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Samstag, 17. August 2019

Kammler zdf history Quelle hinzugefügt ?

Bin gespannt ob der Beitrag zu Kammler den die Presse heute pusht der von 2014 ist.

Mir fiel damals auf dass das Dokument welches das Überleben per 30 Mai und November 1945 belegen sollte nicht eingeblendet wurde.

2014 schrieb ich:

https://www.vierprinzen.com/2014/04/gerucht-hans-kammler-soll-1945-nicht.html

Wie mir zu Ohren gekommen ist sollen Unterlagen aufgetaucht sein, die belegen, dass Hans Kammler 1945 nicht in der Nähe von Prag durch Selbsttötung ums Leben kam. Vielmehr sei er zu den Amerikanern übergelaufen. Er habe seine Kenntnisse in der Atomforschung in den USA weitergegeben und 1947 in den USA Selbstmord verübt.

Man darf gespannt und skeptisch sein. Dieses Jahr sollen die Belege veröffentlicht werden: das Verhörprotokoll Kammlers vom OSS (Office Strategic Services).

Hans Kammler

Indizien:

* Brief von Ingeborg Alix zu Schaumburg-Lippe in dem sehr detailgetreu der Tod von Hans Kammler beschrieben wird.


Ich halte den Brief nicht unbedingt für glaubwürdig (siehe S. 74).

* Die Witwe, Frau Jutta Kammler, beantragt 1948 beim Amtsgericht Charlottenburg ihren Mann für tot erklären zu lassen. Wenn Hans Kammler 1947 in den USA Selbstmord beging, dann konnte er in Deutschland problemlos für tot erklärt werden, auf die Todesumstände kam es nicht so sehr an.

Wenn er in den USA am paperclip Programm teilnahm, trotz der gegen ihn vorliegenden Belastungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, so war es ein Gebot der Stunde, die Geschichte unter den Teppich zu kehren.

Ich befürchte, dass selbst wenn Kammlers Kooperation in den USA zutreffen sollte, eine Offenbarung des Geheimnisses ausbleiben wird. Es wäre für die USA in der Öffentlichkeit kaum zu rechtfertigen. Oder vielleicht doch ?

update:

inzwischen vom zdf depubliziert.


(Minute 6:23, keine Quellenangabe, obwohl die Quellenangabe wichtig ist. Sie ist den Autoren des Films bekannt. Sieht nach Kalkül aus. Quelle kann in genanntem Buch nachgelesen werden). Sieht so aus als sei die Quelle politisch unkorrekt. Auf wen wird hier Rücksicht genommen ?"

Ist die Quelle nun von den Amerikanern frei gegeben worden ?

Neue Fassung des Beitrags heute, morgen den 18 August 2019 bei zdf history sehbar.



Sonntag, 11. August 2019

Lippenbekenntnis des Bundesministeriums der Finanzen ?


Das Bundesministerium der Finanzen hat die Aufsicht über die BIMA, auch über die Anträge auf Ausgleichsleistungen.
Vor 14 Jahren wurde ich aus der gleichen Adresse in Bonn angeschrieben.
Seltsam dass die Finanzministerien in Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern, trotz "Überwachung durch das Bundesministerium der Finanzen" wenig Interesse an der Sachaufklärung haben. 






Plettenbergs vielsagende Selbstauskunft und eine Wette auf die Kriegsdauer






Diese Auskunft veranschaulicht den kriegswichtigen Einsatz der grossen "Wirtschaftskörper". 


Wolrad rechnete mit einem schnellen Endsieg. Doch erstens kam es anders und zweitens als er dachte.


Dienstag, 6. August 2019

Landgericht Bonn gibt BIMA Gelegenheit zur Stellungnahme in Sachen Palais Schaumburg



Besonderheit des Falles ist, dass eine nicht homogene Erbengemeinschaft (und nicht ein "clan" wie die Hohenzollern genannt werden)  betroffen ist. Nur differenziert und mit einem Minimaleinsatz an Mühe und Lektüre kann sich eine interessierte Behörde, Gericht, oder Person an die Konstellation heranarbeiten. 

Not easy.

Schwarz Weiss Malerei ist leider unangebracht. Journalisten die gerne nach 30 Minuten wilder Tastenspielerei irgendwelche plakativen Artikel in die Welt setzen (müssen) sind überfordert und liegen falsch.

Zum Verständnis:

ein SS Obersturmbannführer (Stephan), ein Adjutant von Goebbels (Friedrich Christian) und der Nutzniesser Wolrad, sind Geschwister und Miterben und nicht abgeneigt, dass ein Angriffskrieg durchgeführt wird. Heinrich ebenfalls Bruder der vorgenannten und Miterbe  ist dagegen.

Die Differenzierungsarbeit muss darin bestehen zu sortieren und zu verstehen wer von der Erbengemeinschaft, also welcher der Geschwister (es gibt noch zwei minderjährige Kinder) die Kriegstreiberei mitgetragen hat, und wer nicht.  Vielleicht wird ein Historiker um eine Stellungnahme gebeten, man weiss ja nie....

Auch dieser Sachverhalt wurde von der BIMA beaufsichtigt





Sonntag, 28. Juli 2019

Wo ist der Unterschied ? Teil 2

Brief von Prinz Heinrich an seinen Bruder Wolrad 1943
im Rahmen einer Verhandlung über den Nachlass Adolfs

Wolrad empfiehlt seinem Bruder sich bei nichtarischem Besitz zu bedienen, wie es bereits Friedrich Christian mit den Hackeschen Höfen tat.  Was sagt das über Wolrad aus ? Dass er indirekt ein Friseur ist, denn sein Vermögensvorteil besteht darin, einen Dritten, die Juden, für ihn zahlen zu lassen. Die Rechnung ist einfach. Was  Wolrad bei der Auseinandersetzung  abgeben müsste, sollen seine Geschwister  den Juden wegnehmen.




Die Antwort meines Grossvaters ist es wert festgehalten zu werden:
"Auf dieser Linie beabsichtige ich aber nicht Geld zu machen, als meines Vaters Sohn".

Zu den Hackeschen Höfen:

friedrich christian und die hackeschen Höfe

Und zu Plettenberg und den Preussen:

"Er (Plettenberg) hat wohl zuviel mit den preussischen Agnaten zu tun, denen er ja (für Preussen selbstverständlich) alles besorgt. Ob die Häuserblocks die Didi (Friedrich Christian) kaufte arisch waren ? Ich bezweifle es"

Mein blog ist eine Fundgrube für Historiker.




Samstag, 27. Juli 2019

Gibt es einen Unterschied in Sachen Vorschubleisten ?


Meine Frage an die Herren  Brandt und Malinowski:


aus der Beilage vom Hannoverschen Kurier vom 24.8.1933: 
Wenn unseres Führers Wille und Graf Wilhelm ́s Geist sich vereinen, wird das neue Deutschland eine höchst unerschütterliche Unterstützung gefunden haben.” 
Das Vorwort zum Artikel lautete:
“Denn ich sehe aus der Pflege des Volkstumes, das echt in der Landschaft wurzelt, die grössere Liebe zu unserem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler und der Nation erwachsen. Unterschrift: Dr. Alfred Meyer.”





August Wilhem als Redner im Sportpalast Berlin, 1932



Freitag, 26. Juli 2019

Reichstagsbrand: kein Einzeltäter

SZ

Siehe 2010

https://archivalia.hypotheses.org/18241



Reichstagsbrand und Ernst Torgler


Liest man den Lebenslauf von Ernst Torgler, ebenso den von Hinrich Wilhelm Kopf und den von Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe so ergeben sich markante Überschneidungen.
Torglers Lebenslauf wird in der website des dgb dargestellt.
Im Reichstagsbrandprozess wurde er von RA Dr. Alfons Sack vertreten, ein NS Staranwalt.
zu Kopf:
zu Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe:
Der Adjutant von Goebbels Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe verlieh Geld an Robert Ley zwecks Finanzierung von Druckereien. Die Tilgung des Darlehens sollte durch die Übergabe eines Gutes in Posen erfolgen. Zitat aus Sonne im Nebel Seite 69, 70, Verfasser Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe: “Der anständige Mann, über den diese Angelegenheit bei der Treuhandstelle Ost laufen sollte und den ich daher damals kennen und auch schätzen lernte, hiess Hinrich Kopf. Er war nach dem Kriege viele Jahre hindurch der sehr geachtete Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Er bot mir in den fünfziger Jahren an, in Schaumburg Lippe Landrat zu werden.Aber auch das musste ich leider ablehnen, weil ich fürchtete, dadurch mit dem Fürstlichen Haus Schaumburg – Lippe in Interessenkollision zu kommen. Aber Hinrich Kopf- der auch Mitglied des Bundesvorstandes der Sozialdemokratischen Partei war-blieb mir doch, bis zu seinem Tode, ein treuer Freund.”
Weiter S. 204 und 205:
“Ernst Torgler und ich trafen uns dann in Bonn während der Sitzungsperioden des Bundestages. Er war Abgeordneter der SPD geworden. Die Begegnungen mit diesem Mann…waren zustandegekommen, weil er während des Krieges mit der Treuhandstelle Ost, in der auch Hinrich Kopf arbeitete, nach Bückeburg evakuiert wurde…”
Der Reichstagsbrand fand am 28.2.1933 statt.
Am 1.4.1933 wurde Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe Adjutant von Goebbels.
Das am 13. März 1933 gegründete Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter Joseph Goebbels war im März/April 1933 noch im Aufbau begriffen. Goebbels lässt am 9. Mai durch seinen persönlichen Adjutanten Friedrich Christian Prinz Schaumburg-Lippe seine Bereitschaft erklären, am 10. Mai in Berlin die „Feuerrede“ zur Bücherverbrennung zu halten. Feuerrede: Wieder ist Feuer Protagonist.
Ernst Torgler arbeitet 1940 für das Propagandaministerium. Ernst Torgler war verdächtigt worden den Reichstag in Brand gesetzt zu haben. Feuer als Propagandamittel ?
Mal zur Dramatisierung der Reinigung von bösartigen Schriften (Bücherverbrennung).
Mal zur Inszenierung eines bösartigen Angriffs gegen staatliche Institutionen (Reichstagsbrand).
Mal zur Inszenierung des Angriffs gegen das Judentum (Reichspogromnacht).
Ein Faible für´s Gokeln attestiert Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe “entschlossenen Männern” hier:
Torgler wird von Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe, dem Adjutanten von Goebbels, der die Feuerrede ankündigt geschätzt. Torgler arbeitet für die HTO und wird gegen 1945 mit der HTO Ausweichstelle ausgerechnet nach Bückeburg evakuiert. Lernten sich Torgler, Kopf und Schaumburg Lippe wirklich erst 1940 kennen ?
Es drängt sich der Verdacht auf, dass Torgler ein undercover Agent der Nazis war und als solcher in Wahrheit am Reichstagsbrand beteiligt gewesen war. Mit diesem Ansatz könnte die Alleintäterthese zum Reichstagsbrand widerlegt werden. Torglers Freispruch ebnete den Weg für die Alleintäterthese. Torgler als unechter KPDler liefert propagandastisch durch seine Selbstverdächtigung das Alibi für die Kommunistenhetze. Ferner wird das Verfassungsorgan der Weimarer Republik physisch und rechtlich vernichtet. Ganz im Sinne eines Grossteils des ehemaligen Hochadels (womit wir wieder beim Prinzen zu Schaumburg Lippe sind), dessen Bruder an Karl Dreier, Landespräsident Schaumburg Lippes , “als Nationalsozialist seiner Sippe” schreiben wird: “…wenn ich nicht ALLES täte, um meinem Hause die Eigentumsrechte wieder zu verschaffen, die ihm von der seinerzeitigen marxistisch beeinflussten Regierung unter Ausserachtlassung der Rechtslage und unter dem Druck einer gefälschten öffentlichen Meinung zu Unrecht genommen sind” (S. 54 der Vier Prinzen).
Die Lebenstabellen von Torgler und Kopf sind in höchstem Grad undurchsichtig. Sie weisen jedoch erhebliche Parallelen auf: die HTO, die nach Bückeburg verlegt wird. Beide finden sich später in der SPD wieder. Und sowohl die Briten als auch die niedersächssische Landesregierung tun alles, damit über die Tätigkeiten von Torgler und Kopf fast gar nichts bekannt wird. Kopfs Berichte zum Auslieferungsverfahren werden 1948 im Eilverfahren vernichtet. Willy Brandt rettet Kopf vor der Auslieferung an Polen. Noch heute lasten auf den britischen Akten sogenannte green card Vermerke (Sperre auf Dauer).
Zu klären wäre, ob es sich bei Kopf und Torgler in Wahrheit um stramme Nationalsozialisten handelte. So sieht es doch aus. Und wieso sollte Torgler nicht als “agent provocateur” beim Reichstagsbrand gehandelt haben ?
Zu Kopf noch ein Hinweis:
FAZ vom 27 März 2010 Seite 33. Artikel: “Die Welt als Willy und Vorstellung”, von Martin Otto: “Mit der ironischen Einführung “Ich bin kein Brandt-Experte, nur verwandt” (Einführung in die zehnbändige Berliner Ausgabe von Reden, Artikeln und Briefen Brandts) betonte dagegen der Historiker Peter Brandt (Hagen), Willy Brandts 1948 geborener Sohn, dass sch alle Parteien der frühen Bundesrepublik um die “kleinen Nazis” bemüht hätten. Waren Kopf und Torgler “kleine Nazis” ? Eigentlich egal, denn sie waren Nazis. Nur Nazis dürfen in der HTO arbeiten, das wird doch jedem einleuchten. Ergebnis: Torgler, ein Nazi ist in den Reichstagsbrandvorgang verstrickt und weil er Nazi ist, wird er freigesprochen. Sein Auftritt im Prozess, verkleidet als KPDler.
Eine Klärung der Frage ob kleine oder grosse Nazis verhinderten und verhindern diejenigen die die polnischen Berichte vernichtet haben oder unter Verschluss halten, insbesondere das Foreign Office, aber auch die Niedersächssische Staatskanzlei.
Dies als kleine Skizze. Vielleicht ist diese Option von namhaften Historikern schon längst widerlegt worden. Sollte es so sein, dann bitte ich um eine entsprechende Fundstelle.

Beihilfe zur Kriegsvorbereitung durch die gleiche Person

wenn Kurt von Plettenberg Generalbevollmächtigter des Oberhauptes (???) der Preussen und der Schaumburg Lipper war und durch den Verkauf des Palais Schaumburg an die Wehrmacht eine Kriegsvorbereitungshandlung vornahm, dann haben Auwi und Wolrad gleichermassen dem NS System Vorschub geleistet und deren Rechtsnachfolger sind gleichermassen von Ausgleichsleistungen auszuschliessen. Mitgehangen mitgefangen.