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Mittwoch, 12. Juni 2019

Signo: Rauchvorhänge und Scheindiskussionen

In den Medien wird mehrfach wöchentlich die Leserschaft aufgerüttelt mit Meldungen wie: diese und jene app ermöglicht das Belauschen der Nutzer, Mikrofone hören im Wohnzimmer mit, der Zugriff auf Alexa soll ermöglicht werden, und so weiter.....

Datenschutz ist gefährdet, Facebook´s Datenlecks sind eine Katastrophe...

Derartige Meldungen sind Rauchvorhänge. Sie verdecken in sehr geschickter Weise, was wirklich geschieht.

Wie komme ich darauf ?

Gestern war ich aus beruflichen Gründen in einem spanischen Notariat in Madrid. Mir wurde das Programm signo vorgestellt.



Mit diesem "Werkzeug" kann jedes Notariat in Spanien auf sämtliche Urkunden eines anderen Notars unter Zuhilfenahme von Personalausweisen, Steuernummern von Unternehmen zugreifen, Personalausweise mit Lichtbild abrufen, Testamente herunterladen, feststellen ob jemand Steuerschulden hat, ob er Wohngeldrückstände hat, ob  er Grundsteuer schuldet, ob er Gesellschafter in der Firma a oder b ist, wer sein Mitgesellschafter ist, kurzum, viele wirklich bedeutsamen Umstände erforschen. Und der Zugang durch Notariatsangestellte hinterlässt keinerlei Spur. Alles wunderbar vernetzt.

Es heisst in der Überschrift des webauftritts von signo:

Signo Technologie im Dienst des Bürgers


Persönliche Beziehungen, Familiäre Beziehungen, Testamente, Nachlässe. Wohnungen, Immobilien Hypotheken, Darlehen, Unternehmen, Gesellschaften, Protokolle, Vollmachten, Verschiedenes

Nun frage ich:

Derartige Werkzeuge kennt so gut wie kein Bürger.
Aber es wird über Alexa diskutiert.
Wieso spricht niemand über derartige Werkzeuge ?

Es interessiert kein "Schwein" was wir im Wohnzimmer quatschen. Oh, aber es wird zum grossen Thema hochgepuscht, weil damit eine Bekanntgabe der Möglichkeiten wie die von signo unterbunden wird.

Und nun zurück zu den vierprinzen.

Archivsperren ja, weil es ungemütlich wird für die da oben.
Bekanntgabe von signo, auf die x öffentliche Stellen Zugriff haben können (Steuerbehörden, Europol, Interpol, BND, CIA, NSA) nein.

Es werden Diskussionen entworfen die von der Reichweite durch die Fragestellung verstümmelt sind.

Alles klar ?

Dies war ein Exkurs, sorry. Und ich bitte den laxen Ton zu entschuldigen.

Keine Verschwörungstheorie, knallharte PRAXIS.

https://twitter.com/HofeAlexander

1 Kommentar:

  1. Sehr geehrter Herr vom Hofe,

    herzlichen Dank für Ihre SIGNO-Meldung. Wir sehen - wie Sie - hier die Dringlichkeit von Warnungen - und eigentlich notwendigen Korrekturen durch EU-Gremien.

    Bei einigen (notariellen) beruflichen Anforderungen sind zwangsläufig die von Ihnen skizzierten Daten und Informationen zur Bearbeitung heranzuziehen. Das ist völlig OK. SIGNO verändert jedoch die informationelle Selbstbestimmung grundlegend. Wer seinen Status und seinen Einfluss halten, sichern, ausbauen und verdecken muss, handelt oft wie jeder Kriminelle berechenbar, weil der seine Taten verdecken muss. Interessant, dass hier sogar die Ethik und Selbstkontrolle (nicht nur) der Notare versagt. Schlimmer: Programme dieser Art bedürfen größter fachlicher Kenntnis unterschiedlichster Gewerke und Beteiligter. Will heißen: Gerade auch aus Medien- und Kommunikationsbereichen scheinen nicht nur mehr handwerkliche „Handlanger“ tätig zu sein, sondern solche, die Asozialität leben und sehr eigene Vorstellungen von Medien- und Arbeitsethik haben.

    Mutmaßlich sind Ihnen viele vergangene und neue thematische Befassungen von Ursachen, Folgen, Verdeckungen und Absichten vieler Gesellschafts- und Rechtskreise bekannt. Umso wichtiger ist in o.a. Entwicklungen / Zusammenhängen auf die Jahrzehnte (oder Jahrhunderte) existierenden Strukturen totalitärer Denkmuster und Charakterzüge hinzuweisen.

    Wenn Sie Synonyme für Denkmuster aus der alten „Heimat“ suchten: mit einem hat sich der stellvertretende Chefredakteur Jakob Gokl von der Schaumburg-Lippischer Tageszeitung (nicht HAZ-Gruppe), 2018 kritisch beschäftigt, den Sie hier abrufen können:
    https://www.contextpro.de/themen-rubriken/geschichte_artikel,-wieso-bueckeburg-ein-zentrum-der-rechtsextremen-srp-war-_arid,345.html oder https://www.ndz.de/startseite_artikel,-wieso-bueckeburg-ein-zentrum-der-rechtsextremen-srp-war-_arid,2431119.html.
    Vielleicht beschäftigt Herrn Gokl ja auch irgendwann einmal die Geschichte eines fürstlichen Hauses zu Schaumburg Lippe und deren Verhältnis zu diesen Kreisen über die aktuellen Events hinaus. Sie sind offenbar den von Tresckows nicht näher gekommen. Mutmaßlich werden diese Herrschaften auch nicht zu den Familientreffen eingeladen. Auf dem letzten "Familientreffen" im Mai 2019 wurde auch ein besonders edles Großwerk dieses Namenskreises vorgestellt. Herr Gokl ahnt inzwischen bestimmt, wie mit Widerständlern von 1944 bis 2019 umgegangen wird.
    Eine schöne Geschichte wäre auch:
    Was hatten eigentlich Geheimrat Dr. Wolrad Schwertfeger und Prof. Dr. Theodor Ebert bei deren Aufgaben in der evangelischen Generalsynode der evangelischen Kirche geeint. Immerhin Dr. Ebert lebt noch und wäre zu befragen. Zum Beispiel: "Warum hat die evangelische Kirche ihr Friedensprojekt "Internationales Freundschaftsheim Bückeburg" nicht als Gegengewicht zur Vergangenheit und Wiedergutmachung erhalten?"


    Mit freundlichen Grüßen
    Rolf G. Lehmann
    GF Vorstand UIPRE Union International Press Electronic
    Waiblingen

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