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Sonntag, 10. März 2019

Benediktiner Ordensstift Kremsmünster

Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe war Miteigentümer zusammen mit dem Benediktiner Ordensstift.

Das ist vollkommen eindeutig. Kein Haus Schaumburg Lippe war je Miteigentümer.

Miteigentum 1/3 mit Lackner und Steinmeier



Miteigentum mit Kefer

Benediktiner Ordensstift Kremsmünster mit 1/2 Anteil

Wie geht es jemandem der plötzlich Miteigentum mit dem "Haus" hat ? Nicht so gut, nicht besser als Alfred Neumanns Angestellten die im Konzentrationslager Fuhlsbüttel landeten.

Nachzulesen in meinem Buch: Vier Prinzen zu Schaumburg Lippe und das parallele Unrechtssystem, 2006, S. 93, 94

https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/16146

Schreiben des Reichsführers SS persönlicher Stab an den Parteigenossen Prinz zu Schaumburg Lippe vom 23 Juli 1941

Sehr geehrter Parteigenosse Prinz zu Schaumburg Lippe ! Der Reichsführer SS, der sich zur Zeit im Führerhauptquartier befindet, hat mich beauftragt, Ihren Brief vom 10 Juli 1941 zu bestätigen. Er lässt Ihnen mitteilen, dass er Ihrem Vorschlag, die Ihnen von der Partei zugebilligte finanzielle Entschädigung in Form von Ländereien des ehemaligen katholischen Stifts Kremsmünster (Oberösterreich) zur Abgeltung bringen zu lassen, aus grundsätzlichen Erwägungen leider nicht nähertreten kann.

Der Reichsführer - SS hat hierzu bemerkt, dass nach dem Kriege, falls Sie im Osten siedeln wollen, selbstverständlich die Möglichkeit dazu gegeben ist. Sie müssten dann zu einem geeigneten Zeitpunkt bei der zuständigen Dienststelle einen entsprechenden Antrag einreichen.

Heil Hitler ! Gez. Brandt SS Obersturmbannführer

Offensichtlich war die SS zuständig für wirtschaftliche Fragen.

Ein österreichischer Grundbesitzbogen von 1930 gab Aufschluss über Eigentumsverhältnisse in der Vergangenheit: Katastralgemeinde Grünau, Post-Nr. 710. Zahl der Grundbucheinlage 523. Gerichtsbezirk Gmunden.

Name und Wohnort des Grundbesitzers Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe in Steyerling mit 1/2 Anteil.

Ich dachte wieder: Adolf war doch vermögenslos.

Mitbesitzer: Benediktiner Ordenstift Kremsmünster mit 1/2 Anteil.

Adolf und die Benediktiner waren Miteigentümer gewesen.

Diese Eintracht herrschte nach dem Tod Adolfs und dem Anschluss Österreichs nicht mehr. Es gab auch weitere Grundstücke die nicht im Alleineigentum des Stiftes standen: Einlagezahlen: 377, 426, 441, 515, 522, 542, 545, 546, 561, 562, 563, 564, 565, 566, 567, 568, 570, 571, 573, 574 und 590.
Diese Grundstücke des Benediktiner Ordensstiftes wurden vom Reichsführer der SS beschlagnahmt. Auch hier hatte die SS ihre Finger im Spiel.

Friedrich Christian beanspruchte ihn nun.

Die Beschlagnahme des Grundbesitzes des Benediktinerstiftes Kremsmünster erfolgte durch den Gau Oberdonau, zu Gunsten des Reichsgaues Oberdonau. (Geheime Staatspolizei, Staatspolizeistelle Linz, B.Nr. I 4-2273/41 II A 5, TZ 38/42 Grundbuchamt Bezirksgericht Gmunden).

Beschlagnahmt wurde aber immer nur der Anteil des Stiftes an den Grundstücken.

Der Miteigentumsanteil der schaumburg-lippischen Familie nicht.

Das bedeutet, dass ab 1941 der Reichsgau Oberdonau und Wolrad, faktisch “Miteigentümer” waren, wohlgemerkt nicht am gesamten Stift, sondern an einzelnen Grundstücken die dazu gehörten.

Wichtig war für mich diese Feststellung, weil es offensichtlich in Österreich zur Abwicklung gemeinsamer Projekte mit der SS gekommen sein musste.

Der Benediktiner Stift wurde 1941 aufgelöst. Die Benediktiner wurden vertrieben. Es wurde dann im Stift geraubte Kunst gelagert, bestimmt für das Hitler Museum in Linz (siehe Kapitel 17).

Einquartiert wurde dort auch die SS. In der Anlage II k der Handreichung von Februar 2001 kann man nachlesen:

“Liste der bekanntesten Auslagerungs- und Verbringungsorte geraubter Kulturgüter: Sammlung Führermuseum Linz: Salzmine Alt-Aussee und Steinberg (Österreich), Hohenfurth, Stift Kremsmünster, Schloss Thürntal (bei Kremsmünster), Schloss Steiersberg (bei Wien-Neustadt), Schloß Kogl (St. Georgen, Attergau), Grundlsee (Villa Castiglione), St. Agatha (bei Alt-Aussee, Schloss Weesenstein (bei Dresden), Gemäldegalerie Dresden Friedrich Christian war auch Ariseur.


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