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Dienstag, 16. Juli 2019

Kennen Bund, SPK und Länder BB die Plettenberg Akte ?


Wenn nein dann sollten sie. Sie ist sehr interessant und wird nicht jedem gefallen.

Zum einen dokumentiert sie viele Vorgehensweisen von Seiten der Verwaltung der Familie Schaumburg-Lippe.

Da der Bevollmächtigte Wolrads auch Bevollmächtigter der Hohenzollern war enthält die Akte auch Vorgänge zur Regelung der Vermögensverhältnisse dort.

Verzichtserklärung des Kaisers auf inländisches Vermögen ist eventuell nicht ohne rechtliche Bedeutung.

Mein Interesse geht dahin, dass sich Bund und Länder Brandenburg und Mecklenburg ein wenig einlesen. Verwaltungsgerichte Potsdam, Greifswald und das Landgericht Bonn kennen die Akte inzwischen.






Samstag, 13. Juli 2019

Kriegsschuldfrage: Phoenix aus der Asche ?




Im Strafrecht liegt ein Versuch vor, wenn das Stadium des "Jetzt geht´s los" erreicht ist.

Die kollektive Schuld am Nationalsozialismus ist ein untauglicher Versuch der Entlastung, wenn konkretes, individuelle Handeln nachweisbar ist.

Konkrete Personen haben in Kenntnis von der beabsichtigten Nutzung des Palais Schaumburg in Bonn, dieses, freiwillig,  "übereignet", damit es zum Zwecke  der Durchführung eines Angriffskrieges eingesetzt wird.

Das Palais Schaumburg in Bonn wurde von der Verwaltungsleitung der Familie Schaumburg-Lippe, ohne Mitwirkung sämtlicher Familienmitglieder an die Reichswehr übertragen, damit in diesem Gebäude der Stab untergebracht wird, der den Angriff gegen Frankreich leiten sollte.

Stellt sich aufgrund dieser Erkenntnis eine Frage nach der Mitschuld am Krieg ?

Dies ist ein Gedanke der es wert ist in die Welt gesetzt zu werden.

Begriffe wie belastet, Unterstützer des Nationalsozialismus, Mitläufer greifen kurz.

Kann erwartet werden, dass das Bundeskanzleramt diese Fragen offiziell zur Kenntnis nimmt  ?

Schwierige Frage. Im Palais Schaumburg in Bonn treffen positive und negative Kräfte aufeinander. Ein vorbildliches politische System und eine Vergangenheit die einen Krieg auslöste. Wie kann dieser scheinbare Widerspruch nutzbringend für die Gemeinschaft dargestellt werden ? Phoenix aus der Asche ?

Das Palais Schaumburg beherbergte negative Macht, den Stab der Wehrmacht der einen Angriffskrieg steuerte. Das Palais Schaumburg beherbergte und beherbergt positive Macht, ein Kanzleramt. Selber Breitengrad in beiden Fällen.



Kurt von Plettenberg leitete die "Verkaufsverhandlungen"

https://www.vierprinzen.com/2018/12/kriegsvorbereitungen.html

Und ich habe ein berechtigtes Interesse daran, dass festgestellt wird, dass Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe an der Krigesvorbereitungshandlung nicht beteiligt war.

Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe

aus der Beilage vom Hannoverschen Kurier vom 24.8.1933: 
Wenn unseres Führers Wille und Graf Wilhelm ́s Geist sich vereinen, wird das neue Deutschland eine höchst unerschütterliche Unterstützung gefunden haben.” 
Das Vorwort zum Artikel lautete:
“Denn ich sehe aus der Pflege des Volkstumes, das echt in der Landschaft wurzelt, die grössere Liebe zu unserem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler und der Nation erwachsen. Unterschrift: Dr. Alfred Meyer.”

Freitag, 12. Juli 2019

"Verkauf" des Palais Schaumburg an die Wehrmacht war eine Kriegsvorbereitungshandlung

Der "Verkauf " des Palais Schaumburg in Bonn an die Wehrmacht 1939 war eine Vorbereitungshandlung eines gegen Fankreich geplanten Krieges.

Deshalb musste 1936 Adolf fürst zu Schaumburg-Lippe aus dem "Weg" geräumt werden.

Oberst Kuntzen vom Reichskriegsministerium am Abzug


siehe auch Schriftstücke zum Verkauf des Palais Schaumburg hier

https://www.vierprinzen.com/2018/12/kriegsvorbereitungen.html

interessante Fotos von der Trauerfeier aus Anlass des Todes von Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe und Ehefrau



Mittwoch, 10. Juli 2019

Reparationen an Griechenland und politische Korrektheit

Was ist politisch korrekt ?

Ich überlege: ein Gutachten des Deutschen Bundestages schliesst Ansprüche Griechenlands wegen Zwangsanleihen und anderen Schäden trotz Ablaufs einer 70 Jahre Frist nicht aus.

Ist es  politisch korrekt die Zueignung des Palais Schaumburg durch die Wehrmacht im Rahmen von Kriegsvorbereitungshandlungen in Frage zu stellen, auch wenn mein Grossvater nicht zu den üblichen Verfolgten zählte ?

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/004/1800451.pdf

Bundesregierung dazu:

Nahezu 69 Jahre nach Kriegsende und nach Jahrzehnten friedlicher, vertrauensvoller und fruchtbarer Zusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland mit der internationalen Staatengemeinschaft einschließlich dem NATO-Verbündeten und EU-Partner Griechenland hat die Reparationsfrage ihre Berechtigung verloren. Deutschland hat seit Beendigung des Zweiten Weltkrieges in hohem Maß Reparationsleistungen erbracht, die die betroffenen Staaten nach allgemeinem Völkerrecht zur Entschädigung ihrer Staatsangehörigen verwenden sollten. Allein durch Wiedergutmachung und sonstige Leistungen wurde ein Vielfaches der ursprünglich auf der Konferenz von Jalta ins Auge gefassten Reparationen in Höhe von 20 Mrd. US-Dollar erbracht. Im Übrigen wären Reparationen mehr als 65 Jahre nach Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen ohne jede Präzedenz.

Hat die Bundesregierung Überlegungen angestellt, ob sie sich im Falle einer Klage Griechenlands auf Zahlung von Reparationen oder Rückzahlung der Zwangsanleihe vor dem Internationalen Gerichtshof freiwillig dessen Rechtsprechung unterwerfen würde, und wenn ja, zu welchem Schluss ist sie dabei gekommen?

Diese Frage bezieht sich auf einen hypothetischen Sachverhalt. Die Bundesregierung nimmt zu hypothetischen Sachverhalten nicht Stellung.

Mein Verfahren vor dem Landgericht ist kein hypothetischer Sachverhalt.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Geh%C3%B6rt-das-Palais-Schaumburg-gar-nicht-dem-Staat-article4078986.html



Am heutigen Tage habe ich als Begründung für die Zulassung einer weiteren Beschwerde an das Landgericht Bonn geschrieben:

Gz: 6T 92/19

Zu meinen Ausführungen im Schriftsatz vom 8.5.2019 füge ich aus gegebenem Anlass hinzu:

Ein Gutachten des Deutschen Bundestages schliesst Ansprüche Griechenlands wegen Zwangsanleihen und anderen Schäden trotz Ablaufs einer 70 Jahre Frist nicht aus.


Die Bundesregierung antwortete auf die Kleine Anfrage der Fraktion der Linken:

"Nahezu 69 Jahre nach Kriegsende und nach Jahrzehnten friedlicher, vertrauensvoller und fruchtbarer Zusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland mit der internationalen Staatengemeinschaft einschließlich dem NATO-Verbündeten und EU-Partner Griechenland hat die Reparationsfrage ihre Berechtigung verloren. Deutschland hat seit Beendigung des Zweiten Weltkrieges in hohem Maß Reparationsleistungen erbracht, die die betroffenen Staaten nach allgemeinem Völkerrecht zur Entschädigung ihrer Staatsangehörigen verwenden sollten. Allein durch Wiedergutmachung und sonstige Leistungen wurde ein Vielfaches der ursprünglich auf der Konferenz von Jalta ins Auge gefassten Reparationen in Höhe von 20 Mrd. US-Dollar erbracht. Im Übrigen wären Reparationen mehr als 65 Jahre nach Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen ohne jede Präzedenz".

Hat die Bundesregierung Überlegungen angestellt, ob sie sich im Falle einer Klage Griechenlands auf Zahlung von Reparationen oder Rückzahlung der Zwangsanleihe vor dem Internationalen Gerichtshof freiwillig dessen Rechtsprechung unterwerfen würde, und wenn ja, zu welchem Schluss ist sie dabei gekommen?

"Diese Frage bezieht sich auf einen hypothetischen Sachverhalt. Die Bundesregierung nimmt zu hypothetischen Sachverhalten nicht Stellung".

Mein Verfahren vor dem Landgericht Bonn ist kein hypothetischer Sachverhalt. Ich bin der Ansicht, dass die Rechtsfrage nicht abschliessend in der ersten Instanz geklärt werden darf.


Rechtsanwalt  

Mobiliar Palais Schaumburg

Ein interessanter Katalog zur Versteigerung des Mobiliars aus dem Palais Schaumburg findet sich hier

https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/lempertz1929_10_15

Privatvermögen würde ich sagen.


Sonntag, 7. Juli 2019

von Nazis verfolgter Fürst






Ich würde die Frage ob Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe ein vom NS Regime Verfolgter war bejahen.

Auch seine Frau Ellen wurde verfolgt.


Wer diese Behauptungen nachprüfen möchte sollte sich diesen blog gründlich ansehen.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Signo: Rauchvorhänge und Scheindiskussionen

In den Medien wird mehrfach wöchentlich die Leserschaft aufgerüttelt mit Meldungen wie: diese und jene app ermöglicht das Belauschen der Nutzer, Mikrofone hören im Wohnzimmer mit, der Zugriff auf Alexa soll ermöglicht werden, und so weiter.....

Datenschutz ist gefährdet, Facebook´s Datenlecks sind eine Katastrophe...

Derartige Meldungen sind Rauchvorhänge. Sie verdecken in sehr geschickter Weise, was wirklich geschieht.

Wie komme ich darauf ?

Gestern war ich aus beruflichen Gründen in einem spanischen Notariat in Madrid. Mir wurde das Programm signo vorgestellt.



Mit diesem "Werkzeug" kann jedes Notariat in Spanien auf sämtliche Urkunden eines anderen Notars unter Zuhilfenahme von Personalausweisen, Steuernummern von Unternehmen zugreifen, Personalausweise mit Lichtbild abrufen, Testamente herunterladen, feststellen ob jemand Steuerschulden hat, ob er Wohngeldrückstände hat, ob  er Grundsteuer schuldet, ob er Gesellschafter in der Firma a oder b ist, wer sein Mitgesellschafter ist, kurzum, viele wirklich bedeutsamen Umstände erforschen. Und der Zugang durch Notariatsangestellte hinterlässt keinerlei Spur. Alles wunderbar vernetzt.

Es heisst in der Überschrift des webauftritts von signo:

Signo Technologie im Dienst des Bürgers


Persönliche Beziehungen, Familiäre Beziehungen, Testamente, Nachlässe. Wohnungen, Immobilien Hypotheken, Darlehen, Unternehmen, Gesellschaften, Protokolle, Vollmachten, Verschiedenes

Nun frage ich:

Derartige Werkzeuge kennt so gut wie kein Bürger.
Aber es wird über Alexa diskutiert.
Wieso spricht niemand über derartige Werkzeuge ?

Es interessiert kein "Schwein" was wir im Wohnzimmer quatschen. Oh, aber es wird zum grossen Thema hochgepuscht, weil damit eine Bekanntgabe der Möglichkeiten wie die von signo unterbunden wird.

Und nun zurück zu den vierprinzen.

Archivsperren ja, weil es ungemütlich wird für die da oben.
Bekanntgabe von signo, auf die x öffentliche Stellen Zugriff haben können (Steuerbehörden, Europol, Interpol, BND, CIA, NSA) nein.

Es werden Diskussionen entworfen die von der Reichweite durch die Fragestellung verstümmelt sind.

Alles klar ?

Dies war ein Exkurs, sorry. Und ich bitte den laxen Ton zu entschuldigen.

Keine Verschwörungstheorie, knallharte PRAXIS.


Donnerstag, 6. Juni 2019

Henrikus Maria Vierling´s Grab

In diesem Beitrag

https://archivalia.hypotheses.org/18234

recherchierte ich nach Henrikus Maria Vierling der im Steinbruch Steinbergen ermordet worden war.

Ich habe den Eindruck, dass hier seine Grabstätte verzeichnet war (der Holländer).

https://digitalcollections.its-arolsen.org/050305/content/pageview/1298190  


 evangelisch lutherischer Friedhof in Meinsen



Von dort muss er umgebettet worden sein. Ich fand seinen Grabstein im internet:


Vielleicht ein Gedenkstein in Tilburg.

Habe die evangelisch lutherische Gemeinde in Meinsen gefragt, ob sie etwas weiss.

Diesen thread aus archivalia habe ich kopiert. Er ist Henrikus Maria Vierling gewidmet.






Henrikus Maria Vierling ‘Brandreng’ könnte Bandung sein, damals eine Stadt im Niederländischen Ost-Indien (heute Indonesien). Die Städte Ostindiens herbergten viele Niederländer (Beamte usw).

  • Kann das jemand übersetzen ? Henricus Maria Vierling
    Geboren 19 mei 1920, Bandoeng.
    Goirleseweg 37.
    Overleden 28 december 1943, Steinbergen, 23 jaar.
    Vanaf 27 oktober 1944. De tragiek van de Tilburgers die na 27 oktober 1944 in Duitsland zijn overleden, was dat zij het slachtoffer werden van bezettingsmaatregelen die op dat moment in hun woonplaats al verleden tijd waren. De tragiek was ook dat dat meer dan de helft was van al de Tilburgers die gedwongen waren om in Duitsland te gaan werken en aldaar om het leven kwamen. Aan hen moeten wij toevoegen als slachtoffers: als gevolg van een onbekende oorzaak:
    zu finden hier:
    Wenn ich mich nicht irre, so war er wohl ein Bürger von Tilburg.
    In der NZZ fand ich diese Meldung:
    Wurde er wohl 1943 nach Lahde/Steinbergen verschleppt ?
  • Ah, Bandoeng war es also. .............
    Nach dem 27. Oktober 1944. Die Tragik der Tilburger, die nach dem 27. Oktober 1944 in Deutschland gestorben sind, war, dass sie Opfer von Bersatzungsvorschriften wurden, die an ihrem Wohnort bereits Vergangenheit waren. Die Tragik war auch, dass es mehr als die Hälfte aller Tilburger waren, die gezwungen wurden, nach Deutschland zum Arbeiten zu gehen und dort ums Leben kamen. Bei ihnen muss der Bezeichnung Opfer zufügen: “als Folge unbekannter Ursache”.
    Hintergrund: In der Veröffentlichung “Het leven gebroken” waren nur “offizielle” Opfer aufgeführt. In dieser ergänzenden Übersicht folgen 14 weitere Opfer, darunter acht in Bezug auf den Arbeitseinsatz, zu dem alle Männer von 18 bis 35 Jahren Arbeitspflichtig waren, was für den Zeitraum vom 6. Mai bis 14. September 1943 galt.
    Aber: Die zitierte niederländische Passage bezieht sich *nicht* auf Vierling, sondern mit Doppelpunkt auf die vier nachfolgenden Namen. Für Vierling gilt wie für P. J. Fonken schlicht: “in Folge einer unbekannten Ursache”, also “aus unbekannten Gründen”.
  • ..............
    *Beim Namen genannt werden Gefangene die im Steinbruch in Steinbergen (Aussenlager des Straflagers Lahde) verstarben:
    Henrikus Maria Vierling, Holländer, geboren 19.5.20, gestorben 28.12.1943,Wohnort Steinbergen 144. (5)
    Theodor Peters, Brite (Holländer?), geboren 26.5.23, gestorben 11.12.1943, Wohnort Steinbergen 144 (5)
    Andrey Baran, Pole, geboren 19.3.19, gestorben 27.3.1945, Wohnort Steinbergen 144 (1)
    Konstantin Misiejuk, Weissrusse, geboren 15.3.1924, gestorben 11.2.1945, Wohnort Steinbergen 144 (3)
    Michael Anisudkin, “Ostabeiter”, geboren 12.1.1920, gestorben 31.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
    Grigori Kindra, “Ostabeiter”, geboren 10.5.1924, gestorben 30.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
    Felix Blaszczyk, Pole, geboren 25.6.1923, gestorben 20.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (1)
    Jaroslaw Chab, Protektoratsangehöriger, geboren 14.1.1899, gestorben 10.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
    Stanislaw Koslowski, Pole, geboren 25.10.1911, gestorben 18.11.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
    Fedor Korow, “Ostabeiter”, geboren 27.12.1915, gestorben 8.11.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
    Henryk Bukowski, Pole, geboren 18.1.1921, gestorben 18.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
    Johann Pawloswski, Pole, geboren 21.10.1921, gestorben 14.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
    Josef Jama, Pole, geboren 10.6.1917, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
    Francisek Kaczmarek, Pole, geboren 11.9.1911, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
    Zdislaw Tokarski, Pole, geboren 26.11.1923, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
    Dimitrj Stupak, “Ostarbeiter”, geboren 8.9.1926, gestorben 7.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
    Felix Franos, Pole, geboren 24.3.1922, gestorben 6.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
    David Tschichwaija, Pole, geboren 13.12.1920, gestorben 5.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
    Zivota Pavlovic, Serbe, geboren 29.5.1922, gestorben ——, Wohnort Steinbergen 144 (2)
    Alexander Kondratschow, “Ostarbeiter”, geboren 18.8.1922, gestorben 20.9.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
    Jan Woitowicz, Pole, geboren 10.5.1922, gestorben 5.9.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
    A. Jastremski, West Ukraine, geboren 4.3.1912, gestorben 23.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
    Victor Boltwinow, Pole, geboren 12.8.1926, gestorben 10.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (5)
    Josef Wachowiak, Pole, geboren 7.7.1908, gestorben 9.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (7)
    Anatoli Poleschtschuk, “Ostarbeiter”, geboren 15.11.1900, gestorben 15.7.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
    Casimir Przybilski, Pole, geboren 11.8.1916, gestorben 28.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
    Iwan Hallenja, “Ostarbeiter”, geboren 1911, gestorben 24.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (8)
    Adek Rojek, Pole, geboren 8.4.1921, gestorben 9.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
    Wladislaw Gurski, Pole, geboren 1.5.1914, gestorben 5.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
    Wassili Gebenink, “Ostarbeiter”, geboren 12.8.1928, gestorben 1.3.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
    Alexander Kazura, “Ostarbeiter”, geboren 20.8.1911, gestorben 1.3.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
    Anton Olszewski, Pole, geboren 4.12.1915, gestorben 26.2.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
    Czeslaw Kasprzyk, Pole, geboren 16.5.1923, gestorben 15.2.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
    Ewgeni Puschin, “Ostarbeiter”, geboren 1.5.1923, gestorben 28.10.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)
    Peja Stanilaw, Pole, geboren 4.1.1920, gestorben 4.9.1943, Wohnort Steinbergen 144 (2)
    Stanislaus Granczyk, Pole, geboren 16.7.1905, gestorben 2.9.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)
    Alexander Wereskikow, “Ostarbeiter”, geboren 6.7.1903, gestorben 13.8.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)
    Todesursachen:
    Auf der Flucht erschossen (1)
    Erschossen wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt (2)
    Selbstmord (3)
    verstorben wegen allgemeiner Schwäche (4)
    Todesursache unbekannt (5) Kurios dass dies ausgerechnet bei einem Holländer und einem Briten steht
    Erschossen wegen Fluchtversuch (6)
    Erschossen wegen tätlichem Angriff (7)
    gestorben an Herzschwäche (8)
    Hinter der Adresse Steinbergen 144 verbergen sich die Nebenräume des Schlosses Arensburg (eine “fürstliche” Unterkunft des “Fürsten” Wolrad zu Schaumburg-Lippe). Der Steinbruch war und ist nach Angabe Wolrads und dessen Nachfolger Eigentum des “Oberhauptes des Hauses Schaumburg Lippe”.
    (siehe Details in Kapitel 18 des Buches Vier Prinzen:
    http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100
  • Nicht so schnell Moment, hier geht es nicht um die quasi amtliche “Todesursache”, sondern darum, warum jemand in der erwähnten Veröffentlichung als “Opfer” (slachtoffer) bezeichnet wurde. Es ist – jedenfalls hier – eine historiographische Kennzeichnung, keine behördliche, ebensowenig wie es an anderer Stelle die amtliche Todesursache “durch alliiertes Bombardement gestorben” gibt, sondern nur die systematisch-historiographische.
  • Sorry Die von mir erstellte Namensliste basiert auf den Angaben des Standesamtes der Stadt Rinteln, den Ermittlungsakten der StA Bückeburg aus dem Jahr 1988 und dem Steinbergen Quarry Case aus dem Jahr 1948. Die Todesursachen sind wörtlich übernommen. Bei Klaus Maria Vierling und Theodor Peters hiess es “Todesursache unbekannt”.
    Das Archiv in Tilburg habe ich freundlich gebeten, mir zu sagen, ob dort weitere Information vorliegen zu den Todesumständen.
    In der Veröffentlichung die Sie freundlicherweise übersetzt haben, wird Henrikus Maria Vierling als Opfer bezeichnet, Todesursache ungeklärt. Verstanden, es ist nur eine historiographische Kennzeichnung. Vielleicht kommt aber noch was dazu.
  • Okay, vielleicht haben die Tilburger Historiker in diesem Fall auch die amtliche Todesursache übernommen und konkretisieren sie immer, wenn sie Material finden, etwa “Tod im alliierten Bombardement”.
  • Bingo !! Vielen Dank Herr Bartz ! Er ist es. Ich habe den Schnipsel ausgebreitet und es stand da:
    1944
    HM Vierling, Delft mechanical engineer employed at the Thiess works, who was arrested early in November as a result of a remark he made in a private conversation and was transferred to the Lahde Camp where he died late in December. …
    Habe dann ein studentisches Mitteilungsblatt gefunden: De Geus onder studenten vom 15 Mai 1944, Heft Nummer 26. Darin wird referiert über das Schicksal von Studenten die nach Deutschland verschleppt wurden.
    Dort heisst es: ” 19. H.M. Vierling (T.H. Delft, werkt. ing.) eveneens tewerkgesteld bij Adolf Thies Apparatebau. Deze Student is begin November jl. op grond van een nitlating in een particulier gesprek gearresteerd en eveneens naar het strafkamp te Lahde overgebracht. Hij is daar in de 2de helft van December bezzweken. Zelfs nazes weken en wellicht nog op dit oogenblick outbreekt ieder officieel bericht van overlijden.”
    Ich versteh in etwa, dass es sich um einen Studenten der Ingenieurswissenschaften handelte der in Delft studierte. Zwangsarbeit leistete er bei Adolf Thies Apparatebau (vermutlich in Göttingen, meine Vermutung). Im November 1943 soll er wegen einer Bemerkung ins Lager Lahde verschickt worden sein. In der zweiten Hälfte Dezember 1943 starb er unter unbekannten Umständen.
    Wer kann sich so etwas vorstellen: ein 23 jähriger Student, der an der Hochschule in Delft Ingenieurw. studiert, kommt in ein Straflager und muss in Eiseskälte in einem Steinbruch härteste Arbeit leisten- Keine 8 Wochen hat er das ausgehalten…..
    Mir geht darum, der Namensliste der Verstorbenen wenigstens ein sichtbares Gesicht zurückzugeben. Vielleicht finde ich eine Photographie im Archiv der Hochschule Delft.
  • details “19. H. M. Vierling (T.H. Delft, Werkzeugingenieur) ebenfalls eingestellt von Adolf Thies Apparatebau. Dieser Student ist Anfang November vorigen Jahres auf Grund einer Bemerkung in einem Privatgespräch arrestiert und gleichfalls ins Straflager zu Lahden überbracht worden. Er ist dort in der 2ten Hälfte Dezember erlegen. Selbst nach sechs Wochen und vielleicht noch in diesem Augenblick mangelt es an jeder offiziellen Todesmitteillung.”
    In Nr. 17 wird Adolf Thies Apparatebau in Nienburg a. d. Weser angegeben, ist im räumlichen Verhältnis zu Lahde auch nahe liegend. Wer Vierling denunziert hat und woher die Informationen über die Umstände seiner Einlieferung nach Lahde stammen, ist unklar. In der Liste Nr. 17 und 18 sind noch zwei weitere Holländer angegeben,die von Thies kamen und in Lahde nach etwa zwei bis drei Monaten starben (hier keine Informationen über Steinbergen). Vielleicht gibt es Akten über die Denunziation im HStA Hannover.
  • Erschütternd wie Studenten jedweder Fachrichtung (sogar Theologie) innerhalb weniger Wochen ums Leben kamen.
    Ich gehe davon aus, dass der “amtliche” Grund der Verbringung nach Lahde “Arbeitsvertragsbruch” lautete. Siehe auch Seite 163 unten und 164 oben in
    Eine “via crucis”: Zwangsarbeit in einem Betrieb, Verbringung in das Arbeitserziehungslager Lahde, von dort in den “Reisswolf”: Steinbruch Steinbergen, Straflager des Arbeitserziehungslagers Lahde. Im Steinburch wurden die jungen Menschen innerhalb weniger Wochen liquidiert.
    Nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung und das gezeigte Interesse. Stückchen für Stückchen kommt ein Bild zustande, das man sich kaum vorstellen kann.



Arolsen collections und Steinbruch Steinbergen

ich verweise auf meinen Beitrag zum Steinbruch Steinbergen in dem namentlich die Getöteten gelistet sind:

https://www.vierprinzen.com/2012/03/steinbruch-steinbergen-messingberg.html

In den

https://digitalcollections.its-arolsen.org/

konnte ich keinen einzigen Namen wiederfinden.

Nur Hinweise auf Grabstätten ohne Namen in Schaumburg Lippe

Lageskizze im Steinbruch

https://digitalcollections.its-arolsen.org/050305/content/pageview/1298192

https://digitalcollections.its-arolsen.org/050305/content/pageview/1298194

https://digitalcollections.its-arolsen.org/050305/content/pageview/1298196

https://digitalcollections.its-arolsen.org/050305/content/pageview/1298198

https://digitalcollections.its-arolsen.org/050305/content/pageview/1298200

Grab von Henrikus Maria Vierling entdeckt ? https://digitalcollections.its-arolsen.org/050305/content/pageview/1298190  siehe Beitrag hier:
https://archivalia.hypotheses.org/18234

https://digitalcollections.its-arolsen.org/050305/content/pageview/1298178

Interessant ist dieses Schreiben des Landkreises Scahumburg mit dem Aktenzeichen 00.00 vom 25 November 1966



Donnerstag, 30. Mai 2019

Journalismusschulen und Faktencheck

Zum Artikel in der SZ mit dem Titel: Journalistenschulen: Für Starreporter ist da wenig Platz

Die SZ zitiert unter anderen Journalistenschulen die Hamburg Media School:
"Wir (HMS) stehen darüber hinaus mit unseren Dozierenden aus Wissenschaft und Praxis im regelmäßigen Austausch über die Standards einer sorgfältigen Überprüfung von Fakten; bisher gab es hierzu keine Veranlassung für Beanstandungen. Ebenso wenig erkennen wir in unserem Studiengang einen Trend unter Studierenden zur Literarisierung auf Kosten der Wahrheit; insbesondere wollen wir die Studierenden in der Lehre für ein professionelles Fact Checking und die Verifikation von Informationen sensibilisieren".
Faktencheck und Verifikation von Informationen sind aus meiner Sicht unerlässlich.
Gerade aus diesem Grund kann ich nicht befürworten, dass Journalisten, und ich verweise auf meinen hier kürzlich publizierten Beitrag zum "investigativen Journalismus", Faktencheck und  Verifikation von Informationen auslassen. 
Wenn mit lapidaren Begriffen wie Verschwörungstheorie ein Faktencheck vermieden wird, Meinung verbreitet wird, dann handelt es sich um billigen Journalismus der berechtigten Ansprüchen nicht gerecht wird.

Und genau das, würde, wenn die Leitlinien einer Journalistenschule ernst genommen werden,  zum Durchfallen eines angehenden Journalisten führen müssen.
Faktencheck scheuen diejenigen die wissen, dass es brenzlig wird.
Rezo hat es erlebt.

Oder die Diskussion wird auf andere  Aspekte gelenkt, um den Faktencheck zu verhindern, der sehr  unangenehm werden kann.

Oder man spricht von der Regulierung der Aktivitäten von sogenannten "Influencern". Wieso soll ein politischer Beitrag von einem "Influencer" stammen ? Schon diese Etikettierung sucht nichts anderes als die Ausgrenzung vom "politischen Betrieb". Und sie heisst nichts anderes als "Meinungs- oder Stimmungsmacher", genau das Gegenteil von Faktenlieferant. Wir hier, die althergebrachten Parteien, dort die jungen kommerziellen Selbstinszenierer die manipulieren und Einfluss nehmen wollen. Die Aussage wird zur Nebensächlichkeit.

Regulierung ist Eingriff, oder sollte es in diesem Fall Angriff auf die Meinungsfreiheit heissen ?
Es ist eine uralte Taktik. "Kill the messenger if the message is dangerous".

Zurück zum Artikel von Herrn Bert Strebe:

Wie kann es sein, dass er den Faktencheck auslässt und 101 Jahre nach der Abschaffung der Monarchie,  falsch, rechtlich und historisch, bis in das Jahr 2019 hinein, eine "Fürstengalerie" inszeniert ?

Das ist Relotiusstil.



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