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Donnerstag, 29. April 2021

Palais Schaumburg in Bonn und ein Spruch

Dieser Brief des Prinzen Wolrad ist es wert, genau gelesen zu werden. Die Zusammenhänge finden sich in den Seiten 54 bis 56 der Vier Prinzen und das parallele Unrechtssystem

Wenn das Palais Schaumburg dem Fürstlichen Hause gehört haben sollte, dann mussten beim Abverkauf an die Reichswehr die Agnaten (sprich Geschwister) mitgewirkt haben. War es freies Vermögen des Fürsten Adolf dann hätten die Miterben (ebenfalls die Geschwister) mitwirken müssen.

Es gibt ja den Spruch der auf nachfolgende Argumentation des Prinzen Wolrad passt:

egal wie man sich dreht und wendet, der .... bleibt immer hinten.

"Sehr geehrter Herr Landespräsident Pg. Kreisleiter Dreier,

Infolge des tragischen Todes meines nun bald vor Jahresfrist heimgegangenen Bruders bin ich durch die Vorsehung an die Spitze des Fürstlichen Hauses berufen und trage somit als dessen Oberhaupt die schwere Verantwortung für das Wohl und den Bestand meines Hauses. Seit Monaten bin ich bemüht, mich in die schwierige Materie hineinzuarbeiten, deren Kenntnis die notwendige Voraussetzung für eine verantwortungsbewusste Führung des Hauses ist. Aus diesem Anlass habe ich mich auch erneut eingehend mit dem Domanialteilungsvertrag beschäftigt, der ohne Mitwirkung der Agnaten des Fürstlichen Hauses seinerzeit durch meinen Bruder Adolf abgeschlossen ist.

Als mir mein verstorbener Bruder von diesem Abschluss am 24.12.1919 Mitteilung machte, habe ich ihm gegenüber sofort zum Ausdruck gebracht, dass ich vor Abschluss des Vertrages weder gefragt sei, noch jemals hierzu meine Zustimmung gegeben haben würde. Ich habe bald darauf hierüber schriftliche Aufzeichnungen gemacht. Den gleichen Standpunkt haben von jeher die übrigen Agnaten vertreten. Meine Vermutung, dass der Domanialteilungsvertrag aus diesem und anderen Gründen rechtlich nicht haltbar sei, ist mir durch die von mir jetzt befragten Juristen bestätigt worden. Angesichts dieser nunmehr erfolgten Feststellungen wäre es für mich als Chef des Hauses und Träger der Verwantwortung eine Verletzung meiner Pflichten, wenn ich nicht alles täte, um meinem Hause die Eigentumsrechte wieder zu verschaffen, die ihm von der seinerzeitigen marxistisch beeinflussten Regierung unter Ausserachtlassung der Rechtslage und unter dem Druck einer gefälschten öffentlichen Meinung zu Unrecht genommen sind. Ich bitte Sie deshalb, diesen Schritt nur als das aufzufassen, was es ist. Die notwendige Folge der Übernahme der Verantwortung, die mich als Oberhaupt des Fürstlichen Hauses Schaumburg-Lippe und als Nationalsozialist meiner Sippe gegenüber hierzu verpflichtet, und diesen Standpunkt auch der Öffentlichkeit gegenüber zu vertreten. Heil Hitler !

Gez.Wolrad Schaumburg-Lippe (Staatsarchiv Bückeburg Schaumburg Des. L 4 (Landesregierung) N 113 S 1 Bl. 31ff)" 


                                                                 Brunnen der Weisheit


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