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Donnerstag, 21. Juli 2016

Lexikon der Unfallopfer von Henner Reitmeier

Es gibt ein Lexikon der Unfallopfer das Henner Reitmeier aktualisiert.

Lexikon der Unfallopfer

Interessant ist der Eintrag zu Marie Harder. Dem letzten Satz liegt wohl ein Missverständnis zugrunde, ich habe eine email nie erhalten.








Zitat:

Harder, Marie (1898–1936), „proletarische“ Schriftstellerin und Filmemacherin, die sich zuletzt, warum auch immer, in erstaunlich erlauchter Gesellschaft befand – bevor sie auf mexikanischer Erde zerschellte. Meine Hauptquelle ist ein karger Lexikon-Artikel*, der zwar keine Rätsel löst, aber besser als gar nichts ist. Danach war Harder, Tochter einer Dienstmagd und eines Arbeiters und zunächst in Hamburg Gefängnisfürsorgerin sowie gelegentlich Journalistin, ab 1929 Leiterin der Berliner Film- und Lichtbildstelle der SPD. Sie hatte sich besonders für den sowjetrussischen Film erwärmt und versuchte sich auch selber an ähnlichen Werken. Ihr einziger (stummer) Spielfilm von 1930, Lohnbuchhalter Kremke, zeigt den Weg eines dünkelhaften Kleinbürgers, der nach dem Verlust seiner Stelle in Verzweiflung gerät, bis er sich umbringt. Harder selber erging es möglicherweise nicht ganz unähnlich. Zunächst verlor sie 1931/32 ihre Kulturämter bei der SPD – angeblich wegen „finanzieller Verfehlungen“, möglicherweise nur ein Vorwand. 1935 konnte sie, unter dem Pseudonym „Käte Kestien“, noch immerhin einen Roman veröffentlichen. Als die Männer im Graben lagen (Frankfurt/Main, Societäts-Verlag) behandelt die Lage der Frauen im Ersten Weltkrieg. Dann scheint sich Harder zur Emigration entschlossen zu haben. Bewältigt man auch diese Lexikon-Lücke, landet man jäh und unsanft bei Mexiko City unweit des knapp 5.500 Meter hohen Vulkans Popocatépetl, Ortschaft Zompango. Hier verunglückte am 26. März 1936 ein Flugzeug, in dem unter anderem Harder saß. Am nächsten Tag hätte sie ihren 38. Geburtstag gefeiert.

Ich vermute, das Flugzeug kam aus Richtung Hamburg–New York City. Ob es Überlebende gab, scheint niemand zu wissen. Nach Ralf Husemann gilt das Unglück bis heute als ungeklärt.** Der Rechtsanwalt und Buchautor*** Alexander vom Hofe behauptet, von etlichen Insassen der Maschine immerhin die Namen zu kennen.**** Danach befanden sich unter den Fahrgästen und/oder Todesopfern mehrere Adelige, etwa Barone, voran jedoch Adolf II. Fürst zu Schaumburg-Lippe (1883–1936) und dessen Gattin Ellen, die anderen Nachschlagewerken zufolge in der Tat, wie Harder, bei diesem Unglück ihr Leben ließen – ein Unglück, hinter dem Vom Hofe, wenn ich mich nicht täusche, einen Anschlag wittert.

Die Sache ist, zumal der Adel beteiligt ist, verzweigt und verheddert wie so oft, und ich werde ihr hier nicht nachgehen. Nur noch das Folgende. Vom Hofe ist ein Großneffe des erwähnten Adolf II.. Dieser, in seinem „Fürstentum“ zwischen den Bückebergen und dem Steinhuder Meer abgedankt 1918, hatte zuletzt bei München oder in Italien residiert. Wie es aussieht, waren er und seine Frau den Nazis ein Dorn im Auge gewesen – warum, ist mir ziemlich unklar, aber sicherlich nicht, weil Clanchef Adolf aus dem Holze eines Max Hoelz geschnitzt gewesen wäre, siehe weiter unten. Wahrscheinlich schwebte dem faschistisch umgeprägten Berliner Reichsschatzamt eine Umverteilung des fürstlichen Vermögens zu Parteifreunden oder Gesinnungsgenossen vor. Husemann glaubt zu wissen: „Drei Brüder des Fürsten arrangierten sich mit den Nazis (Friedrich Christian brachte es gar zum Adjutanten von Goebbels). Doch der vierte (Heinrich), der Großvater des Autors, hatte nicht nur mit den Nazis nichts am Hut, er gehörte auch noch einer (alsbald verbotenen) Freimaurer-Loge an.“

Zu Ehren dieses Großvaters also, Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe (1894–1952), aber offensichtlich auch, weil er sich selbst übervorteilt fühlt und gerne von der überaus üppigen Bückeburger Torte naschte, scheint sich Vom Hofe seit Jahren mit der leidigen ungeklärten Angelegenheit zu befassen und deshalb womöglich ein nicht ungefährliches Leben mit vielen Hin- und Herflügen im Dreieck Berlin/Madrid/Mexiko-City zu führen. Auf meine Email an sein Madrider Büro vom 11. Dezember 2015 erhielt ich leider bislang kein Echo. Hoffen wir das Beste.

* Hans-Michael Bock (Hrsg): CineGraph, ein Loseblatt-Lexikon zum deutschsprachigen Film, München, Lg. 23
** Süddeutsche Zeitung vom 5. März 2007, zitiert bei twoday.net,
archivalia I
*** Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe und das parallele Unrechtssystem, Vierprinzen S.L., Madrid 2006
**** Beitrag am 24. Juni 2011 auf twoday.net, siehe 
archivalia II 
***** Flight magazine, 21. Januar 1937, S. 48
****** 
17. Dezember 1936



Montag, 11. Juli 2016

Do not underestimate Beatrix von Storch

Stiess auf eine Liste von Deutschen in Spanien die entweder das NS Regime unterstützten oder voll im System integriert waren, allesamt hatten Verbindungen zu Spanien, die meisten lebten hier.

Das Haarsträubende ist die Anzahl der in der Liste aufgeführten Personen und noch haarsträubender ist es dass mir etliche Namen bekannt vor kommen. Die Gefährlichkeit eines derartigen Systems beruht auf dem Grad der Durchdringung der Gesellschaft.

Gefährlich ist es, jemanden wie Beatrix von Storch zu unterschätzen in dem man sich auf den Standpunkt stellt, es handle sich um jemanden der abstruse Ideen vertritt, die niemand teilt.

Wenn jemand wie sie eine Struktur aufzieht, so wird sie viele Unterstützer finden. Wie lang die Liste ist weiss nur sie.

Hier eine Liste aus der Vergangenheit.

THE FACTUAL LIST OF NAZIS PROTECTED BY SPAIN

Mit der Beobachtung einiger schillernder Persönlichkeiten ist es nicht getan.

Verfügt der Verfassungsschutz über genügend Ressourcen ?

Ich bezweifle das.


AUS DER GESCHICHTE LERNEN !

Samstag, 9. Juli 2016

Interview in der Jüdischen Rundschau Teil 2

Erneut ein Hinweis zu dem Satz von Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe:

Frage: "In fast allen Familien gibt es schwarze Schafe. Würden Sie mir recht geben, wenn ich sage, in der Ihrigen war das Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe?
Ganz eindeutig! Der Mann war ein problematischer Fall. Es ist natürlich unvermeidbar, dass eine solche Gestalt auch auf das Image des Hauses ausstrahlt. Außerdem muss ich sagen, dass es auch andere Brüder meines Großvaters gegeben hat, die sich in einem gewissen Umfang auf die Nazis eingelassen haben. Auch meinem Großvater wurde dies nachgesagt, aber nach meinem besten Wissen trifft es auf ihn nicht in diesem Umfang zu".

Es ist sehr leicht Pauschalaussagen zu verbreiten, es ist auch einfach ein gewisses Pathos an den Tag zu legen. Es bietet sich auch an, die gesamte Schuld auf Friedrich Christian abzuwälzen, weil diese Taktik dazu dient andere Zusammenhänge auszublenden.

Viel schwieriger und gefährlicher ist es, Fakten auf den Tisch zu legen.

Hohle Phrasen kommen gut an. Dagegen hilft ein Wachrütteln durch Recherche, und diese wurde vor 10 Jahren durchgeführt.

Zur Erinnerung und gegen Verdrängung hier die Wiedergabe einer Chronologie die für sich spricht, nur Fakten. Kein Wunder dass FAZ und Sueddeutsche über diese Recherche schrieben, sie ist einfach sehr gut, aussagekräftiger als das übliche hohle Geschwätz derer die sich staatsmännisch geben. Alexanders Grossvater hiess Wolrad.

Zitat nach Henri Amiel
"Truth is not only violated by falsehood;
it may be outraged by silence"

Chronologie

18.11.1931 Treffen Hitlers mit Hermine Prinzessin von Reuss (zweite Ehefrau Wilhelms II) im (sogenannten NS-) Salon der Baronin von Tiele-Winckler. Anwesend waren auch: Göring und Magnus von Levetzow (mecklenburgischer Uradel). Hitler erklärte “alle Novemberverbrecher öffentlich strangulieren zu
lassen”. Quelle: Brief Levetzow an Fürst v. Donnersmarck, Granier, Levetzow S.312-317, Malinowski S. 555, Fussnote 352).

1932-15.7.1933 Kurt Freiherr von Plettenberg ist Referent im Reichsernährungsministerium, Ministerium für Forst- und Holzwirtschaft.

3.2.1932 Wolrad wirkt im Wahlkampf zur Reichstagswahl mit und tritt als 2. Führer des Bundes der Frontsoldaten (Stahlhelm) Ortsgruppe Hagenburg-Altenhagen (Parole Duesterberg) auf.

27.2.1932 Heinrich gründet in Potsdam eine Loge der EBDAR. “Aufnahmefähig ist jeder, der Rassenhass und Geringschätzung anderer Völker als Armutszeugnis eigener Rasse und eigenen Volkstums erkennt.”

28.2.1932 Clemens August Graf von Galen wird Bischof von Münster.

Adolf schrieb: “Gesetzt den Fall, dass ich damals nur das was damals Hausgut und Domanium war als Hausvermögen anerkannt hätte, so wäre mir doch noch ein Rest geblieben...Wenigstens hätte ohne meine Einwilligung nicht Alles an das Haus fallen können mit anderen Worten.”

1.11.1932 Friedrich Christian tritt in die SA ein.

Januar 1933: Die Urkundensammlung des Notars und Justizrates Dr. Ernst Lebin, Berlin, der den Ehe- und Erbvertrag zwischen Adolf und Elisabeth am 10 Januar 1920 (Nr. 11/20 des Notariatsregisters des Notars Justizrat Dr. Lebin in Berlin) beurkundete, endet.

11.2.1933 Friedrich Christian wird Goebbels ́Adjutant.

27.4.1933 Dr. Karl Koehler, späterer Ministerialrat im RJM und Vicepräsident des Obersten Fideikommissgerichts in Berlin, Mitverfasser des Buches Koehler/Heinemann, Das Erlöschen der Familienfideikommisse, 1940, wird NSDAP Parteimitglied.

Mai 1933 Reichspräsident von Hindenburg ernennt auf Vorschlag des Führers Alfred Meyer zum Reichstatthalter von Lippe und Schaumburg-Lippe (Eigenmaterial Partei-Kanzlei).

1.5.1933 Robert Figge später Richter beim OLG Celle für das Vermögen der Familie Schaumburg-Lippe tritt in die NSDAP ein. Oberleutnant bei den Landesschützen und den Pionieren in Celle.

1.5.1933 Forstassessor Hans Joachim Dienemann tritt in die NSDAP ein. Später tritt er in die Dienste Wolrads als Forstmann ein. Sein Sohn wird später Leiter der Hofkammer in Bückeburg.

5.5.1933 Tod von Stephan Kekulé von Stradonitz, Rechtsgelehrter, Berater Georgs, Trauzeuge bei der Eheschliessung Adolf- Elisabeth, Freimaurer, Grossarchivar einer Grossloge in Berlin, treu zu Adolf.

1933 Walter Endler später Richter beim OLG Celle für das Vermögen der Familie Schaumburg-Lippe tritt in die SA ein. Später Landes Schützen Ersatz: Ausbildungs Btl. No 11 in Hildesheim. 1945 Landesschützen Btl. 739 Celle.

1933 Konrad Harten später Richter über das Vermögen der Familie Schaumburg-Lippe tritt in die SA ein. Ging in Bückeburg auf das Adolfinum. Richter in Zivil- und Erbgesundheitssachen beim OLG Celle.

9.5.1933 Friedrich Christian sagt Feuerrede zur Bücherverbrennung durch Goebbels in Berlin zu.

10.5.1933 Friedrich Christian sagt Feuerrede zur Bücherverbrennung

Mai 1933 Selbstauflösung EBDAR, arbeitet aber weiter.

22.5.1933 Dr. Karl Koehler, späterer Ministerialrat im RJM und Vicepräsident des Obersten Fideikommissgerichts in Berlin, Mitverfasser des Buches Koehler/Heinemann, Das Erlöschen der Familienfideikommisse, 1940, wird Mitglied beim NSRB.

1.7.1933 - 1.10.1934 Kurt Freiherr von Plettenberg ist Leiter der Forstabteilung der Landesbauernschaft Kurmark (Reichsnährstand).

24.8.1933 Wolrad schrieb Artikel für Adolf Hitler im Hannoverschen Kurier zusammen mit Reichstatthalter Alfred Meyer.

27.10.1933 Dr. Schwertfeger wird Mitglied des NS-Rechtswahrerbundes

1933 Karl Dreier (Sohn des 2. Kammerdieners von Georg Fürst zu Schaumburg-Lippe) ist NSDAP Abgeordneter im Landtag Schaumburg-Lippe, später Präsident der Landesregierung in Bückeburg; Dr. Wolrad Schwertfeger ist Abgeordneter für Kampffront Schwarz Weiss Rot, ab 1933 vertritt er anwaltlich das « Haus Schaumburg-Lippe ». Bis 1969 wird er Berater, Vertreter, RA und Verwalter für den “Ast” Wolrad, später von dessen Sohn Philipp Ernst sein.

13.9.1933 Gesetz zur Bildung des Reichsnährstandes.

29.10.1933 Die Schaumburg-Lippische Landesregierung und «Hofkammer» beantragen beim Grundbuchamt Bückeburg für die Grundstücke (Waldbesitz) im Harrl, Steinbergen, Sandfurt und Baum vier Schutzforste zu bilden und für jeden Besitz ein besonderes neues Grundbuchblatt anzulegen. «Fürstliche Hofkammer» beantragt die einzelnen Parzellen als selbständige Grundstücke auf die Schutzforsten umzutragen. Keinerlei Intervention Adolfs.

1.12.1933 Wolrad wird Mitglied der Reiter SA, sowie einer grösseren Zahl von Nebenorganisationen.

1934 Oberlandesgerichtsrat Robert Figge nimmt nach eigenen Angaben in einer Fideikommissache in Oberösterreich an einer Waldbesichtigung teil (Entnazifizerungsakte Figge).

8.2.1934 In Celle wird das Landeserbhofgericht errichtet.

26.3.1934 Osterhirtenbrief von Bischof Galen weist den Rassenglauben zurück.

6.4.1934 Carl Röver, Gauleiter Weser - Ems schreibt an Reichskanzlei, dass sich Bischof Galen offen gegen den Willen der Reichsregierung auflehnt.

17.4.1934 Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe lehnt Eintritt in NSDAP ab. 1934 Wolrad wird förderndes Mitglied der Allgemeinen SS (siehe Entnazifizierungsakte).

Mitgliedskarte NSDAP Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe
trat nicht ein


20.4.1934: Aufgrund der wachsenden Spannung zwischen der NS-Führung und der SA ernennt Hermann Göring, Himmler zum Inspekteur der Gestapo.

26.4.1934 Göring veranlaßt die Verlegung des Gestapa in die Berliner Prinz-Albrecht-Straße.

27.4.1934 Dr. Koehler wird Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 2.849.442).

20.5.1934: Göring verliert das Preußische Ministerium des Innern mit der Gestapo, da es in das Reichsministerium des Innern überführt wird.

11.6.1934 Gestapa = Reichsministerium des Innern ermittelt gegen Adolf. Einschaltung Ribbentropp und Botschaft Rom.

18.6.1934 Im Verfahren Fürstliches Haus Schaumburg-Lippe gegen Freistaat Schaumburg-Lippe 1 U 153/34 des 1. Zivilsenates des OLG Celle führt das Gericht aus: Richtig ist, dass dasjenige, was der Fürst aus Erträgnissen des Domanium für sich persönlich erwarb (Güter, Schlösser usw.) sein freies Eigentum (allod) wurde. Der Fürst konnte mit seinen Einkünften aus dem Domanium grundsätzlich machen, was er wollte (Blatt 308, NLA Bückeburg L 23 Nr. 258).

30.6. / 1.7.1934: Mit Unterstützung Himmlers und Heydrichs leitet Göring die Ermordung der politischen Gegner

3.7.1934 Tod von Heinrich Prinz der Niederlande in Den Haag. Laut Bericht der SS gehörten er und sein Adjutant Oberst Schmidt einer der EBDAR Logen an.

25.7.1934 Putschversuch der Nationalsozialisten in Österreich. Franz Josef Prinz zu Schaumburg- Lippe, Schwager Wolrads nimmt teil. Albrecht Prinz zu Schaumburg-Lippe,Vetter von Wolrads Ehefrau Bathildis, finanziert Kampfabschnitte und bietet sicheren Versammlungsort für Führerbesprechungen aller Art.

10.1934 - 10.10.1937 Kurt Freiherr von Plettenberg wird Referent, später Leiter der Haushaltsabteilung im Reichsforstamt (bei Göring, Reichsforstmeister).

Dezember 1934 Rubens, Peter Paul (Werkstatt); Bildnis des Erzherzogs Albrecht VII. von Österreich; 1615 (um); Inventarnummer 12418; Sammlung Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung.

Und:

“Flämisch”. Südliche Landschaft ̧1601/1615; Inventarnummer 12578; Höhe: 37.5 cm Breite: 56.5 cm; Sammlung Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung; werden im Dezember 1934 von der “Fürstlichen Hofhammer” an Karl Haberstock nebst 8 Gemälde verkauft.

28.2.1935 erstes Fideikommissauflösungsgesetz. März 1935 Auflösung EBDAR durch Gestapa. 29.3.1935 Erlass des Reichsumsiedlungsgesetzes

25.4.1935 Ausweislich der Dienstakten wurden auch die Richter des OLG Celle (z. Bsp. Richter Figge) gefragt, ob sie Mitglieder einer Freimaurerloge waren.

1935/1936 Im äußersten Nordwesten des Landkreises Celle liegt der gemeindefreie Bezirk Lohheide. Seine Entstehungsgeschichte beginnt in den Jahren 1935/36, als für die damalige deutsche Wehrmacht zwischen Bergen und Fallingbostel der Truppenübungsplatz Bergen angelegt wurde. Mit dem Erwerb der benötigten Flächen von rund 30.000 Hektar durch die Reichsumsiedlungsgesellschaft (RUGES) erfolgte zugleich auch die Auflösung von 24 Gemeinden. Im Landkreis Celle waren davon die Ortschaften Hörsten, Hoppenstedt, Hohne, Hasselhorst, Hohnerode, Manhorn, Lohe, Bredebeck und Gudehausen betroffen, deren Bewohner umgesiedelt wurden. Auch die Orte Becklingen, Wardböhmen, Bleckmar, Bergen, Belsen und Meißendorf mussten erhebliche Flächen an den Truppenübungsplatz abtreten. Die am Platzrand vorhandenen Bauernhöfe und anderen Gebäude fanden zur Unterbringung von Platzbediensteten Verwendung. Lange Zeit blieb unklar, in welcher Form die gemeindliche Verwaltung des Truppenübungsplatzes erfolgen sollte.

1935 Zollfahndungsstelle Hannover und Finanzamt ermitteln gegen Adolf wegen Devisenvergehen und Steuerhinterziehung.

27.5.1935 Dr. Karl Koehler, späterer Ministerialrat im RJM und Vicepräsident des Obersten Fideikommissgerichts in Berlin, Mitverfasser des Buches Koehler/Heinemann, Das Erlöschen der Familienfideikommisse, 1940, wird Mitglied beim NSV.

25.7.1935 Es werden neue Grundbuchblätter beim Grundbuchamt Bückeburg zu den Besitzungen in Steinbergen, Baum, Sandfurt und Harrl angelegt. Das Fürstliche Haus erscheint als Eigentümer. Eintragungsgrundlagen sind nicht vorhanden.

1935 Es werden bereits die ersten Untertageverlagerungen angelegt.

1.6.1935 Dr. Schwertfeger beantragt in Bückeburg beim Amtsgericht Registergericht Bückeburg die Löschung der Gesellschaft Steyerling GmbH, vermeintlich im Namen Adolfs. Diese Gesellschaft verwaltet das 9200 Hektar grosse Gut Adolfs in Österreich.

26.6.1935 Erlass des ersten Gesetzes zur Vereinheitlichung der Fideikommissauflösung

10.7.1935 Erlass II SB 6190/28 S des Reichs- und Preussischen Ministers des Innern gegen Logen und logenähnliche Organisationen.

1.8.1935 Wolrad wird offiziell Mitglied NSDAP.

20.8.1935 Valentin Graf Henckel von Donnersmarck (Berlin W, Budapesterstr. 15) verkauft in Berlin vor dem Amtsgericht Berlin Abt. 500 aufgrund vermeintlicher Generalvollmacht von Adolf vom 11 Juli 1921 zum Zwecke der Umsiedlung an die Reichsumsiedlungsgesellschaft m.b.H. nach Massgabe des Gesetzes über die Landbeschaffung für Zwecke der Wehrmacht vom 29. März 1935 und das Reichssiedlungsgesetzes vom 11. August 1919 seinen Grundbesitz: Güter Grabowhöfe (einschl. Nebengüter Louisenfeld und Sommerstorf) Baumgarten und Panschenhagen insgesamt: 2.400 Hektar. Mitverkauft: Zuckerrübenkontingente von insgesamt 35.000 Ztr. auf Grabowhöfe und Baumgarten bei der Zuckerfabrik in Malchin, ebenso Anteil bei der Molkereigesellschaft m.b.H. in Waren. Verkaufspreis bar 2.105.000 Reichsmark. Für das Geschäft wird Abgabefreiheit in Anspruch genommen, weil es gemäss der besonders zu überreichenden Bescheinigung des Leiters der Reichsstelle für Landbeschaffung vom 20. August 1935 zur Vermeidung der Enteignung auf Grund des Gesetzes über die Land- beschaffung für Zwecke der Wehrmacht vom 29. März geschlossen wird.

15.9.1935 Erlass der Nürnberger Rassengesetze. 4.10.1935 Gestapo und Gestapa ermitteln gegen EBDAR

25.10.1935 Abtransport Vries Skulpturen nach Berlin.

1936 Gut Louisenfeld. Reichsumsiedlung von Bauern aus der Lohheide/Niedersachsen nach Mecklenburg wegen Bau des Truppen- übungsplatzes Bergen und des KZ Bergen- Belsen.

26.3.1936 Adolf und Elisabeth, kinderlos, stürzen mit dem Flugzeug in México ab und sterben gleichzeitig. Artikel in: Die Schaumburg vom 30.3.1936 (Beileidtelegramm Adolf Hitler).

26.3.1936 Wolrad wird telegrafisch direkt von der Gesandtschaft in Mexiko durch Rudt von Collemberg informiert.

27.3.1936 Telegramm Adolf Hitler an Wolrad. Kondolenz.

1936 Schwertfeger tritt in die “Fürstliche Verwaltung” ein und lässt sich den 1936 nicht existenten Titel “Hofkammerrat” verleihen.

18.4.1936 Wolrad wird von Heinrich Manns als Pg.Wolrad, Fürst zu Schaumburg-Lippe, betitelt: das neue Oberhaupt des Hauses (Ausschnitt aus der “Die Schaumburg” vom 18 April 1936).

18.4.1936 Urkunde -Abänderung eines Ehe- und Erb-sowie Kindererziehungsvertrages- auf Vorableben des Mannes, geschlossen zwischen Adolf und Elisabeth Geschäftsnummer 21796, Notar J.Hellmaier, 14.12.1923, Notariat VII München wird dem Amtsgericht Bückeburg II im Original zugesandt. Im Protokoll des Notariats München VII verbleibt keine Urschrift oder Abschrift.

7.5.1936 Wolrad schreibt an Göring und bittet darum, sich Fürst nennen zu dürfen.

12.5.1936 Göring fordert den Bericht über den Absturz Adolfs an.

20.5.1936 Vermeintliches Schreiben von Valentin Graf Henckel von Donnersmarck (Testamentsvollstrecker) aus Bückeburg an Rechtsanwalt V. Stolz in München (vermeintlich, weil Henckel a) verhaftet war b) aus Dienst entlassen wurde und c) Unterschrift auf Schreiben mit Stempel, nicht handschriftlich erfolgte. Darin sagte er (vermeintlich), dass die in der Anlage verzeichneten Engagements auf den Namen des Fürsten Adolf lauten, während sie eigentlich dem Fürstlichen Hause zustehen. Engagements sind: Anteile Steyrling GmbH, Fürstl Bad Eilsen Betriebs GmbH, Bad Eilsen Kleinbahn G.m.b.H,, Mecklbg. Genossenschaftsbank; meckl. Landw. Haupt- genossenschaft Reiffeisen; Pommersch. Spiritus Verwertungsgenossenschaft; Molkereigenos- senschaft Lalendorf; Molkereigenossenschaft Güstrow; Zuckerfabrik Rostock; Zuckerfabrik Malchin; Molkereigenossenschaft Wittstock; Fürstliche Dampfmühle Bückeburg; Grundbuch Eintragungen; Vietgest, Nienhagen mit Hütte und Schwiggerow, Boldebuck mit Mühlengeez, Gülzow, Wilhelminenhof mit Parum; Reinshagen, Krümmel mit Muggendorf; Mühle Reinshagen; Gut Osterrade mit Bovenau und Wakendorf in Holstein; Forst Reinsdorf in
Preussen; Hof Nr. 3 Kleinenbremen in Preussen; Herrschaft Steyrling in Oberösterreich, Palais Schaumburg in Bonn; Schloss Schaumburg in der Grafschaft Schaumburg.

27.5.1936 Staatssekretär bei Göring verweist an den Reichs- und Preussischen Minister des Innern Wilhelm Frick, der mit der Angelegenheit schon befasst sei und sendet Abschrift an Reichsaussenminister von Neurath.

14.6.1936 Wolrad schreibt in der Fürstenfrage an Staatsrat Neumann (später Teilnehmer an der Wannsee-Konferenz).



15.7.1936 Friedrich Christian denunziert EBDAR bei Gestapo und diese ermittelt.

30.7.1936: Wolrad lässt vom unzuständigen AG Bückeburg bescheinigen, dass aufgrund Hausgesetz vom 8.12.1923 der persönliche Grundbesitz Adolfs dem Haus gehört und lässt im Grundbuch in Österreich sämtliche Grundstücke Adolfs auf das Haus umschreiben. Keinerlei Zustimmung der Erben eingeholt oder erteilt.

30.7.1936 Bormann empfiehlt Stephan an Ribbentropp.

5.8.1936 Das Gut in Österreich wird aufgrund der Bescheinigung des AG Bückeburg vom 30.7.1936 auf das Fürstliche Haus umgeschrieben.

18.8.1936: Hofkammer schreibt an Wolrad, Heinrich, Friedrich Christian, Herring- Frankensdorf und Vertreter von Stephan, dass zwecks Beleg dafür, dass das Fürstliche Haus Inhaber der Fürstlichen Dampfmühle ist, die Erben des Adolf eine Erklärung dahingehend abgeben müssen, dass die Fürstliche Dampfmühle Bestandteil des Hausgutes ist und nicht zum Privatvermögen des Adolf gehört hatte. So verlangt es das AG Bückeburg (Handelsregister). Erben geben Erklärung nicht ab.

21.8.1936 Bormann empfiehlt, Stephan zu befördern (Brief an Hess).

1.9.1936 Wolrad stellt Rückdatierungsantrag für Aufnahme in NSDAP.

2.9.1936 Runderlass des Reichs- und Preussischen Ministeriums des Innern vom 2. September 1936 - II-SB 6190/4008 (RMBl. S. 1186), Himmler. (Freimaurer).

19.9.1936 Wolrad (Fürst), Bathildis (Fürstin), Albrecht (Prinz), Herr von Poosch, Frau Brückl und Schlossinspektor Rohrssen führen in Steyrling eine Verlosung des “Nachlasses” Adolfs durch. Nicht einer der Miterben (bis auf Wolrad) ist zugegen. Im Protokoll heisst es, dass die Lose durch Herrn von Poosch gezogen werden und Wolrad, Bathildis, Albrecht und die übrigen bescheinigen die Richtigkeit. Der Nachlass Adolfs ist äusserst bescheiden (nur kleinere persönliche Sachen). Vom Gut selbst oder von anderen Vermögenspositionen ist nicht die Rede.

14.10.1936 Friedrich Christian bei Standarte Feldherrnhalle (Obersturmbannführer) Standartenführer.

7.12.1936 Hess befürwortet Wolrads Rückdatierung, Martin Bormann befürwortet die Beförderung von Stephan zum Gesandtschaftsrat I. Klasse. Runderlass des Reichs- und Preussischen Ministeriums des Innern vom 7. Dezember 1936 - II-SB 6190/4785. Dort wird die Loge EBDAR, der Heinrich angehört aufgeführt. Sie gilt als verbotene freimaurerlogenähnliche Organisation.

1937 Wolrad bekleidet das Amt eines Sturmführers der SA (Reiterstandarte der SA 65-Detmold).

1.1.1937 Gesamtübersicht des Reichsjustizministeriums über die am 1 Januar 1937 noch vorhandenen Hausgüter und Hausvermögen, Fideikommisse, Stammgüter, Lehen und sonstigen gebundenen Vermögen im Sinne des Art. 59 EGBGB (Bundesarchiv Bestand R 3001, 10191, 3. Fk 37, 2/37, Blatt 65 (62) belegt, dass es weder in Schaumburg-Lippe noch Oldenburg Hausgüter, oder Fideikommisse oder gebundeneVermögen gab.

27.1.1937 Das unzuständige Nachlassgericht Bückeburg stellt Erbschein nach Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe aus. Text: Adolf wird von seinen 4 Geschwistern zu je 1/5 und von Neffe und Nichte zu je 1/10 beerbt.

30.1.1937 Friedrich Christian gehört der Obersten SA Führung an.

1.2.1937 Gestapa ermittelt gegen EBDAR

7.2.1937 Satzung der Stiftung des Reichsministeriums des Inneren “Biologisches Krankenhaus” wird geändert.

24.3.1937 Brief Wolrads an Landespräsident Dreier . Er nennt sich “Nationalsozialist meiner Sippe”: Anfechtung Domanialteilungsvertrag, Korrespondenz mit Göring, Hess, Meissner, Alfred Meyer, wobei auch Bormann genannt wird

22.4.1937 Stapo ermittelt gegen EBDAR 1.5.1937 Wolrad Schwertfeger tritt in die
NSDAP ein. 7.5.1937 Stapo ermittelt gegen EBDAR 11.5.1937 Stapo ermittelt gegen EBDAR

15.6.1937. Wilhelm Rohrssen, Schlossverwalter in Bückeburg geht zu Goebbels nach Berlin als Hausintendent.

11.8.1937 Rechtspfleger Freitag vom Amtsgericht Bückeburg vermerkt auf der Rückseite des Erbscheins nach Adolf: “Vermögen nicht vorhanden Kostenberechnung 1 RM, Datum: 11.2.1936” (Schreibfehler da vor AdolfsTod).

23.8.1937 Wolrad erteilt Vollmacht als “Oberhaupt” des Fürstlichen Hauses an Schwertfeger gemäss Par. 14 des Hausgesetzes über das Hausgut des Fürstlichen Hauses Schaumburg-Lippe (AG Bückeburg).

8.9.1937 Gestapo und Gestapa ermitteln gegen EBDAR.

10.1937 Kurt Freiherr von Plettenberg wird von Göring zum Oberlandforstmeister befördert und tritt in die Dienste Wolrads ein. Er zieht von Berlin nach Bückeburg.

10.11.1937 Vermerk des Staatsekretärs bei Göring in Akte Wolrads wegen Titelfrage: Referent im Reichsinnenministerium hat zu dem Gesetzesentwurf noch nicht Stellung genommen.

19.11.1937 Gestapo ermittelt gegen EBDAR 3.12.1937 Gestapo und Gestapa ermitteln
gegen EBDAR

14.12.1937 Gestapo und Gestapa ermitteln gegen EBDAR

24.2.1938 Gnadenerlass Bouhler hinsichtlich Mitgliedschaft Stephan in EBDAR.

13.4.1938 Der Sicherheitsdienst des Reichsführers SS in Berlin lässt einen Bericht über die EBDAR anfertigen. EBDAR ist als gefährlicher Gegner anzusehen.

14.4.1938 Unter VI Nr. 27/38 erteilt das AG Bückeburg II ein Testamentsvollstreckerzeugnis

Testament bis heute verschwunden-

Akteneinsicht wird verwehrt.


Freitag, 8. Juli 2016

Interview in der Jüdischen Rundschau (Alexander zu Schaumburg-Lippe)

Alexander zu Schaumburg-Lippe in der Jüdischen Rundschau

Ich begrüsse dieses Interview, das inhaltlich anspruchsvoll ist und es verdient, kommentiert zu werden.

Herausgeber der in Berlin im Jahr 2014 gegründeten Jüdischen Rundschau ist Dr. Rafael Korenzecher (googeln lohnt sich; ich werde den dumpfen Eindruck nicht los, dass es sich nicht um eine Zeitung, sondern um ein blog handelt). 

wirtschaftlicher background

Mich wundert auch sehr, dass kein Redakteur unterschrieb. 

Und mich wundert sehr, dass Alexander, dem sämtliche Zeitungen und Zeitschriften zur Verfügung stehen, um statements abzugeben, auf dieses Format zurückgreift.

Wie dem auch sei, kursiert dieses Interview im internet. 

Folgende Aussagen aus diesem Interview erscheinen mir von Interesse:

1.

Frage: "Sie sind der Chef des Hauses Schaumburg-Lippe. Was bedeutet es für Sie, dem deutschen Hochadel anzugehören?
Antwort: Als Chef meines Hauses habe ich die Aufgabe, meine Familie zu repräsentieren und Schaden von ihr abzuwenden. Was die Aristokratie angeht, ist es ja so, dass wir inzwischen keine politische Funktion und keinen besonderen rechtlichen Status mehr haben. Das ist politisch in Ordnung, macht aber die Traditionspflege ziemlich schwierig, weil die Traditionen vom Recht nicht mehr geschützt werden. Es kann also eigentlich jeder kommen und sie vandalisieren. Die Rechtsmittel dagegen sind sehr begrenzt".
Mein Kommentar: 
Der Satz "Als Chef meines Hauses habe ich die Aufgabe, meine Familie zu repräsentieren und Schaden von ihr abzuwenden" ist für mich vollkommen unverständlich. Welches Verständnis von Familie wird hier zugrunde gelegt ? Ein Chef repräsentiert eine Familie ? Wer gehört zur Familie, zu welchem Familienverband ? Wie verträgt sich dieses Verständnis mit der Gleichheit von Mann und Frau ? Wie kann ein Mitglied einer Familie die Repräsentanz übernehmen ? Für wen ? Welcher Schaden der Familie soll abgewendet werden ?
Der Satz verdient analysiert zu werden, um erkennen zu können, welche Denkweise dahinter steckt. 
2.
Frage: "In fast allen Familien gibt es schwarze Schafe. Würden Sie mir recht geben, wenn ich sage, in der Ihrigen war das Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe?
Ganz eindeutig! Der Mann war ein problematischer Fall. Es ist natürlich unvermeidbar, dass eine solche Gestalt auch auf das Image des Hauses ausstrahlt. Außerdem muss ich sagen, dass es auch andere Brüder meines Großvaters gegeben hat, die sich in einem gewissen Umfang auf die Nazis eingelassen haben. Auch meinem Großvater wurde dies nachgesagt, aber nach meinem besten Wissen trifft es auf ihn nicht in diesem Umfang zu".

Mein Kommentar: Die Herangehensweise an die Thematik der Verstrickungen mit dem Nationalsozialismus ist korrekt. Auch ich glaube, dass Friedrich Christian eine aktive Schlüsselfigur war. Seine Motivation sollte erforscht werden. Leider wird dies dadurch erschwert, dass ein Zugang zum Familienarchiv verwehrt wird. Aufarbeitung setzt Offenlegung voraus.

Wolrad war auch problematisch. 


aus der Beilage vom Hannoverschen Kurier vom 24.8.1933: 
Wenn unseres Führers Wille und Graf Wilhelm ́s Geist sich vereinen, wird das neue Deutschland eine höchst unerschütterliche Unterstützung gefunden haben.” 
Das Vorwort zum Artikel lautete:
“Denn ich sehe aus der Pflege des Volkstumes, das echt in der Landschaft wurzelt, die grössere Liebe zu unserem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler und der Nation erwachsen. Unterschrift: Dr. Alfred Meyer.” 

Am 24 August 1933, Tag der Publikation dieser Hymne auf Hitler durch Wolrad  lebte noch Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe.

Wolrad war nach eigenem Verständnis einer mehr unter den Brüdern, dennoch versuchte er sich zu profilieren, warum ? Friedrich Christian, sein jüngster Bruder war seit dem 1. April 1933 Goebbels Adjutant, Friedrich Christian hatte am 10. Mai in Berlin die „Feuerrede“ zur  Bücherverbrennung gehalten.

Hatten Sie als junger Mensch Gelegenheit jenen Bruder Ihres Großvaters, Friedrich Christian, etwa zur Schoah zu befragen?
Er ist ja Anfang der achtziger Jahre gestorben, da war ich bereits ein denkender, auch politisch denkender Mensch. Ich habe mich hin und wieder mit ihm in schriftlicher Form auseinandergesetzt. Allerdings nicht über die Schoah, von der er angeblich glaubte, sein direkter Vorgesetzter Goebbels habe nichts davon gewusst, weil ein „guter Propagandaminister“ glauben müsse, was er sagt. Ich frage mich heute noch, ob er diese absurde Behauptung selbst für wahr gehalten hat. Er war in seinen Nachkriegsbüchern ein Apologet Hitlers, den er gut kannte und den er als vergeistigt und kultiviert darstellte. Es ist alles ziemlich abstoßend, vor allem, wenn er seinem Hang zur esoterischen Deutung nachgibt. Da grüßt ihn der tote „Führer“ zum Beispiel noch durch „überzufällige“ Zeichen aus dem Jenseits, nur weil beim Besuch des Obersalzbergs sein angebliches Lieblingslied im Radio läuft. Wirklich unerträglich, widerlich, frei von Hinterfragung, getränkt mit selbstgerechter, unkritischer Nibelungentreue. Wir hatten relativ wenig Kontakt und mein Vater, der ein streng konservativer christlicher Antifaschist gewesen ist und die Nazis wie die Pest hasste, war mit ihm heillos zerstritten. Er konnte ihn schlichtweg nicht ertragen".
Kommentar: Ich bin zwei Jahre älter als Alexander und habe Friedrich Christian persönlich erlebt, auch habe ich viele Briefe von ihm. Ich stimme weitgehend zu, er war realitätsfern und völlig verblendet. Bis in das weit fortgeschrittene Alter war er felsenfest von seinen Ideen überzeugt. Er war bis zum Schluss davon überzeugt Fürst zu Schaumburg-Lippe zu sein, weil er als minderjähriges Kind 1918 nicht abgedankt hatte und sein Bruder Adolf für ihn nicht hätte abdanken können. 

Hinter diesen Gedanken stecken nach meiner Meinung Komplexe die einen tiefliegenden Grund haben, den ich bereits mehrfach angesprochen habe. Friedrich Christian war nicht leiblicher Sohn von Georg. Er litt in der Familie unter einer fehlenden Anerkennung. Ausgleich suchte er ausserhalb der Familie. Er fand die Anerkennung in der Politik, bei den Nationalsozialisten. Einigen seiner Brüder zahlte er es heim. Er denunzierte Adolf und Heinrich. Nach dem Krieg suchte er wieder den Anschluss, aber weniger auf persönlicher, familiärer Ebene. Er suchte  Integration in einer seit langem nicht mehr existierenden monarchischen Struktur, in seinem Fall ein Familienersatz, so weit gehend, dass er die Rolle eines regierenden Fürsten beanspruchte. Die Suche nach dem Vater. 



Der Zwist mit dem Vater von Alexander hatte aber auch einen materiellen Hintergrund, es ging um erbrechtliche Ansprüche nach dem Testament von Georg und um Abfindungen, bis zum Schluss. 
"Ich sehe mich als Chef meines Hauses heute in der Pflicht, mit dieser historischen Verantwortung umzugehen, sie anzuerkennen und mich dementsprechend zu verhalten. Dies ist sicherlich einer der Gründe, weshalb ich für Israel tätig bin". 
Kommentar: Wenn dem so ist, so bitte ich öffentlich erneut um Öffnung des Familienarchivs. Geschieht dies nicht, dann muss ich davon ausgehen, dass dieser Satz leider eine hohle Floskel ist. 
Im Museo Lazaro Galdiano von Madrid
Kommentare können hier gepostet werden.


Dienstag, 5. Juli 2016

Im Oktober Lesungen in Göttingen und Braunschweig

Lesung aus dem Tagebuch  in Braunschweig:

Datum 6. Oktober 2016 um 19 Uhr

Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig
Fallersleber-Tor-Wall 23 | 38100 Braunschweig

http://www.bs-heimat.de/termine/biegel-termine.pdf


Bei der Gelegenheit ein Hinweis: das Interesse an den Vier Prinzen Büchern steigt auch in Bückeburg.




Samstag, 25. Juni 2016

EBDAR, Dr. Oswald Meyer-Housselle, Bo Yin Ra (Schneiderfranken)

Aus dem Bericht der SS über die EBDAR:

Die Berliner Loge wurde beim Amtsgericht Potsdam unter dem Namen “Verein Ebdar zu Berlin-Potsdam” angemeldet.

Der Leiter der Ebdar in Deutschland war der Halbjude Dr. Meyer-Housselle.
links Dagmar zu Schaumburg-Lippe


Dr. Oswald Meyer-Housselle, Kinderarzt





Trotz der Selbstauflösung 1933 arbeitete die Ebdar bis 1935 in Berlin weiter. Sie wurde endgültig erst im Frühjahr 1935 durch das Gestapa aufgelöst. Das Logenmaterial wurde, soweit es aufgefunden werden konnte, beschlagnahmt.

Die geistige Haltung der Ebdar glich der der Freimaurerlogen. Die Ebdar forderte von ihren Mitgliedern die Anerkennung der allgemeinen Menschheitsideale und lehnte die unterschiedliche Behandlung der Rassen ab....

“Aufnahmefähig ist jeder, der Rassenhass und Geringschätzung anderer Völker als Armutszeugnis eigener Rasse und eigenen Volkstums erkennt.”

Dass das nicht nur die Achtung fremden Volkstums bedeuten sollte, beweist die Mitgliedschaft von Juden und Halbjuden, die sich teilweise an führender Stelle befanden.
...

S. 310 Auslandsverbindungen der Ebdar

Noch heute muss der geistige Einfluss der Ebdar in Holland sehr stark sein. Der Adjutant des Prinzen Heinrich der Niederlande*, Oberst Schmidt, war und ist wohl auch heute noch Mitglied einer Auslandsloge der Ebdar. Prinz Heinrich selbst wird als Schüler Sch. Fr. (Schneiderfranken, BO YIN RA, der Verf.) bezeichnet. Wahrscheinlich war er auch unter irgendeinem Decknamen Mitglied einer der Ebdar Logen.



Joseph-Schneiderfranken Bo Yin Ra


Heinrich der Niederlande schrieb an Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe anlässlich der Taufe von dessen Tochter Dagmar  am 26 Februar 1934:


Brief von Heinrich der Niederlande an Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe

In weiterem Schriftverkehr hiess es:

Lieber Harry !


“Herzlichen Dank für Deine Einladung zur Taufe Eures lieben Toechterchens an der ich sehr gern teilgenommen hätte...

Dieselbe Nachricht, von der erfolgten Rueckkehr nach Lugano habe ich auch erhalten, naeheres von dort direckt aber noch nicht gehoert.

Mit herzlichen Grüssen Dein Heinrich, Niederl.”

(In Villa Gladiola in Massagno / Lugano lebte Bo Yin Ra, Josef Schneiderfranken von 1925 bis 1943).

Lage Villa Gladiola:

https://www.google.es/maps/place/Via+Praccio+24,+CH-6900+Massagno


webseite der Stiftung Bo Yin Ra Schweiz

http://www.bo-yin-ra.ch/stiftung.html



S. 311:Verhältnis zu Partei und Staat

Die Ebdar ist infolge ihrer freimaurerisch mystischen Haltung von der Partei als gefährlicher Gegner anzusehen. Durch ihre ausländischen Verbindungen haben die Mitglieder der Ebdar noch heute die Möglichkeit, die Interessen des Staates zu schädigen.

Unter den Mitgliedern der Ebdar wurden ein Parteigenosse sowie 2 SS Unterscharführer festgestellt.

Ein Prinz Heinrich von Schaumburg Lippe, angeblich der Bruder des Adjutanten von Dr. Goebbels, war unter dem Namen -Bruder Constantin- Logenmitglied der Ebdar.

Der Runderlass d. Reichs- und Preussischen Ministerium des Innern vom 7 Dezember 1936 - II SB 6190/4785 lautete (Politisches Archiv, Auswärtiges Amt in Berlin):

Zu den Freimaurerlogen, anderen Logen oder logenähnlichen Organisationen im Sinne des Runderlasses vom 2 September 1936-II S.B. 6190/4008 (RMBLiV S, 1186) gehören die nachstehend genannten Vereinigungen.

A.Freimaurerlogen B.Freimaurerlogenähnlichen Organisationen

...13. Ebdar (Ermächtigte Bruderschaft der alten Riten), Orden vom heiligen Gral im Orient von Patmos-Oranisation BoYin Ra`s.”

Wer trieb die Ermitlungen gegen EBDAR und Ihre Mitglieder auch voran ? Blatt 24 der Akte aus R 58, 6154 gibt Aufschluss:

Lugano, den 15 Juli 1936 (keine drei Monate nach Adolfs Tod, d.Verf.)
Sehr verehrter Pg Prinz Schaumburg !

Herzlichen Dank für Ihren freundlichen Brief und die beigefügte Fotografie.
Ganz besonders danke ich Ihnen für Ihr mir zugedachtes Buch “Deutsche Sozialisten am Werk”, welches ich, sobald es mir die Zeit erlaubt, mit grossem Interesse lesen werde. Wir werden in der nächsten Zeit Manchem, dem wir Ihr Werk in Ihrem Namen übergeben, eine grosse Freude bereiten.

In Sachen Bo Yin Ra sende ich Ihnen nun vorerst in der Anlage Abschrift eines Schreibens, welches uns Schneiderfranken seinerzeit für unsere Akten überlassen hat. Es ist sehr schwer, auch nur von zweiter Seite hier etwas über ihn zu erfahren, da er vollkommen zurückgezogen lebt. Sobald ich habe feststellen können, ob er hier in Lugano Verkehr hat, habe ich Anhaltspunkte. Trotz aller Bemühungen ist mir das aber bis heute noch nicht gelungen. Sie dürfen versichert sein, dass ich die Angelegenheit immer im Auge behalten werde. Die beigefügte Abschrift bitte ich gut aufzubewahren, falls sie hier noch gebraucht werden sollte.- Ich hoffe, Ihnen bald Weiteres berichten zu können.

Mit herzlichen Grüssen und Heil Hitler

Ihr Franz Lang Handschritlicher Vermerk oben links:

Herrn Major Nettery

z. Kntn. und weiteren Veranlassung Unten links:

Herr Schneiderfranken müsste einmal aufgefordert werden die früheren Mitglieder der EBDAR namentlich zu benennen. Am besten durch Dr. Hasselbacher*

(*Chef der Gestapo und d e r Freimaurersachverständige, siehe den seitenlangen Bericht in: Der Blitz Kampfblatt für deutsche Aktion vom 16.Mai 1937, dort: Friedrich Haselbacher: die Christian Science. Eine freimaurerische Vorhofgemeinde).

Haselbacher kam am 1.1.1934 ins Geheime Staatspolizeiamt (Gestapa). Er arbeitete im Dezernat II F unter Regierungsrat Wilhelm Mäurer. Dort übernahm er das Referat II F 2, das laut GVP des Gestapa vom 22 Januar 1934 für "Juden. Emigranten und Freimauer" zuständig war.











Friedrich Haselbacher wurde 1935 von Reinhard Heydrich befördert. 1936 wurde er Leiter des Dezernats II B im Gestapa, das für die Kirche, Juden, Freimaurer und Emigranten zuständig war. Seine Amtsbezeichnung lautete: Dienststellenleiter im Gestapa und Referent beim Chef der Deutschen Polizei für Juden-, Emigranten und Kirchensachen.

Friedrich Christian, Adjutant von Goebbels liess die Gestapo gegen EBDAR ermitteln, wissend dass sein Bruder Heinrich dazugehörte. Das war ein Teil des Kampfes gegen die Freimaurerei, mit dem Wolrad seine Rückdatierung bewirken wollte. Wolrad und Friedrich Christian wussten genau, dass sich Heydrich mit EBDAR befassen würde. Sie wussten, dass Heinrichs Position sehr geschwächt wurde. Das Gestapa hatte ein Jahr zuvor gegen Adolf ermittelt.

Der Name Schaumburg Lippe war in der Prinz Albrecht Strasse 8, bei der Gestapo und Gestapa, ein bekannter Name, der gleichzeitig für Täter wie für Opfer stand. Heinrich und Adolf waren bekannt. Sie wurden geschwächt, die Täter gestärkt. Wer gegen die eigene Familie denunzierte, bewies besondere Führertreue oder auch “Liebe zum Führer” und damit leistete er Dienste für die “Bewegung”..

Heinrich schrieb in seinTagebuch am 16 Mai 1945:

Die grösste Gefahr bedeutete für mich mein jüngster Bruder, der mich alleine 2 x anzeigte, resp. die Partei vor mir warnte. Man kann sich vorstellen, wie dies meine Position erschwerte. Es war schwer die Zeit lebend zu überstehen, ausser unter Gottes gnädigem Schutz, sonst wäre es nie aus eigener Kraft gelungen. Der Segen von Lugano lag auf mir und den Meinigen—-Bo Yin Ra ́s Segen. Das ist das grosse Geheimnis dieses wunderbaren Geschehens. Nach menschlichem Ermessen war mir keine Chance gegeben.

Sein weiterer Bruder setzte sich von Heinrich ab:

Stephan schrieb am 15 Februar 1937 von der Deutschen Botschaft in Rom an Herrn Prüfer, mit Durchschlag an Reichsführer SS und Gauleiter Bohle:
Zufolge eines Erlasses des Auswärtigen Amts habe ich ersehen, dass die EBDAR, Organisation Bo Yin Ras, als eine “freimaurerlogenähnliche Organisation” betrachtet wird.

Ich melde daher pflichtgemäss, dass ich s. Zt. im Herbst des Jahres 1925 dieser Organisation beigetreten war und im Frühling 1926 wieder ausgetreten bin. Damals hatte diese Organisation mit Politik nicht das Geringste zu tun und befasste sich lediglich mit der Erforschung geistiger und seelischer Dinge, sowie deren Zusammenhänge. Irgendein auch nur loser Zusammenhang mit Freimaurerlogen bestand meines Wissens nicht, im Gegenteil wurde der zersetzende Einfluss der Freimaurerei durchaus erkannt und verurteilt. Mein Austritt erfolgte aus eigener Initiative, weil mir die Organisation nicht zusagte.

Ich habe meine frühere Mitgliedschaft bislang nicht angegeben, weil ich mir eines Zusammenhangs dieser Organisation mit Freimaurerlogen nicht bewusst war,

Heil Hitler

Gez. Prinz zu Schaumburg-Lippe

Gleiche Meldung ergeht an: Reichsführer SS und Gauleiter Bohle

Aus Stephans Personalakte Bl. VI013087 Rep IV Nr. 1092 Politisches Archiv des AA in Berlin:

Sehr verehrter Herr Prüfer,

Gnadenerlass Bouhler

Fragebogen Spalte 13 Stephan Februar März 1938 Gnadenerlass Zentraleinlaufamt NSDAP
Gnadenerlass Mitgliedschaft zur Freimaurerloge Der Chef der Kanzlei des Führers der NSDAP Berlin, den 24 Februar 1938

Auf Grund der mir vom Führer mit Erlass vom 27 Juni 1937 erteilten Ermächtigung habe ich auf dem Gnadenwege entschieden, dass Sie trotz frührer Zugehörigkeit zu einer logenähnlichen Organisation (EBDAR, inspiriert von Josef Schneiderfranken = Bô Yin Râ; „Ermächtigte Bruderschaft der Alten Riten“) weiterhin Parteiämter bekleiden können.

Reichsleiter Unterschrieben Bouhler*

An den Parteigenossen Stephan Prinz zu Schaumburg-Lippe Rom

(*Philipp Bouhler Reichsleiter in der Kanzlei des Führers, hauptverantwortlich für das Euthanasieprogramm, d.Verf)

Ein weiteres Dokument (Bundesarchiv Findbuch PK Film Nr. 226) lautete:

Der Chef der Kanzlei des Führers der NSDAP Berlin W 8, den 24 Februar 1939
Vosstrasse 1
Fernruf 12 20 54
Stempel: Eingegangen 4 März 1938 Reichsleitung der NSDAP Zentraleinlaufamt
III a- 102012

An den Herrn Reichschatzmeister der NSDAP München
Betr. Gnadensache. Pg. Prinz zu Schaumburg Lippe, Rom (handschriftlicher Vermerk: ohne Vorname, Stephan). Mitglied.- Nr. 309.344

Ihr Zeichen: o.V.

Im Auftrage des Chefs der Kanzlei des Führers der NSDAP, Herrn Reichsleiter Bouhler, überreiche ich Ihnen in der Anlage Fotokopie der in obiger Gnadensache getroffenen Entscheidung zur Kenntnisnahme.

Heil Hitler ! I.A. Reichsamtleiter

Gesamtverzeichnis der Schriften von Bo Yin Ra


http://www.kober-verlag.ch/pdf/kober-verlag-gesamtverz.pdf

http://verbrannte-und-verbannte.de/list

Dr. Oswald Meyer-Housselle kehrte 1945 nach Berlin Spandau zurück.

Im amtlichen Fernsprechverzeichnis fand ich diesen Eintrag:

Dr. Oswald Meyer-Housselle Spandau 
Falkenhagener Str 33
Fernsprechnummer 37 97 10

Bo Yin Ra Bücher von Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe