daß Ihr Mann lebte. Graf Pückler aber war Augenzeuge. Auch Gmeiner sprach mit mir darüber, als er später beim Abtransport durch die Russen an den LKW herankam, in dem ich sass, da er ja gemeinsam mit mir “türmen” wollte. Ich sah ihn nie wieder. Wir Frauen wurden von den Männern getrennt und ich konnte aus einer Gehversehrtenkolonne, in die ich heimlich eingestiegen war, herausspringen, bevor die roten Kommissare mich entdeckten”.

In einem späteren Brief vom 31.3.1955 schrieb Ingeborg-Alix aus Kempfenhausen:


“In den letzten Tagen des April stiess Hans Kammler von Süd Bayern kommend in Prag zum Stabe des dortigen Befehlshabers der Waffen SS, Graf Pückler Burghauss. Ich kannte ihn schon aus dem Elsass, wo er mit dem Obergruppenführer Pohl die Schule des SS-Helferinnen Korps inspizierte, an der ich als Heimleiterin tätig war, da ich wie jede deutsche Frau unter 46 Jahren dienstverpflichtet wurde (...). Das schlimmste für ihn (Hans Kammler) war, daß er zur Untätigkeit verdammt war, sein Vorhaben zum Führer zu stossen, um neben ihm zu fallen, wenn es zuende ginge, war nach dem Ausbruch des tschechischen Aufstandes nicht mehr durchführbar. Auch hinderte ihn sein ausgeprägtes Kameradschafts-empfinden daran, uns in der furchtbaren Lage allein zu lassen. Verachtung erfüllte ihn, wennn er an jene Führer dachte, die ihre Männer allein liessen, um sich selber in Sicherheit zu bringen. Er belegte sie mit härtesten Bezeichnungen und seine Mundwinkel bogen sich verächtlich abwärts.- Eines dieser Abende kam er zu uns, während auf den Strassen die Schüsse peitschten, und sagte mir, er würde das Ende Deutschlands nicht überleben können, denn der Wahlspruch seiner Familie sei: „Lewer dot als Sklav”, er fühlte es, daß er sterben müsse. Er sagte es ganz ruhig und klar und fügte dann hinzu, daß Ingeborg-Alix es (...) später einmal sagen sollte, falls es mir beschieden sein sollte, diesen Untergang zu überleben (...). Die Revolution in Prag begann mit dem Schuss eines dortigen Polizisten auf Hans Kammler. Ich sehe ihn noch mit großen elastischen Schritten die Treppe des riesigen Treppenhauses der  Dienststelle heraufstürmen und rufen: „Diese Schweine haben auf mich geschossen wie auf einen Gangster!” Ich sollte in dem Wagen Hans Kammlers aus Prag herausfahren, als wir freien Abzug bekamen! Aber es kam anders und ich sah Hans Kammler dann noch einmal sehr nahe, als unsere Wagen einander vorbeifuhren an einer Brücke, wo ein großer Stopp war. Sein Blick ging über dieses Leben hinaus und brannte in einem tiefen Schmerz. Dann ereilte ihn kurz nachher der Tod. Das war an einem sonnigen, heissen Tag im Mai nahe der Moldau. Ich glaube heute, daß er eine Gefangenschaft kaum überlebt haben würde, er wäre menschlich kaputt gegangen-er hätte für alles grade gestanden, was er entsprechend seinem Eide tat, und die Feinde hätten ihm daraus den Strick gedreht, den sie ihm sowieso zugedacht hatten. Darüber hinaus hätte er aber eine Verachtung gezeigt, die allein schon genügt hätte, sein Leben zu verwirken! So starb er auch den Tod des freien Mannes nach seinem Wunsch! Lewer dot as Slav! Er wusste, daß die Amerikaner ihm als Fachmann Angebote machen würden, dafür hatte er Beweise. Nie hätte er sie angenommen. Das allein hätte sein Schicksal besiegelt.”

Ingeborg Alix am Hochzeitstag mit
Ehemann Stephan Prinz zu Schaumburg-Lippe



Samstag, 31. Mai 2014

Bilanz des Projektes Vier Prinzen

Die ersten Vier Prinzen erschienen im Jahr 2006 in gedruckter Form und gelangten nach der Besprechung in der FAZ in öffentliche Bibliotheken. 2008 beschenkte mich die FU Berlin mit der Gelegenheit das Buch auf dem Dokumentenserver abzulegen. Drei Gründe sprachen dafür: FAZ und SZ besprachen das Buch und ich bin ex-alumni.

Das zweite Buch, (aliud oder Anhang zum ersten Buch ?) erblickte das Licht der Welt 2013. Nach wenigen Monaten wurde es auch auf dem Dokumentenserver der FU Berlin abgelegt.

Das erste Buch weist mittlerweile hohe Zugriffszahlen aus.

Über das zweite lässt sich noch nicht viel sagen, im Vergleich zum ersten Buch in der Anfangszeit, ähnliche Werte.




Bildunterschrift hinzufügen

FU Berlin link


Sagten die Zugriffszahlen etwas über Qualität aus ? Nein.

Aber die Zahlen lassen hoffen, dass eine Auseinandersetzung mit den Inhalten im Stillen stattfindet und wer weiss ob es in Zukunft zur weiteren Aufklärung des Sachverhaltes kommen wird.









  
 
 
 
 

 






Samstag, 19. April 2014

Details zum angeblichen Vorkaufsrecht zu Gut Boldebuck

Dokumente betreffend die Kaufoption von Alexander Prinz
   zu Schaumburg-Lippe für das von der BVVG  gepachtete
                   Gut Boldebuck in Mecklenburg

Erläuternde Vorbemerkung:
Die BVVG ist die BODENVERWERTUNGS- und -VERWALTUNGS GMBH
mit Sitz in Berlin, welche im Auftrag des Bundes die aus der DDR überkommenen
Immobilien verwaltet und privatisiert.



1. Anschreiben der BVVG vom 28.3.2007  in dem erklärt wird, dass die Kaufoption für "den berechtigten Alteigentümer" vorgesehen ist und die Kaufoption nicht formgerecht ist, weil sie nicht notariell vereinbart wurde,

    plus Auszug aus dem Pachtvertrag den die BVVG mit Philipp Ernst Prinz
    zu Schaumburg-Lippe, dem Vater von Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe, geschlossen hatte:


            


            

2. Schreiben von Alexander Prinz zu Schaumburg Lippe vom 10. Juni 2009
    an die BVVG mit dem er die Geltendmachung der "Kaufoption" erklärt,
    obwohl die Feststellung des "berechtigten Alteigentümers" aussteht
    und die notarielle Beurkundung fehlt:


             

Wie üblich druckste die BVVG mit der Einsichtnahme in den Pachtvertrag, führte Arbeitsbelastung an und Datenschutz.


Nebel, Schleier, alles ausser Transparenz. Passend zum chronischen Archivverschluss in Bückeburg und Hannover….

TV Schwerin berichtet über Gut Boldebuck

TV Reportage

Es bleibt dabei:

Rechtlich relevante Unterlagen, Erbnachweise und Testamente bleiben unter Verschluss.

1991 erschlichene Vorkaufsrechte werden "respektiert". Gentlemenagreement aus alten Zeiten dürfen weder untersucht, noch aufgehoben werden.

Geschäft ist Geschäft, pacta sunt servanda, auch wenn nichts stimmt, auch nach Ansicht der Fachbehörde.

Zum TV Bericht sei noch angemerkt: Plauderton passt zur schlampigen Recherche.

Der dem TV Sender bekannte Kern wird ausgeblendet. Es geht nicht um die Frage wer Wolrad beerbt hat (auch noch der falsche Name Wolfrat wird eingespielt), sondern um die Frage wer was vom letzten regierenden Fürsten zu Schaumburg-Lippe ererbte und wieso drei Miterben wegen Unwürdigkeit auszuschliessen waren.

Qualitätsjournalismus sieht anders aus. Oder ist diese dummdreiste Berichterstattung Absicht ?


Vier Prinzen Bücher erhältlich bei:







Donnerstag, 17. April 2014

Gerücht: Hans Kammler soll 1945 nicht verstorben sein

Wie mir zu Ohren gekommen ist sollen Unterlagen aufgetaucht sein, die belegen, dass Hans Kammler 1945 nicht in der Nähe von Prag durch Selbsttötung ums Leben kam. Vielmehr sei er zu den Amerikanern übergelaufen. Er habe seine Kenntnisse in der Atomforschung in den USA weitergegeben und 1947 in den USA Selbstmord verübt.

Man darf gespannt und skeptisch sein. Dieses Jahr sollen die Belege veröffentlicht werden: das Verhörprotokoll Kammlers vom OSS (Office Strategic Services).

Hans Kammler

Indizien:

* Brief von Ingeborg Alix zu Schaumburg-Lippe in dem sehr detailgetreu der Tod von Hans Kammler beschrieben wird:


Ich halte den Brief nicht unbedingt für glaubwürdig (siehe S. 74).

* Die Witwe, Frau Jutta Kammler, beantragt 1948 beim Amtsgericht Charlottenburg ihren Mann für tot erklären zu lassen. Wenn Hans Kammler 1947 in den USA Selbstmord beging, dann konnte er in Deutschland problemlos für tot erklärt werden, auf die Todesumstände kam es nicht so sehr an.

Wenn er in den USA am paperclip Programm teilnahm, trotz der gegen ihn vorliegenden Belastungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, so war es ein Gebot der Stunde, die Geschichte unter den Teppich zu kehren.

Ich befürchte, dass selbst wenn Kammlers Kooperation in den USA zutreffen sollte, eine Offenbarung des Geheimnisses ausbleiben wird. Es wäre für die USA in der Öffentlichkeit kaum zu rechtfertigen. Oder vielleicht doch ?

update:

inzwischen vom zdf depubliziert.


(Minute 6:23, keine Quellenangabe, obwohl die Quellenangabe wichtig ist. Sie ist den Autoren des Films bekannt. Sieht nach Kalkül aus. Quelle kann in genanntem Buch nachgelesen werden). Sieht so aus als sei die Quelle politisch unkorrekt. Auf wen wird hier Rücksicht genommen ?





Mittwoch, 2. April 2014

Sponsoren gesucht: Ausgrabung an der Absturzstelle und Nachweis von Sprengstoff

Sicher ist, dass staatliche Stellen diese Initiative missbilligen werden.

Denn staatliche Stellen haben seit 1936 alles Erdenkliche unternommen, damit historische und rechtlich relevante Unterlagen verschlossen bleiben.

Deshalb kann, wenn überhaupt, nur eine private Initiative weiterhelfen.

Vielleicht gelingt es in näherer Zukunft an der Absturzstelle Reste des abgestürzten Flugzeuges zu orten. Könnte mit der heutigen Technik Sprengstoff nachgewiesen werden ?
http://m.atwonline.com/blog/lindbergh-flies-mexicana-trimotor

Detektion Sprengstoff

Ein teures Unterfangen für das sich vielleicht Sponsoren finden lassen.

Beispiel einer vergleichbaren Ausgrabung

Ausgrabung Sommer 2015
Hintergrund:


NEW YORK TIMES vom 27.3.1936, Freitag berichtete auf der Titel- und Seite 17 wie folgt über den Flugzeugabsturz bei dem Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe mit Ehefrau in Mexiko verstarb:

Amecameca, 26. März 1936

Heard engines miss fire

Observers in this little town of Amecameca, watched the giant air kiner falter as the pilots sought altitude to fly over the pass. Then they heard the engines miss fire (Fehlzündung kann einen Knall hervorrufen, aber auch eine kleine Bombe). A few minutes later, after the plane had circled the little mountain twice its pilot pointed toward Mexiko D.F, but slithered down among the rocky crap of the saddle bewtween the two volcanoes." Weiter S. 17: "The plane said a witness, of the accident, passed over the town of Amecameca flying low when it was between the volcanoes it apparently developed engine trouble, for it circled as if the pilot intended to return to the landing field. Suddenly the ship became enveloped in smoke and it crashed with great speed to the earth and burned completely." Aus dieser Berichterstattung vom 26.3. ergibt sich eindeutig ein Motorenproblem und Rauchentwicklung vor dem Absturz.

Die mexikanische Presse berichtete  schon am 28 März, dass am 26 März die Motore vergraben wurden. Genau das ist aber verdächtig nachdem Augenzeugen am Absturztag berichtet haben, dass es Fehlzündungsgeräusche gab. Die Motoren hätten auf jeden Fall untersucht werden sollen. Sie wurden aber sofort beseitigt, obwohl es 14 Todesopfer zu beklagen gab. NYT Titel lautete: "14 Die in Worst Mexican Air Crash".

Das Interessante ist dass am 27.3.1936 Compañia Mexicana de Aviacion (Filiale von Panamerican) die Windstosstheorie in Umlauf brachte die in Deutschland verbreitet wurde. Die NYT Berichterstattung war aber die erste Berichterstattung. Diario de Yucatan und Excelsior sprachen von Windstoss oder ungeklärte Ursache. Kein Wort über Fehlzündung oder engine trouble. Compañia Mexicana de Aviacion liess sofort die Motoren beseitigen.

Hier das Flugzeugmodell im Flug mit guter Sicht der Motoren:

Flug


Bei dem abgestürzten Flugzeug handelte es sich um das Flugzeug "Mexico", das 1929 in Betrieb genommen worden war und von Charles Lindbergh geflogen worden ist. Hier die verunglückte Maschine selbst

Abbildung der Maschine

http://m.atwonline.com/blog/lindbergh-flies-mexicana-trimotor

Das Kennzeichen der “México” lautete damals M-SCAN, hatte noch eine Zeit lang die US amerikanische Registrierungsnummer 9661; später lautete das Kennzeichen X-ABCB. Als es von PAN AM Mexicana de Aviación ubergeben wurde (Januar 1929) erhielt es das Kennzeichen XA-BCO.

Hier die Absturzstelle: Cerro Venacho (Hügel)

Absturzstelle

 nach Auskunft des Nationalparks Izta Popo

Nationalpark

sind die Koordenaten der als Zumpango bekannten Zone 19° 05' 30'' N und 98° 40' 38''W Die Koordenaten des Cerro Venacho, sind 19° 06' 49'' N y 98° 40' 21''W . Entfernung zum Vulkan Popocatépetl etwa 10 km SW. Mit google earth leicht zu finden.





weiterführendes Buch

ebenso S. 37 ff.

Vier Prinzen 1


Kontaktaufnahme:
Alexander@vierprinzen.com




Dienstag, 25. März 2014

Nachbildung der Explosion des Flugzeugs in dem Fritz Todt flog


(aus dem Film Speer und Er)


Todt stürzte mit einer Maschine ab, die ihm Luftwaffenmarschall Hugo Sperrle zur Verfügung stellte; die ergebnislose Untersuchung des Unfalls leitete Milch. Göring erschien, nach Speers Zeugnis, verblüffend kurze Zeit nach dem Unfall bei Hitler und bemühte sich um die Übertragung von Todt Vollmachten auf sich (Speer Erinnerungen S. 221). Aus Geschichte der deuschen Kriegswirtschaft, Dietrich Eichholz, der Zusammenbruch der wirtschaftlichen Blitzkriegkomponente, S. 56, Fussnote 80

Details zum Absturz der Heinkel von Todt S. 114 von Blaine Taylor, Hitler`s Engineers: Fritz Todt and Albert Speer-Master Builder of the Third Reich


Parallelen zum Absturz der Trimotor am 26 März 1936 in Mexiko, bei dem Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe starb, sind unübersehbar. Innerhalb von 48 Stunden liess sich Göring die Absturzberichte aus Mexiko zukommen. Innerhalb einer verblüffend kurzen Zeit bat Wolrad, Bruder des letzten regierenden Fürsten zu Schaumburg-Lippe, sich nunmehr Fürst nennen zu dürfen.

 
 



Details zum Absturz in Mexiko finden sich hier:

archivalia


Freitag, 21. März 2014

ECRA Madrid restauriert Gemälde von Carl Langhorst (Portrait Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe)

















































Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe
Gemälde von Carl Langhorst 1903
140 x 95 cm

Carl Langhorst wurde 1867 in Rahden /Westfalen geboren. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule Hannover begab er sich nach München und studierte dort an der Kunstakademie unter Carl von Marr und Gabriel von Hackl. In der Folgezeit stieg er zum Hofmaler auf und war für die Höfe von Oldenburg, Mecklenburg, Sdachsen-Altenburg und Anhalt-Dessaau tätig. Zahlreiche Porträts entstanden im Verlaufe seines Lebens.
Am 16.11.1909 wurde ihm vom Großherzog der Titel „Professor“ verliehen.

Es sollte nicht unerwähnt soll bleiben, dass Carl Langhorst ab 1930 ein NS-Befürworter war.

Author Carl Langhorst 1933

Freitag, 28. Februar 2014

Larov Brandenburg wegen Gut Sewekow (Wittstock)


LAROV Brandenburg in der Magdeburger Strasse 51 in 14770 Brandenburg an der Havel bearbeitet einen Antrag gemäss EALG auf Gewährung von Ausgleichsleistungen (Bodenreform) und Feststellung der Berechtigung.. Gut Sewekow lag in Preussen. In Preussen gab es kein Fideikommiss der Familie Schaumburg-Lippe.

Das Larov bittet mich um Übersendung des Testamentes nach meiner im Dezember 2008 verstorbenen Mutter. Das Aktenzeichen beim Larov lautet:1/2-43750-102114.

Ich habe die Gelegenheit genutzt und darum gebeten, dass im Gegenzug Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe das Testament des letzten regierenden Fürsten Adolf dem Larov vorlegen soll. er soll auch das Findbuch der Archivalien in niedersächsischen Staatsarchiven vorlegen.

Mein Vorschlag hat keine Begeisterung hervorgerufen. Mir wurde gesagt, dass unser Antrag abgelehnt werden mangels Nachweises. Ich sagte, dann tun Sie bitte dasselbe bei meinem Vetter.

Kann mir kaum vorstellen, dass das Larov Alexander auffordern wird, das Testament Adolfs vorzulegen Wird das Larov das Findbuch in Adolfs Archivalien einsehen wollen, wird es Recherchen durchführen ? Wird es den Anspruch von Alexander bejahen, obwohl sein Grossvater nur Miterbe war, obwohl sein Grossvater nachweislich dem NS System Vorschub geleistet hat. 

Das Amtsgericht Frankfurt Oder erliess Durchsuchungsanordnungen im Jahre 2007 in dieser Angelegenheit. Das Findbuch sollte in Bückeburg beschlagnahmt werden.

Lange her.
 



                                                  

Details hier:

StA Brandenburg