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Mittwoch, 24. Juni 2015

Ermittelte das Geheime Staatspolizeiamt (GESTAPA) gegen Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe 1934 wegen Homosexualität ?

In Literatur und innerhalb der Familie Schaumburg-Lippe wurde des Öfteren gefragt oder ausgesagt, dass Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe homosexuell war.

Quelle die nicht genannt werden möchte erklärte schriftlich folgendes:

"Durchaus fähiger Monarch, trotz seiner Jugend. Gute Initiativen, kluge Investments, persönliche Courage, Disziplin  und Opferbereitschaft (WK 1). Ein guter Anfang. 

Aber die Ehe mit Ellen Bischoff scheint ihn unterminiert und schließlich zerstört zu haben, anders ist so eine dramatische Persönlichkeitsveränderung nicht nachvollziehbar. 


War er psychologisch von ihr abhängig? Sexuell vielleicht? Die beiden scheinen irgendwelche dunklen Geheimnisse gehabt zu haben. Closet gay?? 


Womöglich haben die Geschwister irgendetwas gewusst, was sie nicht niederzuschreiben wagten? Es ist ein Rätsel." 


Zaghafte Hinweise nachzulesen aud Seite 19 hier:


Ein namhafter Historiker (Uniprofessor)  fragte mich explizit nach einer möglichen Homosexualität Adolfs.

Wilhelm Gerntrup erklärte in seinem Buch: Das Mausoleum im Schlosspark. Adolf II. Fürst zu Schaumburg-Lippe  habe wenig Interesse für Frauen gehabt.

Gegen ihn ermittelte 1934 das Geheime Staatspolizeiamt. Nicht dokumentiert ist, weil die Akten unvollständig sind, aus welchem Grund ermittelt wurde. Kurt von Behr hatte ihn denunziert und erwähnte ein "Verhalten".

Wie im Voreintrag hier dargelegt hatte der erste Ehegatte von Adolfs Ehefrau eine Tochter.


1934 trat diese Tochter, mit Namen Prinzessin Ellen zu Bentheim-Steinfurt, in Berlin in Erscheinung und wurde von dem Geheimen Staatspolizeiamt verhört. Sie verriet ihre homosexuellen Freunde.


Es heisst in der webseite dubistanders:

"Einige schwule Männer, die ebenfalls bei den Razzien 1934 verhaftet wurden, konnten sich später an die Prinzessin erinnern.

Der ehemalige Häftling Hans Grafe erklärte:


»Da gab es eine Frauensperson hier, die hieß Prinzessin Bentheim. Die sammelte Schwule um sich. Und diese Frau hatte selber Freude an Schwu­len, und brachte die zusammen und so, und die war da im Mittelpunkt. Sie wurde eines Tages verhaftet und man fand ihr Adressenbüchlein, und ich stand auch darin. Und da wurde ich abgeholt, früh am Morgen.«


Der Schauspieler Kurt von Ruffin, ebenfalls wegen seiner Homosexualität in Haft, stellte ihr Motiv wie folgt dar:

»Und die hat immer viele schwule Jungens eingeladen bei sich. Darunter war ein sehr junger Graf aus gutem Haus. […] und der machte sich an mich heran, warum weiß ich nicht. Ich wußte aber von seinem Bentheim-Verhältnis nichts. Und die Bentheim hat also jeden Abend, oder jeden besseren Abend 30, 40 Jungens eingeladen, die es dann bei ihr treiben mussten. Und die hat alle angezeigt.«

Was die Prinzessin dazu bewog, ihre Bekannten zu verraten, ist also unklar. Wir wissen nur, dass sie sich gerne mit schwulen Männern umgab und mit ihnen freizügige Partys feierte. Sie wurde zwar von der Gestapo befragt, aber – soweit bekannt – nicht verhaftet".

Stand Adolf Fürst zu Schaumburg - Lippe auch in dem Adressenbüchlein ?

Oder führten die Ermittlungen gegen Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe zu Prinzessin Ellen ?


Sowohl die Ermittlungen gegen Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe als auch die gegen Prinzessin Ellen fanden im selben Jahr statt und wurden von der gleichen Behörde mit Sitz in der Prinz Albrecht Strasse 8 geführt.


Gestapa Prinz Albrechtstrasse 8, Verhalten, Schaumburg-Lippe, Bentheim
Koinzidenzen ?


Sollte dies den Tatsachen entsprochen haben, so wäre es, zur Wahrung des Namens Schaumburg-Lippe, in der damaligen Zeit, um Skandale einzudämmen, diese Ermittlungen nicht publik zu machen.


Natürlich wäre Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe in der damaligen Zeit untragbar gewesen, schliesslich hätte er gegen das Gesetz verstossen.


Dass er im März 1936 bei einem Flugzeugabsturz, kinderlos, gemeinsam mit seiner Ehefrau umkam, werteten die Nazis wohl kaum als "Unglücksfall".




  



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