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Freitag, 15. November 2019

Gutachten Hohenzollern endlich einsehbar, aber enttäuschend

Grossartig dass die Gutachten nun vorliegen.

http://www.hohenzollern.lol/

und grosse Enttäuschung:

Keiner der Gutachter hat das Wort KRIEG auch nur einmal erwähnt:

Die Fragen, die die Gutachten zum Gegenstand haben, greifen zu kurz.

Etwa

1 und 2 Stetigkeit des politischen Verhaltens, Intentionen und Wirkungen

3 Mitgliedschaften und Funktionen in NS-Organisationen

4 Kandidatur Hitlers zum Reichspräsidenten im Frühjahr 1932

5 Der "Tag von Potsdam"

6 Geld- oder Sachspenden

7 Briefe an Hitler und andere NS Grössen

8 Verbindungen zum Widerstand

Denn zur Etablierung und Stärkung des NS Systems gehörte auch die Teilnahme an Kriegsvorbereitungshandlungen und Kriegshandlungen durch das Zurverfügungstellen von Ressourcen, Vermögenskörper und Strukturen.


So fällt der Name Plettenberg bei niemandem, obwohl er der Generalbevollmächtigte von Wolrad Prinz zu Schaumburg-Lippe und den "Hohenzollern" war.

Die Vermögensstrukturen und ihr Einsatz zur Stärkung des Systems und Kriegsführung werden ausgeblendet.

Auch die Fideikommisserlöschensgesetzgebung der SS die 1934 gestartet wurde wird nicht erwähnt.

Eine Ausnahme bildet Punkt 77 im Gutachten von Dr. Malinowski auf Seite 40. Dort wird die Thematik gestreift.


die eigentliche Motivation der "Oberhäupter" war das korrupte Rechtssystem das das BGB aushebelte und Alleineigentum gewährte. Hier ansatzweise gestreift von Dr. Malinowski, der das beste Gutachten geliefert hat

Wenn das Gutachten von Herrn Dr. Malinowski 5 Jahre alt ist, dann kann es die Akte Plettenberg nicht zur Kenntnis genommen haben, denn diese entdeckte ich 2017

https://www.vierprinzen.com/2019/07/kennen-bund-spk-und-lander-bb-die.html


Im übrigen sind die  Fragen (ich weiss nicht wer sie formuliert hat") falsch formuliert. Sie verhindern die umfassende Prüfung der Frage, ob ein erhebliches Vorschubleisten vorlag.

Der wichtigere zu erforschende Ansatz wäre:

Militarisierung von zivilem Vermögen durch die von der SS speziell für den "Adel" entworfene Fideikommisserlöschensgesetzgebung. Lassen sich bei Zugrundelegung dieses Mechanismus  die Kooperationen und Interaktionen zwischen Adel und NS-System einordnen ? Es geht um Kriegsvorbereitung, Krieg und die Hoffnung auf Sieg und Beute die geteilt werden soll.

Ich respektiere die Mühe und den Einsatz der Gutachter. Aber ich habe auch den Eindruck dass sie durch die 8 Fragen irre geleitet wurden. Vielleicht können die Herren Dr. Brandt und Dr. Malinowski diesen Aspekten bei Gelegenheit nachgehen.

Pyta schrieb zu Brandt und Malinowski:

"Die Gutachter Brandt und Malínowski - sowie der sich die Position dieser Gutachter zueigen machende Bescheid des LARoV vom 24. September 2014 - haben sich in ihren Stellungnahmen zu diesem Punkt auf den Standpunkt gestellt, dass der Kronprinz durch seine Empfehlung an die deutsche Bevölkerung, im zweiten Wahlgang der Reichsprisídentenwahl für Hitler zu stimmen, die Errichtung der nationalsozialistíschen Diktatur vorangetrieben bzw. begünstigt habe und dass er somit durch diese Handlungsweise dem Nationalsozialismus im Sinne der Bestimmungen des § 1, Abs. 4 des AusglLeistG Vorschub geleistet habe."

Das ist ein Nebenaspekt. Vorschub leistet jemand der "Schubkraft" entfalten kann und das ist jemand der seine Resssourcen, seine Vermögenskörper u n g e t e i l t einsetzt. Quid pro Quo: befreie mich von BGB Bindungen und ich setze meine Vermögenskörper ungeteilt ein, zur Kriegsführung. Wir teilen dann die Kriegsbeute.

gibt-es-einen-unterschied






Adolf  Fürst zu Schaumburg Lippe, Gastgeber in Bückeburg





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