Follow by Email

Donnerstag, 4. April 2013

Collage: Cover der Memoiren Karl Dreiers (Präsident der Landesregierung Schaumburg-Lippe)


angekauft vom Staatsarchiv Bückeburg

"platzte bald darauf die Bombe" 

Kontakt: 
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com

Mittwoch, 3. April 2013

Kurt von Behrs Sterbeurkunde und die seiner Ehefrau (Selbstmord in Schloss Banz, 20. April 1945)






Kurt von Behr und Ehefrau Joy



Archives de ministere des affaires estrangers
Z.240-isd-4 Guerre civile Livraison de materiel de guerre




Kontakt: 
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com


Ernst August von Hannover Ariseur













siehe Vier Prinzen
Seiten 192, 193


Kontakt: 
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com


Mittwoch, 23. Januar 2013

Wahlsieg für Rot-Grün in Niedersachsen, eine Chance für mehr Transparenz

Stefan Wenzel

Dass es zu einem Regierungswechsel gekommen ist freut mich, insbesondere weil ich  berechtigte Hoffnungen hege, dass es mehr Transparenz geben wird. Es besteht eine einmalige Gelegenheit, dass eine ernsthafte Aufarbeitung der niedersächsischen Landesgechichte stattfindet. So wie Joschka Fischer die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit des Auswärtigen Amtes in Auftrag gab, wünsche ich mir, dass eine Regierung an der Herr Wenzel beteiligt ist, beispielsweise den "Kopf-report" ( S. 224 in Vier Prinzen )  freigibt oder die Findbücher in Sachen Schaumburg-Lippische "Fideikommissauflösung" einschliesslich Familienarchiv zugänglich macht. Vielleicht gelingt es ja, Adolfs Testament bekanntzugeben. Eine Legislaturperiode steht bevor. Man/frau darf gespannt sein. 


update: 19.2.2013

Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz


Vielleicht gelingt es ja doch eines Tages, dass Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe das Testament von Adolf fürst zu Schaumburg-Lippe an das Nachlassgericht abliefert. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben.



siehe auch:

Das parallele Unrechtssystem

Kontakt: 
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com









Freitag, 19. Oktober 2012

Vier Prinzen in der Adelsforschung angekommen

Auch wenn es einigen missfällt werden die Vier Prinzen zur Kenntnis genommen: 

Buchbesprechung von Prof. Dr. Eckart Conze  in der FAZ Nr. 74, Jahr 2007 Seite 7 unter der Rubrik "das politische Buch" Titel der Besprechung:  Blaues Blut und braune Brut

Buchbesprechung von Ralf Husemann unter der Rubrik "das politische Buch" in der Süddeutschen Zeitung vom 5.3.07, Titel der Besprechung: Geschäft auf Gegenseitigkeit

Adel und Nationalsozialismus im deutschen Südwesten
Band 11 von Stuttgarter Symposion
Autoren Rainer Achim Blasius, Stuttgart (Germany)
Herausgeber Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Verlag Braun, 2007
Original von University of Michigan

Der 20. Juli 1944--Profile, Motive, Desiderate: XX. Königswinterer Tagung, 23.-25. Februar 2007
Band 10 von Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli, Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944
Autor Mathias Lutz
Herausgeber Stephen Schröder, Christoph Studt
Verlag LIT Verlag Münster, 2008

Die Herausforderung der Moderne: Adel in Südwestdeutschland im 19. Und 20. Jahrhundert viertes Symposion "Adel, Ritter, Ritterschaft vom Hochmittelalter bis zum modernen Verfassungsstaat"(17./18. Mai 2007, Schloss Weitenburg)
Band 67 von Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde
Herausgeber Sönke Lorenz, Eckart Conze
Verlag Thorbecke, Jan, 2009


Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Bd. 2: Personen
von Wolfgang Benz (Herausgeber) Dezember 2009, De Gruyter, S. 727, Hannes Ludyga

Schaumburger Nationalsozialisten: Täter, Komplizen, Profiteure
Band 17 von Kulturlandschaft Schaumburg
Herausgeber Frank Werner
Verlag Verlag für Regionalgeschichte, 2010

Adel in Hessen: Herrschaft, Selbstverständnis und Lebensführung vom 15. bis ins 20. Jahrhundert
Band 70 von Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen
Autoren Eckart Conze, Alexander Jendorff, Heide Wunder
Verlag Historische Kommission für Hessen, 2010

Deutsche Nationalbibliographie und Bibliographie der im Ausland erschienenen deutschsprachigen Veröffentlichungen: Monographien und Periodika--Halbjahresverzeichnis, Band 2;Band 4

Adel verbindet - Adel verbindt. Elitenbildung und Standeskultur in Nordwestdeutschland und den Niederlanden vom 15. bis 20. Jahrhundert / Elitevorming ... en de Nederlanden van de 15e tot de 20e eeuw von Meinhard Pohl, Bernd Walter Maarten van Driel

Das Mausoleum im Schlosspark. Fürst Adolf II. zu Schaumburg-Lippe und das Mausoleum in Bückeburg, Merlin Verlag, Gifkendorf 2010, Wilhelm Gerntrup


Gerhart Hauptmann: Bürgerlichkeit und großer Traum, Peter Sprengel, Beck Verlag, 2012

Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes, 1871-1945

https://ns-reichsministerien.de/2018/02/16/friedrich-christian-prinz-zu-schaumburg-lippe/


Reichtum in Deutschland: Akteure, Räume und Lebenswelten im 20. Jahrhundert (Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte) 2019

von Eva Maria Gajek (Herausgeber), Anne Kurr (Herausgeber), Lu Seegers (Herausgeber)


Das neue Buch

Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe, Kammler und von Behr




Besprechung von Dr. Klaus Graf  in archivalia:


An dieser Stelle sei ihm herzlich gedankt.

http://goo.gl/j3Vhd9



In der von Prof. Dr. Wolfgang Benz u.a. herausgegebenen 
ZEITSCHRIFT FÜR GESCHICHTSWISSENSCHAFT
62. Jahrgang 2014, Heft 6
kann der 
ARTIKEL von
RAINER KARLSCH: Ein inszenierter Selbstmord
Überlebte Hitlers „letzter Hoffnungsträger“, SS-Obergruppenführer Hans Kammler, den Krieg?, S. 485–505
nachgelesen werden.

Mehrfach und gleich zu Beginn wird das Buch Vier Prinzen zu Schaumburg-Lpp, Kammler und von Behr zitiert (S. 486 Fussnote 9 und Seite 487 Fussnoten 10 und 11).




BESTELLUNGEN:


Kontakt: 
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com

Preis 18 euro plus 5 euro Versand

Sonntag, 13. Mai 2012

Transparenzoffensive: Testament des Fürsten Georg zu Schaumburg-Lippe


 Das Testament von Georg Fürst zu Schaumburg-Lippe, verstorben im Jahr 1911 kann hier eingesehen werden, weil mir ein Exemplar vorliegt. Ich bekam es von meiner Mutter die es von meinem Grossvater Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe erhielt.

Nur diesem Umstand ist es zu verdanken, dass es einsehbar ist. Die Verwahrer von Nachlassunterlagen verweigern die Herausgabe oder Einsichtnahme mit dem Argument, diese Unterlagen könnten von mir falsch interpretiert und ausgelegt werden.

Das nenne ich prophylaktisches, proaktives Handeln. Man kann es auch als Urkundenunterdrückung bezeichnen.

Dieses Testament zum Beispiel ist deshalb brandgefährlich, weil es darin heisst, dass Besitzungen in Ungarn und Südamerika nicht zum Fideikommiss gehören. Sie sind Georgs Privatvermögen.

Beerbt wird er von seinem Sohn Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe.







Wenn Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe erhebliches nicht zum Fideikommiss gehörende Privatvermögen seines Vaters erbte, im In-und Ausland, so macht es wenig Sinn zu behaupten, er sei 1936 vermögenslos verstorben sein.

Weder in Ungarn, Österreich, Mecklenburg Vorpommern, Preussen noch in Argentinien wurde jemals Fideikommiss geschaffen.

Dies wird mit einer öffentlichen Urkunde eines Nachlassgerichtes bestätigt und diese Urkunde datiert aus dem Jahr 1919, ein Jahr NACH Abschaffung der Monarchie.

Im Bestand L121a Nr. 5156 des Amtsgerichts Abt. 2 Bückeburg Aktenzeichen 12/19 findet sich ein jahrzehnteland "verschollener" Erbschein nach Georg Fürst zu Schaumburg-Lippe.

Darin heisst es:

Fürstliche Hofkammer
B. 248 II

Bückeburg, den 3 Februar 1919

An den Herrn Präsidenten des  Landgerichts 
hier

Für Hochwohlgeboren hatten uns unter dem 30.V.1911 eine bescheinigung ausgestellt, dass Seine Hochfürstliche Durchlaucht der Fürst Adolf zu Schaumburg-Lippe vom Hochseligen Fürsten Georg zum Erben seines gesamten nicht zu Fideikommissarischen Hausgute gehörigen Vermögens insbesondere auch der Besitzungen im deutschen Reiche, in Ungarn, Slavonien und Südamerika eingesettzt sei und dass zu den erstgenannten u.a. auch das Gut Grabowhöfe c.p. Louisendfeld und Sommerstorf im ritterschaftlichen Amte Nienstadt in Mecklenburg gehöre.

Wirtschaftlich zu diesem Gute gehört eine 78 qm grosse "kleines Eisenbahngrundstück" genannte Parzelle am Bahnhof Grabowhöfe, die aber ein besonderes Grundbuchblatt hat und noch auf den Namen des Fürsten Georg steht. Der amtierende Richter hat die Umschreibung dieser Parzelle in der obengenannten Bescheinigung verweigert Seiner Hochfürstlichen Durchlaucht des Fürsten Adolf verweigert, weil diese Parzelle in der obengenannten Bescheinigung nicht besonders aufgefúhrt war, und hat die Beibringung eines Erbscheins gefordert.

Euer Hochwohlgeboren bitten wir demgemäss ergebenst um Ausstellung einer Bescheinigung, dass Seine Hochfürstlichen Durchlaucht der Fürst der Erbe des gesamten Grundbesitzes im deutsche Reiche nach dem hochseeligen Fürsten Georg ist.

Das Landgericht antwortete dass es nicht zuständig sei und verwies an das Amtsgericht Bückeburg. Dieses könne nach Paragraf 2353 des BGB einen allgemeinen Erbschein erteilen. Bückeburg, den 4 Februar 1919.

Paragraf 2353 BGB lautet heute noch:

Das Nachlassgericht hat dem Erben auf Antrag ein Zeugnis über sein Erbrecht und, wenn er nur zu einem Teil der Erbschaft berufen ist, über die Größe des Erbteils zu erteilen (Erbschein).

Das Nachlassgericht erliess antragsgemäss den Erbschein und stellte für und gegen jedermann fest, dass Adolf den gesamten privaten nicht zum Hausgut gehörigen Besitz Georgs geerbt hatte und zwar auf der Grundlage des BGB, am 19 Februar 1919, nach der Abschaffung der Monarchie.

Adolf war somit rechtmässiger Eigentümer des ererbten Grundbesitzes Georgs.

Um das zu verstehen muss man nicht Jura studiert zu haben.

Wie soll Adolfs Besitz Fideikommiss gewesen sein ?

Eine NS Machenschft mit dem einzigen Ziel sich rechtswidrich den gesamten Besitz zuzueignen. Möglich wurde es, weil das NS System mitspielte. Ein Landgericht im Jahre 1919 hätte nicht mitgespielt. Ein Blick in die Erbscheinsakte 12/19 genügt.

Natürlich ist derjenige der sich die Mühe macht den Schwindel aufzudecken ein Verschwörungstheoretiker.




Kontakt: 
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com

Vier Prinzen beim Dokumentenserver der FU Berlin

Vier Prinzen Bücher auch erhältlich bei:


Transparenzoffensive: Marie Annas (Fürstin zu Schaumburg-Lippe) Nachlassabrechnung








Nicht befremdlich ist, dass das Palais in Bückeburg 1918 Fürst Adolf zu  Schaumburg-Lippe vermacht wurde. Da Adolf 1918 abdankte, er somit keinerlei Gesetzgebungsbefugnisse mehr hatte, ist es um so befremdlicher, dass er 1936 vermögenslos verstorben sein soll.


Kontakt: 
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com

Vier Prinzen beim Dokumentenserver der FU Berlin

Dienstag, 20. März 2012

Steinbruch Steinbergen Messingberg Laterit

ein interessanter thread zur Thematik:

Laterit (Untertageverlagerung)

findet sich hier:

explorate Forum

Meine Kommentare im genannten forum:

Laterit wird immer in Zusammenhang mit dem Unternehmen "Schaumburger Steinbrüche Steinbergen" SSS zitiert. Ende 2005 stellte ich mein Buch Vier Prinzen fertig. In jener Zeit kam es zu einem heftigen Bergrutsch. Interessant war, dass genau in jener Zeit, als ich recherchierte, die SSS umfirmierte in Norddeutsche Naturstein GmbH. Vielleicht war SSS angesichts der Recherchen kein geeigneter Name. Im April 2006 kam mein Buch heraus. Laterit wurde immer mit SSS in Verbindung gebracht. Nun bringt niemand Laterit mit der NNG in Verbindung.

Krassmann hat anscheindend 1996 grosse Hohlräume erwähnt und diese in einem Atemzug mit Laterit in Verbindung gebracht.

Bitte in meinem Buch nochmals Seite 159 ansehen. Ich habe den Eindruck, dass das Unternehmen SSS, jetzt NNG ganz genau weiss, dass im Messingberg grosse Stollenanlagen existieren. Es handelte sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Untertageverlagerungen in denen hunderte von Zwangsarbeiter ermordet wurden. Die 37 entdeckten Leichen waren nur die Spitze des Eisberges. Schmidt, der Steinbruchbetreiber sagte in seinem Verhör: "Ich wurde in meinem Betrieb von einem Flüchtling darauf angesprochen, ob ich wüsste, wie viel hundert Tote auf meinem Grundstück begraben seien". (S. 158 der Vier Prinzen). Starben diese hunderten bei der Herstellung der grossen Hohlräume (Laterit) ? Habe gelesen, dass die Decknamen einem Schema folgten: U-Verlagerungen wurden mit Decknamen bezeichnet, dafür wurde folgendes Schema verwendet:

Gruppe 1 - U-Verlagerungen im Bergbau:
Für Schachtanlagen wurden als Tarnnamen Tiernamen (Dachs, Eber, Labrador, Löwe, Maultier, Ratte...) verwendet.

Für Stollenanlagen wurden Fischnamen und Reptiliennamen (Schlammpeitzger, Forelle, Hecht, Lachs, Salamander...) als Decknamen gebraucht.

Gruppe 2 - U-Verlagerungen in Tunneln:
Eisenbahn und Strassentunnel wurden mit Vogelnamen (Rebhuhn, Falke, Meise I, Goldammer, Dompfaff, Spatz Kauz, Buchfink...) bezeichnet.

Gruppe 3 - U-Verlagerungen in Festungswerken:
Als Tarnnamen wurden Bezeichnungen aus dem Pflanzenreich (Walnuss, Schachtelhalm, Ginster...) genommen.

Gruppe 4 - U-Verlagerungen in natürliche Höhlen:
Hier wurden numismatische Bezeichnungen verwandt (Krone, Taler, Heller....)

Gruppe 5 - Für U-Verlagerungen zu erstellende Neubauten:
Für Neubauten von Stollenanlagen wurden Namen aus der Gesteinskunde (Zeolith, Eisenkies, Malachit, Laterit) verwendet.

Gruppe 6 - Sonderbaumaßnahmen von U-Verlagerungen (Führerhauptquartier, U-Bootbunker etc.):
Hier wurden Vornamen (Diana, Nanni, Richard, Rita, Valentin) vergeben

Bei Laterit ging es demnach um den Neubau einer Stollenanlage. Frage: wurde der Neubau in Angriff genommen oder blieb es bei einem unrealisierten Projekt ?

SSS schweigt. Der Eigentümer des Messingberges auch. Er heisst. Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe.

ein interessanter link hier:

Die Höhlen im Messingberg bei Bückeburg

In dem forum explorate wurde ich gefragt, woher ich die Liste der Toten bekommen hätte.

Die Liste der Toten erhielt ich voim Standesamt Rinteln. Es waren Tote des Arbeitserziehungslagers Lahde. Steinbruch Steinbergen war eine Aussenstelle des Straflagers Lahde, sozusagen das Straflager des Straflagers.

Stefan Meyer, Direktor des Museums in Rinteln verfasste 1999 eine Broschüre mit dem Titel:  Das NS-Straflager im Steinbruch Steinbergen 1943 - 1945
erschienen in Bückeburg im  Verlag Schaumburger Landschaft.

Ich habe den Text gelesen und muss im Nachhinein sagen, dass viele brisante Aspekte (zum Beispiel die Frage wer Eigentümer des Steinbruchs war) nicht erläutert werden. Eigentümer war Familie Schaumburg Lippe.

Ich schrieb damals Herrn Heiner Bartling an (ehemaliger Innenminister Niedersachsens und damals Bürgermeister des Ortsteils Steinbergen) und bat vergeblich um Informationen. Habe den Eindruck, dass in der Politik, Verwaltung, bei Lokalhistorikern, in Staatsarchiven, bei den Schaumburg Lippes gemauert wird.

Also bleibt nach wie vor die Frage:

Warum wird nicht festgestellt, ob die grossen Hohlräume von Menschen- oder von Gotteshand geschaffen wurden ? Die Frage ist doch einfach zu beantworten. Mit Ja oder nein.

Fachleute sind gefordert

Tipp:
diesen Text nach dem Stichwort Laterit durchsuchen

Vier Prinzen

Die Vier Prinzen wurden auch in der SZ besprochen:

"GESCHÄFT AUF GEGENSEITIGKEIT" (von Ralf Husemann) in Süddeutsche Zeitung vom 5.3.2007, Rubrik: Das Politische Buch

Schaumburg-Lippe und die Nazis

Dies ist kein Buch, sondern ein Steinbruch. Wer sich aber durch das Geröll der endlos langen Dokumente, Briefe, Listen und Fragen des Autors ("War ich nun auf der richtigen Spur?") durchgearbeitet hat, der kann sogar einigen Erkenntniswert gewinnen. Alexander vom Hofe, ein Großneffe von Adolf von Schaumburg-Lippe, des letzten fürstlichen Herrschers dieses noch bis 1946 bestehenden norddeutschen Mini-Staates, hat sich seine Familie vorgenommen - und die hat es wahrlich in sich. Der Großonkel kam 1936 unter bis heute ungeklärten Umständen mit seiner Frau in Mexiko bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Drei Brüder des Fürsten arrangierten sich mit den Nazis (Friedrich Christian brachte es gar zum Adjutanten von Goebbels). Doch der vierte (Heinrich), der Großvater des Autors, hatte nicht nur mit den Nazis nichts am Hut, er gehörte auch noch einer (alsbald verbotenen) Freimaurer-Loge an.

Im Zentrum dieses Buches steht Prinz Wolrad, der nach dem mysteriösen Tod seines Bruders alles tat, um als neues "Oberhaupt" der Fürstenfamilie dessen Gesamtbesitz an sich zu reißen. Der Autor versucht nun nachzuweisen, dass die anderen Brüder (und damit auch sein Großvater Heinrich) um ihr Erbe betrogen wurden. Dem Rechtsanwalt Alexander von Hofe geht es aber um Grundsätzlicheres. Er sieht die Kumpanei der Familie mit den Nazis als Geschäft auf Gegenseitigkeit. Das Haus Schaumburg-Lippe behielt im Wesentlichen seine riesigen Besitztümer, auf denen dafür zum Teil kriegswichtige Produktionsstätten und Zwangsarbeiterlager eingerichtet wurden. 37 in einem Steinbruch ermordete Zwangsarbeiter sind namentlich* bekannt, die tatsächliche Anzahl der Getöteten liegt vermutlich noch weit darüber. Eher niedere Chargen mussten sich später dafür rechtfertigen, gegen den blaublütigen Besitzer wurde aber nichts unternommen. Ein interessanter Nebenaspekt ist die Frage, ob der Verkauf des Bonner Palais Schaumburg, des späteren Dienstsitzes des Bundeskanzlers an die Wehrmacht rechtlich einwandfrei war. Ein anderes Thema sind die staatlichen Archive, die den Autor bei seinen Recherchen immer wieder abzuwimmeln versuchten. Das Thema ist offensichtlich noch brisant." Zitatende.

Einige Gefangene die im Steinbruch in Steinbergen (Aussenlager des Straflagers Lahde) verstarben:
Henrikus Maria Vierling, Holländer, geboren 19.5.20, gestorben 28.12.1943,Wohnort Steinbergen 144. (5)
Theodor Peters, Brite, geboren 26.5.23, gestorben 11.12.1943, Wohnort Steinbergen 144 (5)
Andrey Baran, Pole, geboren 19.3.19, gestorben 27.3.1945, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Konstantin Misiejuk, Weissrusse, geboren 15.3.1924, gestorben 11.2.1945, Wohnort Steinbergen 144 (3)
Michael Anisudkin, "Ostabeiter", geboren 12.1.1920, gestorben 31.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Grigori Kindra, "Ostabeiter", geboren 10.5.1924, gestorben 30.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Felix Blaszczyk, Pole, geboren 25.6.1923, gestorben 20.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Jaroslaw Chab, Protektoratsangehöriger, geboren 14.1.1899, gestorben 10.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Stanislaw Koslowski, Pole, geboren 25.10.1911, gestorben 18.11.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Fedor Korow, "Ostarbeiter", geboren 27.12.1915, gestorben 8.11.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Henryk Bukowski, Pole, geboren 18.1.1921, gestorben 18.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Johann Pawloswski, Pole, geboren 21.10.1921, gestorben 14.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Josef Jama, Pole, geboren 10.6.1917, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Francisek Kaczmarek, Pole, geboren 11.9.1911, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Zdislaw Tokarski, Pole, geboren 26.11.1923, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Dimitrj Stupak, "Ostarbeiter", geboren 8.9.1926, gestorben 7.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Felix Franos, Pole, geboren 24.3.1922, gestorben 6.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
David Tschichwaija, Pole, geboren 13.12.1920, gestorben 5.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Zivota Pavlovic, Serbe, geboren 29.5.1922, gestorben ------, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Alexander Kondratschow, "Ostarbeiter", geboren 18.8.1922, gestorben 20.9.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Jan Woitowicz, Pole, geboren 10.5.1922, gestorben 5.9.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
A. Jastremski, West Ukraine, geboren 4.3.1912, gestorben 23.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Victor Boltwinow, Pole, geboren 12.8.1926, gestorben 10.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (5)
Josef Wachowiak, Pole, geboren 7.7.1908, gestorben 9.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (7)
Anatoli Poleschtschuk, “Ostarbeiter”, geboren 15.11.1900, gestorben 15.7.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Casimir Przybilski, Pole, geboren 11.8.1916, gestorben 28.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Iwan Hallenja, “Ostarbeiter”, geboren 1911, gestorben 24.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (8)
Adek Rojek, Pole, geboren 8.4.1921, gestorben 9.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Wladislaw Gurski, Pole, geboren 1.5.1914, gestorben 5.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Wassili Gebenink, “Ostarbeiter”, geboren 12.8.1928, gestorben 1.3.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Alexander Kazura, “Ostarbeiter”, geboren 20.8.1911, gestorben 1.3.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Anton Olszewski, Pole, geboren 4.12.1915, gestorben 26.2.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Czeslaw Kasprzyk, Pole, geboren 16.5.1923, gestorben 15.2.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Ewgeni Puschin, “Ostarbeiter”, geboren 1.5.1923, gestorben 28.10.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Peja Stanilaw, Pole, geboren 4.1.1920, gestorben 4.9.1943, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Stanislaus Granczyk, Pole, geboren 16.7.1905, gestorben 2.9.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Alexander Wereskikow, “Ostarbeiter”, geboren 6.7.1903, gestorben 13.8.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)

Todesursachen:
Auf der Flucht erschossen (1)
Erschossen wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt (2)
Selbstmord (3)
verstorben wegen allgemeiner Schwäche (4)
Todesursache unbekannt (5) Kurios dass dies ausgerechnet bei einem Holländer und einem Briten steht
Erschossen wegen Fluchtversuch (6)
Erschossen wegen tätlichem Angriff (7)
gestorben an Herzschwäche (8)

Hinter der Adresse Steinbergen 144 verbergen sich die Nebenräume des Schlosses Arensburg (eine "fürstliche" Unterkunft des "Fürsten" Wolrad). Der Steinbruch war und ist nach Angabe Wolrads und dessen Nachfolger Eigentum des "Oberhauptes des Hauses Schaumburg Lippe".

siehe auch:

VPpU

Kontakt: 
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com

Arensburg

Freitag, 16. März 2012

Das parallele Unrechtssystem (Paralleljustiz)

Rein vorsorglich nehme ich die in Artikel 10 EMRK garantierte Freiheit der Meinungsäusserung, das Recht auf freie Meinungsäusserung (vgl  Art. 6 EUV i.V. mit Art. 11 I der Charta der Grundrechte der Europäischen Union; Art. 5 I 1 GG), und das das Recht auf freie Berichterstattung (vgl Art. 6 EUV i.V. mit Art. 11 II der Charta der Grundrechte der Europäischen Union; Art. 5 I 2 GG) in Anspruch.

Wer es immer noch nicht begriffen hatte weiss es spätestens jetzt. Der Titel des Buches Vier Prinzen  zu Schaumburg-Lippe und das parallele Unrechtssystem entfaltet hier und jetzt seine vollkommenste Gültigkeit.

Mit wenigen Pinselstrichen lässt sich die F...... des Unrechtssystems skizzieren

Szene 1:

in den schwarzen dreissiger Jahren wird das Vermögen des letzten regierenden Fürsten zu Schaumburg Lippe "wegmanipuliert". Seine Urkunden und Testamente werden versteckt.

Szene 2:  Wolrad, Adolfs nationalsozialistischer Bruder, usurpiert nach dessen Tod, Adolfs Position und gibt sich als Fürst aus, eignet sich das riesige Vermögen an

Szene 3: als in den neunziger Jahren der Schwindel aufzufliegen droht, werden sämtliche staatlichen Archive blockiert.

Szene 4: Im Jahr 2012 stellt Herr MdL Stefan Wenzel eine einfache Frage an die Landesregierung. Warum gibt die Landesregierung die letztwilligen Verfügungen Adolfs Fürst zu Schaumburg Lippe nicht an das Nachlassgericht ab ?

Szene 5: Die Landesregierung erklärt dem Herrn MdL Wenzel wahrheitswidrig zwei Mal: eine gerichtliche Entscheidung gestatte die Nichtabgabe an das Nachlassgericht trotz § 2259 BGB. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: es gibt keine Entscheidung die die Nichtabgabe an ein Nachlassgericht gestattet. Die von Herrn Mac Allister ernannte Chefin in der Staatskanzlei, Frau Dr.Hawighorst hat Herrn MdL Wenzel und damit die deutsche Öffentlichkeit, im Namen des Ministerpräsidenten, zweimal belogen.

Szene 6: Am 2 Mai 2012 schrieb die Staatsanwaltschaft Hannover:
"Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten von Mitgliedern der Niedersächsischen Landesregierung, durch die die Anfrage der Abgeordneten Stefan Wenzel, Ursula Helmhold und Helge Limburg beantwortet wurde, habe ich weder Ihren Ausführungen noch der Antwort der Landesregierung entnehmen können.

Der Tatbestand der Urkundenunterdrückung ist bereits deshalb nicht erfüllt, weil bereits aus Ihrem eigenen Vortrag nicht erkennbar ist, dass der Landesregierung ein Dokument vorliegt, welches sie einem Gericht nicht abliefert, obwohl sie hierzu verpflichtet wäre. Bei den von Ihnen benannten Unterlagen, hinsichtlich derer Sie bereits einen Rechtsstreit mit dem Land Niedersachsen bzw. dem Nds. Hauptstaatsarchiv geführt haben, handelt es sich ausweislich des Urteils des OVG Lünbeurg vom 17.9.02 nach Paragraf 1 Absatz 4 NArchG um privates Schriftgut. Eine-bislang nur von Ihnen behauptete- Ablieferungspflicht läge insoweit nicht beim Land Niedersachsen oder seinen Institutionen. Ausreichende Anhaltspunkte dafür, dass überhaupt ein Dokument vorliegt, hinsichtlich dessen eine Ablieferungspflicht besteht, kann ich Ihren Angaben ebenfalls nicht entnehmen.

Der Tatbestand einer uneidlichen Falschaussage ist bereits deshalb nicht erfüllt, weil das Plenum des Landtags keine zuständige Stelle zur Abnahme einer eidlichen Vernehmung ist und die Landesrgierung und ihre Mitglieder dort auch nicht als Zeugen oder Sachverständige aussageb. im übrigen liegen keine falschen Angaben vor."

Auf Nachfrage erklärte die Staatsanwältin: "Die vom Land Niedersachsen verwahrten Findbücher wurden von mir nicht eingesehen".


Wikipedia definiert Lüge wie folgt: Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (Lügner) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der oder die Empfänger sie trotzdem glauben.








Es heisst, dass die Verwaltung an Recht und Gesetz gebunden ist. Es heisst, dass niemand Testamente unterdrücken darf, es heisst, dass Abgeordnete nicht belogen werden dürfen. Das ist das parallele Unrechtssystem. Es existiert.

Woher nimmt sich eine Exekutive das Recht, in private erbrechtliche Aspekte einzugreifen, die den Staat rein gar nichts angehen ? § 2259 BGB ist Privatrecht. Woher nimmt sich Herr Mac Allister das Recht, zu erklären, dass Testamente NICHT an ein Gericht abzugeben sind ? Woher nimmt  sich die Staatskanzlei das Recht die Öffentlichkeit zu belügen ?

siehe auch:

https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/16146?show=full

Latest News zum neuen Buch: Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe, Kammler und von Behr






BESTELLUNGEN:

Kontakt: 
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com

Montag, 5. März 2012

Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe Ehrenbürger der Ludwig-Maximilan Universität


aus dem Archiv der Ludwig-Maximilians-Universität München
Sen-II-48








Interessant sind die Autographen, weil Sie eine Vielfalt an Residenzen nachweisen





Eine Drucksache der LMU ging im August 1936 zurück, Adolf lebte nicht mehr. Er starb am 26 März 1936. Auf dem Umschlag zu lesen: "tödlich verunglückt"


Kontakt: 
Alexander vom Hofe
Rechtsanwalt
Jose Ortega y Gasset 40-7D
28006 Madrid
alexander.vomhofe@2020consultoria.com